Ein wichtiges Instrument der Übertragungsnetzbetreiber sind Redispatch-Maßnahmen. Redispatch dient vor allem dazu, Netzengpässe im Übertragungsnetz zu verhindern oder zu beheben. Netzengpässe können verschiedene Elemente des Stromnetzes betreffen.
Um Netzengpässe zu verhindern, weisen die Netzbetreiber stromerzeugende Anlagen an, weniger Strom ins Netz einzuspeisen (negativer Redispatch). Dafür müssen andere Kraftwerke mehr Strom einspeisen (positiver Redispatch). Auch dies steuern die Netzbetreiber. Sie stabilisieren das Stromnetz, indem sie die Netzelemente vor Überlastung schützen.
Das deutsche Übertragungsnetz ist noch nicht ausreichend ausgebaut. Netzengpässe entstehen daher vor allem in sogenannten Starkwind-Starklast-Zeiten. Dies geschieht, wenn gleichzeitig die Windenenergieanlagen im Norden Deutschlands viel Strom einspeisen und die Verbraucherinnen und Verbraucher im Süden Deutschlands viel Strom benötigen. In diesem Fall ist das Stromnetz besonders belastet.