Kabelfernsehen
Allgemeiner Hinweis:
Aktuelle Daten mit Erläuterungen zum Telekommunikationsdienstleistungsmarkt finden Sie auch im Jahresbericht 2008 sowie im Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur für die Jahre 2006/2007 (siehe PDF-Dateien rechts).
Kabelfernsehen/Rundfunk
Nach Marktzahlen der Société Européenne des Satellites (SES/ASTRA) empfingen Ende 2006 von den rund 37 Mio. deutschen Fernsehhaushalten 49,8 % ihr Programm über Kabel. 45,0 % bezogen ihr Programm über einzelne Satellitenspiegel und 5,2 % terrestrisch. Ein noch sehr kleiner Teil, nämlich 0,1 %, wurde über die DSL-Leitung mit Fernsehen versorgt.
Um im Wettbewerb der Empfangsmöglichkeiten bestehen zu können, modernisieren die Kabelnetzbetreiber ihre Infrastruktur. Digitalisierung und Aufrüstung zur Rückkanalfähigkeit ermöglichen neue Angebote und Dienste mit dem Ziel Kunden an den Kabelanschluss zu binden. Dazu gehört einerseits der Ausbau des Digitalfernsehens um ganze Programmpakete abonnieren oder einzelne Filme abzurufen zu können und andererseits der Ausbau für das Angebot zusätzlicher Dienste wie Internet und Telefonie. Günstige Tarife und eine größere örtliche Verfügbarkeit führten dazu, dass Ende 2007 rund 1 Mio. Haushalte Internet nutzten und 790.000 Kunden über Fernsehnetze telefonierten. Innovative Kabelnetzbetreiber verfolgen damit das Geschäftmodell des "Triple Play", also der Bündelung von Fernsehen, Telefondiensten und Internetzugang aus einer Anbieterhand. Sie stehen damit in Konkurrenz zu den klassischen Telefonnetzanbietern, die ihrerseits versuchen ihr Angebot in Richtung Fernsehdienste zu erweitern.
Abbildung Infrastrukturelle Anbindung von TV-Haushalten zum Jahresende 2007 (pdf/10 KB)