Schie­nen­gü­ter­ver­kehrs­kor­ri­do­re

Um sich im Wettbewerb gegen andere Verkehrsträger wie Straße und Flugzeug durchsetzen zu können, benötigt der Schienengüterverkehr die optimale Nutzung und Zuverlässigkeit des Netzes, was durch die Schaffung von Schienengüterverkehrskorridoren erreicht werden soll.

Die Schienengüterverkehrskorridore bieten vorgegebene grenzüberschreitende Zugtrassen, die zwischen mehreren Mitgliedstaaten bzw. europäischen Drittländern verlaufen. Diese speziellen Trassen werden nicht von den nationalen Eisenbahninfrastrukturunternehmen vergeben, sondern gemeinsam von allen Infrastrukturbetreibern des jeweiligen Korridors geplant und dann von speziell eingerichteten gemeinsamen Stellen für Antragssteller, sog. C-OSS (Corridor One-Stop-Shop) zugeteilt.

Ausführliche Informationen über die Korridore und die gemeinsamen Stellen finden sich in der Schienengüterverkehrs-VO Nr. 913/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22.09.2010 .

Hier finden Sie Informationen über die Korridore und das Beschwerde-Prozedere:

Rhein-Alpen-KorridorZeebruegge – Antwerpen / Rotterdam / Aachen – Köln – Mannheim – [Basel] – Milano / Novara – Genova
Skandinavien-Mittelmeer-KorridorOslo / Stockholm – Malmö – Padborg – Hamburg – München – Brenner – Rom / Ancona – Palermo
Nordsee-Ostsee-KorridorBremerhaven/Rotterdam/Antwerpen – Aachen/Berlin – Warschau – Terespol (Grenze Polen- Weißrussland) / Kaunas
Atlantik-Korridor(Sines / Setúbal / Lissabon / Aveiro / Leixões – Algeciras / Madrid / Bilbao / Saragossa – Bordeaux / La Rochelle / Nantes / Paris / Le Havre / Straßburg – Mannheim)