Mit­tei­lung zum Eng­pass­me­cha­nis­mus gem. Art 14 VO (EU) 2022/2576

Mitteilung der Beschlusskammer vom 13.03.2023

Die Beschlusskammer informiert darüber, dass im deutschen Marktgebiet von der Einführung des Engpassmechanismus gemäß Art. 14 Abs. 1-6 VO (EU) 2022/2576 abgesehen werden kann, weil bereits an allen Netzkopplungspunkten ein Art. 14 Abs. 7 S. 2 lit. a) VO (EU) 2022/2576 entsprechender „Use-it-or-lose-it“-Mechanismus eingeführt wurde, der unabhängig davon zur Anwendung kommt, ob an den betreffenden Netzkopplungspunkten Engpässe bestehen.

Hintergrund:

Gemäß Art. 14 der Verordnung (EU) 2022/2576 des Rates vom 19. Dezember 2022 über mehr Solidarität durch eine bessere Koordinierung der Gasbeschaffung, zuverlässige Preis- Referenzwerte und den grenzüberschreitenden Austausch von Gas (VO (EU) 2022/2576) sind Fernleitungsnetzbetreiber aller Mitgliedstaaten grundsätzlich verpflichtet, bis zum 31.03.2023 an ihren Netzkopplungspunkten und virtuellen Netzkopplungspunkten den in Art. 14 Abs. 1-6 VO (EU) 2022/2576 beschriebenen Engpassmechanismus einzuführen. Abweichend hiervon können die nationalen Regulierungsbehörden einen der drei in Art. 14 Abs. 7 VO (EU) 2022/2576 beschriebenen Engpassmechanismen anwenden. Hiervon hat die Beschlusskammer nach Konsultation der nationalen Regulierungsbehörden der benachbarten Mitgliedstaaten Gebrauch gemacht.

Engpassmechanismus im Sinne des Art. 14 Abs. 7 S. 2 lit. a) VO (EU) 2022/2576

Ein dem Art. 14 Abs. 7 S. 2 lit. a) VO (EU) 2022/2576 entsprechender „Use-it-or-lose-it“-Mechanismus wurde im deutschen Marktgebiet bereits durch Tenorziffer 2 i.V.m. § 5 der Anlage: „Standardkapazitätsvertrag Gas“ der Festlegung vom 14.08.2015 „KARLA Gas 1.1“, Az. BK7-15-001, implementiert.

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