Effizienzvergleich
Um Erlösobergrenzen der Elektrizitätsverteilernetzbetreiber zu bestimmen, ist ein bundesweiter Effizienzvergleich durchzuführen. Dieser dient dazu, individuelle Effizienzwerte für die Netzbetreiber des Regelverfahrens zu ermitteln. Aufgedeckte Ineffizienzen müssen während einer Regulierungsperiode vollständig abgebaut werden.
- Methodik für die Durchführung des Effizienzvergleichs in der 5. Regulierungsperiode Strom
- Aktuelles zur 5. Regulierungsperiode
- Vereinfachtes Verfahren
- Effizienzvergleichsverfahren
- Aufwands- und Vergleichsparameter
- Weitere Informationen zu vorangegangenen Regulierungsperioden
Methodik für die Durchführung des Effizienzvergleichs in der 5. Regulierungsperiode Strom
Die Methodik für die Durchführung des Effizienzvergleichs in der 5. Regulierungsperiode Strom basiert auf der Festlegung der Methode zur Durchführung des Effizienzvergleichs für Elektrizitätsverteilernetzbetreiber (Effizienzvergleich Strom) GBK‑25‑02‑1#2 der Großen Beschlusskammer Energie in Verbindung mit der Festlegung RAMEN Strom, GBK‑25‑01‑1#1.
Aktuelles zur 5. Regulierungsperiode
Festlegungsverfahren zum Datenerhebungsbeschluss
Erläuterung im Webcast: Webcast Effizienzvergleich
Vereinfachtes Verfahren
Der Effizienzvergleich findet nur für Netzbetreiber im Regelverfahren statt.
Kleine Netzbetreiber können statt des Effizienzvergleichs die Teilnahme am vereinfachten Verfahren nach den Tenorziffern 16.2 bis 16.6 der Festlegung RAMEN Strom wählen.
Zur Ermittlung, ob ein Netzbetreiber als klein einzustufen ist, wird ein wirtschaftlicher Schwellenwert herangezogen, der als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steht.
Weitere Informationen zum vereinfachten Verfahren in der 5. Regulierungsperiode finden Sie hier:
Vereinfachtes Verfahren
Effizienzvergleichsverfahren
Effizienz bedeutet, dass die mengenmäßige Kombination der Input-Faktoren zur Produktion der Output-Faktoren optimal ist. Dies bedeutet entweder, dass ein gegebener Output mit dem geringstmöglichen Input oder der größtmögliche Output bei gegebenem Input produziert wird.
Gemäß Tenorziffer 9 der Festlegung GBK‑25‑02‑1#2 werden im Rahmen des Effizienzvergleichs zwei Methoden angewendet:
Die DEA ist eine Methode, in der die optimalen Kombinationen von Aufwand (Input bzw. Aufwandsparameter) und Leistung (Output bzw. Vergleichsparameter) aus einem linearen Optimierungsproblem resultieren. Durch die DEA erfolgt die Bestimmung einer Effizienzgrenze aus den Daten aller in den Effizienzvergleich einzubeziehenden Unternehmen und die Ermittlung der relativen Positionen der einzelnen Unternehmen gegenüber dieser Effizienzgrenze.
Die DEA zählt zu den nicht-parametrischen Methoden, d. h. es ist a priori kein funktionaler Zusammenhang zwischen Aufwand (Input) und Leistung (Output) zu unterstellen.
Die SFA ist eine parametrische, stochastische Methode, d. h. es muss a priori ein funktionaler Zusammenhang zwischen Aufwand (Input) und Leistung (Output) unterstellt werden. Dafür wird eine Regressionsanalyse durchgeführt, mit der ein statistischer Zusammenhang zwischen Aufwand (Input) und Leistung (Output) identifiziert und die Stärke dieses Zusammenhangs bestimmt werden kann. Auf Basis der Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den regressionsanalytisch geschätzten Kosten werden anschließend die Ineffizienzen der Netzbetreiber ermittelt.
Aufwands- und Vergleichsparameter
Weiterhin sind sogenannte Aufwands- und Vergleichsparameter zu bestimmen. Aufwandsparameter umfassen die Gesamtkosten (auch als TOTEX – Total Expenditures bezeichnet) abzüglich der Kostenanteile, die nach Tenorziffer 7 der Festlegung RAMEN Strom nicht dem Effizienzvergleich unterliegen (KAnEu). Die TOTEX setzen sich aus den Kapitalkosten (CAPEX – Capital Expenditures) für Investitionsausgaben (z. B. für neue Anlagen, Gebäude oder Maschinen) und den operativen Kosten (OPEX – Operational Expenditures) für operative Ausgaben (z. B. für den laufenden Betrieb, Wartung und Personal) zusammen. Die Kapitalkosten sind gemäß den Tenorziffern 6 und 7 der Festlegung GBK‑25‑02‑1#2 zu bestimmen. Hierbei wird bei den Kapitalkosten zur Vereinheitlichung von Kostenunterschieden aufgrund von Investitionszyklen und Abschreibungspraktiken eine Vergleichbarkeitsrechnung gemäß Tenorziffer 7 der Festlegung GBK‑25‑02‑1#2 durchgeführt und ein zusätzlicher Aufwandsparameter ermittelt (auch als sTOTEX – standardisierte Total Expenditures bezeichnet). Die Vergleichsparameter sind gemäß den Vorgaben der Tenorziffer 8 der Festlegung GBK‑25‑02‑1#2 zu bestimmen.
Auf Basis einer Kostentreiberanalyse wird das Modell für die Ermittlung von Effizienzwerten festgelegt.
Weitere Informationen zu vorangegangenen Regulierungsperioden
Gutachten Effizienzvergleich für Verteilnetzbetreiber Strom 4. Regulierungsperiode
Gutachten Effizienzvergleich für Verteilernetzbetreiber Strom 3. Regulierungsperiode
[02.03.2016]
Gutachten Effizienzvergleich für Verteilernetzbetreiber Strom 2. Regulierungsperiode
[06.03.2014]
Gutachten Effizienzvergleich für Verteilernetzbetreiber Strom 1. Regulierungsperiode