Technik

Amateurfunkdienst

Beim Amateurfunk handelt es sich um ein technisches Hobby, das sich mit der drahtlosen Nachrichtenübertragung befasst. Es bietet den Funkamateuren die Möglichkeit, weltweiten Funkverkehr mit anderen Funkamateuren durchzuführen.

Voraussetzung für die Aufnahme des Sendebetriebs ist eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur, in der die erforderlichen technischen, betrieblichen und Vorschriften-Kenntnisse nachzuweisen sind. Nach bestandener Prüfung erhält der Funkamateur ein personengebundenes Amateurfunk-Rufzeichen, das – ähnlich dem Auto-Kennzeichen - weltweit einmalig ist. Damit ist er auch berechtigt, die für sein Hobby notwendigen Geräte und Antennen selbst zu bauen.

Der Funkbetrieb findet auf fast 40 dem Amateurfunk zugeteilten Frequenzbändern statt. Diese erstrecken sich vom Langwellenbereich (135,7 kHz) über verschiedene Kurzwellenbänder, Meter-, Zentimeter- und Millimeter-Wellenbereiche bis hin zur optischen Freiraumübertragung. Je nach Frequenzbereich und Lizenzklasse liegt die maximal zulässige Sendeleistung zwischen 1 W und 750 W.

Derzeit gibt es in Deutschland schätzungsweise 80.000 Personen, die eine Amateurfunklizenz besitzen, weltweit sind es etwa 2 Millionen Personen.

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Personenschutz

Im Amateurfunk gibt es ortsfeste, portable und mobile Funkstellen. Vor erstmaliger Aufnahme des Funkbetriebs einer ortsfesten Station mit einer isotropen Strahlungsleistung von 10 W EIRP und mehr hat der Funkamateur eine Selbsterklärung für die BNetzA zu erstellen, in der er durch Rechnungen oder Messungen nachweist, dass andere Personen außerhalb seines Grundstücks nicht durch die Strahlung seiner Sendeanlage gefährdet werden.

BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Im Überblick

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Die BDBOS ist für die Gesamtkoordinierung des Konzepts zur Einführung des Digitalfunks BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) verantwortlich. Dieses Digitalfunknetz basiert auf dem TETRA-Standard und löst den Analogfunk ab. TETRA wurde im Jahre 1995 von dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) als digitaler Bündelfunk standardisiert. Der Bündelfunk dient dem drahtlosen Austausch von Informationen geschlossener Benutzergruppen.

Der digitale Bündelfunk ist eine Mobilfunkanwendung für Sprach- oder Datenübertragung mit einer oder mehreren Versorgungszellen. Er arbeitet im 400-MHz-Bereich (BOS) und im 900-MHz-Bereich (andere öffentliche und private Unternehmen).

Ähnlich den Mobilfunksystemen GSM und UMTS arbeitet TETRA mit Fahrzeuggeräten und Handys auf der Endgeräte-Seite sowie mit Basisstationen, die Verbindungen zu anderen Punkten im Netz herstellen. Überschreitet ein Endgerät die Grenze zwischen zwei Zellen, findet ein Handover statt, bei dem eine bestehende Verbindung an die nächste Zelle weitergegeben wird. Für eine flächendeckende Versorgung Deutschlands wird derzeit von einem Bedarf von ca. 5000 Basisstationen ausgegangen. Während in Deutschland bereits verschiedene TETRA-Netze kommerzieller Unternehmen in Betrieb sind, koordiniert die "Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" derzeit den Aufbau eines TETRA-Netzes für die BOS, der voraussichtlich bis 2013 abgeschlossen sein wird.

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Personenschutz

Aufgrund Ihrer Strahlungsleistung von mehr als 10 Watt (EIRP) werden die Basisstationen der TETRA – Netze von der Bundesnetzagentur auf die Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern überwacht.

LTE

Im Überblick

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Der Begriff LTE (Long Term Evolution) steht für die international abgestimmte Weiterentwicklung der bestehenden Mobilfunktechnik und bietet höhere Datenraten als GSM oder UMTS. LTE wird dabei noch der 3. Mobilfunkgeneration zugeordnet und hat die chronologische Bezeichnung 3.9 G. Ähnlich wie bei den anderen Mobilfunkgenerationen sind zum Betrieb ein Netz aus Basisstationen, die eine bestimmte Fläche versorgen, sowie entsprechend kompatible Endgeräte notwendig.

LTE wurde so entworfen (konzipiert), dass es in verschiedenen Frequenzbereichen von etwa 700 MHz bis 2700 MHz betrieben werden kann. Welche Frequenzen in welchem Land tatsächlich genutzt werden, ist derzeit noch nicht abzusehen. In Deutschland ist der Frequenzbereich der sogenannten „Digitalen Dividende“ attraktiv. Dieser Bereich freiwerdender Rundfunkfrequenzen eignet sich technisch besonders gut für einen ländlichen Ausbau der Breitbandzugänge (schneller Internetzugang). In den in Deutschland für LTE weiter vorgesehenen Frequenzbereichen ist aufzubauende Netzstruktur der heutigen Zellstruktur der bestehenden Mobilfunknetze sehr ähnlich. Deshalb werden zahlreiche bestehende Mobilfunkstandorte auch für die LTE-Technik mitbenutzt werden.

In den Vergaberichtlinien der Bundesnetzagentur (Verfügung 59/2009) für den Frequenzbereich der Digitalen Dividende (790 - 862 MHz) wird davon ausgegangen, dass sich die maximalen EIRP-Werte bei 56 dBm (400 W) für städtische Gebiete und 64 dBm (2,5 kW) für ländliche Gebiete, jeweils bezogen auf 5 MHz breite Frequenzblöcke, bewegen.

Weiterführende Informationen

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Personenschutz

Die Sendeleistung pro LTE - Standort wird in der Regel größer als 10 W EIRP sein, so dass die Basisstationen den Bestimmungen der BEMFV unterliegen. Für den Betrieb der LTE-Standorte ist deshalb zur Überwachung der Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur notwendig.

Mobilfunk

Die Entwicklung der Mobilfunknetze in Deutschland

UMTS-Netz 3. Generation (3G)


Im Jahre 2004 begann in Deutschland der Betrieb der UMTS-Netze. Dieses digitale, auf Datenübertragung ausgerichtete Mobilfunknetz, unterstützt vornehmlich in Großstädten und Ballungsgebieten die bereits teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen gekommenen D- und E-Netze. Im Vergleich mit dem D- und E-Netz lassen sich im UMTS-Netz merklich höhere Datenraten erzielen.

E-Netz – 2. Generation (2G)


Ebenfalls auf dem GSM-Standard beruhend wurde 1994 und 1998 jeweils ein weiteres Mobilfunknetz in Deutschland in Betrieb genommen. Diese beiden Netze werden hauptsächlich im Frequenzbereich 1800 MHz betrieben und als E-Netze bezeichnet. Bis auf die unterschiedlichen Frequenzbereiche (900 und 1800 MHz) unterscheiden sich die E- und D-Netze in Bezug auf die Funktionalitäten kaum. Mittlerweile sind nach Angaben der Mobilfunknetzbetreiber nahezu 110 Millionen Teilnehmer in allen Netzen registriert.

D-Netz – 2. Generation (2G)


Mit der Einführung der beiden D-Netze Mitte 1992 wurde der Mobilfunk digital und vor allem europäisch. Mittlerweile kann fast auf der ganzen Welt im D-Netzen telefoniert und Daten übertragen werden. Grundlage der zellularen digitalen D-Netze ist der GSM-Standard, der auf europäischer Ebene vereinbart wurde. In allen Ländern, in denen D-Netze aufgebaut wurden (mehr als 220 Staaten) sind aus technischen Gründen vergleichbare Netzstrukturen und damit auch vergleichbare Feldstärken von Funkanlagen vorhanden.

C-Netz – 1. Generation (1G)


Mit der Einführung des ebenfalls analogen C-Netzes waren die Teilnehmer im gesamten Bundesgebiet unter einer Rufnummer erreichbar. Im Gegensatz zu dem A- und B-Netz arbeitete das C-Netz im Frequenzbereich von 450 MHz. Das C-Netz wies wie bei den heutigen D-, E- und UMTS-Netzen bereits eine bundesweite zellulare Netzstruktur auf. Allerdings war die Teilnehmerzahl technisch sehr begrenzt.

B-Netz – 1. Generation (1G)


Im Jahre 1972 wurde das A-Netz durch das sogenannte B-Netz ersetzt. Dieses weiterentwickelte analoge Mobilfunknetz arbeitete ebenfalls im Frequenzbereich von 150 MHz. In diesem Netz war es erstmals möglich Verbindungen direkt aufzubauen.

A-Netz – 1. Generation (1G)


Mit dem sogenannten A-Netz wurde 1958 in Deutschland erstmals ein „alltagstaugliches“ Mobilfunknetz in Betrieb genommen. Damals musste die Gesprächsverbindung noch per Handvermittlung hergestellt und beendet werden. Das A-Netz war ein analoges Mobilfunknetz, das im Frequenzbereich 150 Megahertz (MHz) arbeitete.

Standorte von Mobilfunkanlagen

Die Planung und der Aufbau eines Mobilfunknetzes liegen, unter Beachtung der gültigen Rechtsvorschriften, in der Verantwortung des jeweiligen Mobilfunknetzbetreibers. Zur Standortbestimmung von ortsfesten Mobilfunkbasisstationen setzen die Betreiber computergestützte Verfahren ein, bei denen die topografischen Verhältnisse, die Bebauung und der Bewuchs sowie das erwartete Teilnehmeraufkommen für jede auszubildende Mobilfunkzelle (eine Mobilfunkzelle wird durch eine Basisstation gebildet) berücksichtigt werden.

Nicht jede neue benötigte Mobilfunkzelle (Mobilfunkstandort) führt zu einem separaten Funkanlagenstandort. Oftmals nutzen die Mobilfunknetzbetreiber gemeinsame Standorte. Die Bundesnetzagentur führt hierzu eine Statistik.

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Radar

Im Überblick

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Radaranlagen sind Ortungssysteme, die ihre selbst ausgesendeten gebündelten Signale von reflektierenden Objekten empfangen und nach verschiedenen Kriterien auswerten. Damit lassen sich mit Radarsystemen unter anderem Entfernungen, Abstandwinkel und Objekte sowie deren Bewegungen bestimmen. Radaranlagen werden sowohl mobil als auch stationär betrieben. Beispiele für den mobilen Betrieb ist das Boardradar von Flugzeugen und Schiffen oder das Abstandsradar in Fahrzeugen. Stationäre Radaranlagen werden beispielsweise bei Wetterdiensten, der Flugüberwachung, der Astronomie und der Geschwindigkeitsüberwachung im Straßenverkehr eingesetzt.

Radar ist die Abkürzung für Radio Detection and Ranging (frei übersetzt: "Funkortung und -abstandsmessung")

Ton- und Fernsehrundfunk

Im Überblick

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Der Begriff "Rundfunk" steht für die drahtlose Übertragung von Ton-, Bild- und Text- Informationen an die Öffentlichkeit.

Rundfunkprogramme werden heute über Antenne, Breitbandkabel, Satellit und Internet übertragen. Die zugehörige Rundfunktechnik umfasst neben der Studiotechnik die Technik der Programmübertragung und den Sendebetrieb.

Nachfolgende Betrachtungen beziehen sich auf terrestrische Rundfunksender, die ihre Programme über Antennen ausstrahlen.

Zu den seit vielen Jahrzehnten etablierten amplitudenmodulierten Hörfunk-Sendeanlagen gehören die Langwellen-, Mittelwellen- und Kurzwellen-Stationen. Der Langwellen- Rundfunkbereich erstreckt sich von 148,50 kHz bis 283,50 kHz, der Mittelwellen- Rundfunkbereich von 526,50 kHz bis 1606,50 kHz. Der Kurzwellenrundfunk arbeitet innerhalb des Frequenzbereiches von 2,3 MHz bis 26,1 kHz auf bestimmten, mit der zugehörigen Wellenlänge bezeichneten Bändern, z. B. dem 49-, 41-, 31- und 15-Meterband. Lang- und Mittelwellensender verwenden Sendeleistungen von bis zu 2000 kW, Kurzwellensender von bis zu 500 kW.

Der analoge Hörrundfunk auf den Lang-, Mittel- und Kurzwellenbändern soll später durch das sich derzeit im Versuchsbetrieb befindliche digitale Übertragungsverfahren DRM (Digital Radio Mondiale) ersetzt werden.

Die im Frequenzbereich von 87,5 MHz bis 108,0 MHz arbeitenden analogen Ultrakurzwellen (UKW)- Rundfunksender sind frequenzmoduliert und verfügen über Sendeleistungen von bis zu 100 kW. Langfristig soll der analoge UKW-Rundfunk durch das bereits parallel betriebene digitale Übertragungsverfahren DAB (Digital Audio Broadcasting) abgelöst werden. DABSender nutzen derzeit die Frequenzbereiche 174 MHz bis 230 MHz und 1452 MHz bis 1492 MHz mit Sendeleistungen von bis zu 10 kW.

Die terrestrischen Fernsehsender arbeiten heute in Deutschland ausschließlich digital mit dem Übertragungsverfahren DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial). Die zugehörigen Frequenzbereiche liegen zwischen 174 MHz und 230 MHz sowie zwischen 470 MHz und 790 MHz. Die Sendeleistungen betragen bis zu 100 kW.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zum Ton- und Fernsehrundfunk

UWB

Im Überblick

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Derzeit etabliert sich weltweit eine neuartige Funktechnologie mit der Bezeichnung „UWB“ (Ultra Wideband). Diese ist prädestiniert für Aufgaben in der Nahbereichs-Kommunikation und in der Sensorik. Das UWB-Verfahren basiert auf der drahtlosen Übertragung impulsförmiger Signale über Funkkanäle sehr hoher Bandbreite mit geringen Sendeleistungen (bis maximal 1 mW). UWB belegt Bandbreiten bis hin zu einigen GHz und ist damit um Größenordnungen breiter als zum Beispiel die von den Mobilfunkdiensten GSM und UMTS belegten Frequenzbänder.

Da mit zunehmender verfügbarer Bandbreite auch die Übertragungskapazität steigt, können künftige UWB-Systeme für Kommunikationszwecke Nutzbitraten bis hin zum GBit/s-Bereich bei Reichweiten von maximal etwa 10 m bereitstellen. Wegen der hohen Übertragungsgeschwindigkeiten dürfte UWB eine ernsthafte Konkurrenz zu bestehenden Kurzstrecken-Funksystemen, wie z. B. Bluetooth und NFC (Near Field Communication), darstellen. Andererseits kann UWB als Ergänzung der weiterreichenden WLAN gesehen werden, indem beispielsweise Multimedia-Endgeräte mittels UWB an das WLAN-Kernnetz angeschlossen werden.

Die Bundesnetzagentur in Deutschland Anfang 2008 die Allgemeinzulassung für die Nutzung von UWB-Geräten im Frequenzbereich von 30 MHz bis 10,6 GHz erteilt. Derzeit bereits verfügbare UWB-Nahbereichs-Radarsysteme nutzen den Frequenzbereich von 22,0 bis 26,6 GHz.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu UWB.

Personenschutz

Im Vergleich zu Rundfunk- und Mobilfunksendern arbeiten die UWB-Sender mit um Größenordnungen geringeren Sendeleistungen (maximal 1 mW). Im Rahmen des Projektes "Bestimmung der Exposition durch Ultra Wideband Technologien" des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms wurden 2008 umfangreiche theoretische Betrachtungen und Messungen der durch UWB-Geräte zu erwartenden Expositionen unternommen. Der Abschlussbericht besagt, dass die ermittelten SAR-Werte um Größenordnungen, d. h. deutlich unterhalb eines Promilles, unterhalb der empfohlenen Grenzwerte liegen.

WiMAX

Im Überblick

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WiMAX ist eine Funktechnologie, die für eine funktechnische Datenübertragung über Distanzen von bis zu 50 km bei Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 70 MBit/s entwickelt wurde. Vorwiegend wird diese Technik zur Bereitstellung von breitbandigen Internet-Zugängen eingesetzt.

WiMAX ist den WLAN-Systemen (Wireless Local Area Networks) technisch sehr ähnlich. Durch die Verwendung geeigneter Modulations- und Kodierungsverfahren können im Gegensatz zu WLAN jedoch ganze Regionen versorgt werden. Bei WLAN ist dagegen die Reichweite in Abhängigkeit von den örtlichen Verhältnissen auf wenige 100 Meter begrenzt.

Wie bei Mobilfunknetzen entstehen durch Basisstationen, die jeweils eine Versorgungszelle ausbilden, WiMAX-Netze. In einer solchen Versorgungszelle können Endgeräte (z.B. Computer) mit entsprechender WIMAX – Empfangstechnik stationär oder auch mobil genutzt werden.

Weiterführende Informationen

Standortbescheinigung für ortsfeste Basisstationen

Ausführliche Informationen zu WiMAX

Personenschutz

Aufgrund Ihrer Strahlungsleistung von mehr als 10 Watt (EIRP) werden die Basisstationen der WiMAX – Netze von der Bundesnetzagentur auf die Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern überwacht.

Bluetooth

Überblick

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Bluetooth ist ein Nahbereichs-Funksystem zur kabellosen Vernetzung von informationstechnischen Geräten über kurze Distanzen. Mit dieser Technik kann eine Vielzahl mobiler Endgeräte in kurzer Zeit ohne Kabel miteinander verbunden werden, zum Beispiel Mobiltelefon und Kopfhörer (Headset), PC, Notebook, Laptop, Drucker, Scanner, Funkmaus und Funktastatur. Übertragen werden sowohl Daten- als auch Sprach-Informationen.

Weitere Anwendungen sind die Verbindung von PC-Peripherie mit dem eigentlichen PC. Ein wesentliches Ziel von Bluetooth ist der Ersatz der bestehenden Kabelverbindungen, denn oft ist aufgrund inkompatibler Steckverbindernormen ein Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Geräten nicht möglich. Ein weiterer Vorteil ist die selbstständige Verbindungsaufnahme der Geräte untereinander.

Bluetooth arbeitet im lizenzfreien ISM-Band (Industrial, Scientific, Medical) im 2,4 GHz- Frequenzbereich mit einer Sendeleistung von 1 mW bis 100 mW je nach Klasse. Die zugehörigen Reichweiten liegen zwischen 5m und 100m. Zur Vermeidung von Interferenzen wechseln die miteinander kommunizierenden Bluetooth-Geräte pro Sekunde 1600 mal die Frequenz (Frequenzsprungverfahren). Die maximale Brutto-Datenrate beträgt 1 MBit pro Sekunde, wovon 0,7 MBit/s Nutzdaten sind. Die neuesten Spezifikationen erlauben Bitraten von bis zu 24 MBit/s. Die maximale Anzahl der Kommunikationspartner liegt bei 256, davon können bis zu 8 gleichzeitig aktiv sein.

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Ausführliche Informationen zu Bluetooth

CB-Funk

Im Überblick

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Die Bezeichnung "CB-Funk" kommt ursprünglich aus den USA und bedeutet soviel wie "Jedermannfunk". Der CB-Funk ist eine private, nicht kommerzielle Funkanwendung und dient der Nachrichtenübertragung (Sprache und Daten) zwischen den Nutzern, den "CB-Funkern", wobei alle Nutzer gleichberechtigt sind.

Weiterführende Informationen

weitere Informationen zum CB-Funk

Personenschutz

Werden stationäre CB-Funkanlagen betrieben, die unter Berücksichtigung der zugeführten Sendeleistung und des horizontalen Antennengewinns zu einer äquivalenten Strahlungsleistung von 10 W (EIRP) oder mehr führen, müssen auch CB-Funker die Sicherheit von Personen in elektromagnetischen Feldern beachten. Dazu muss die BNetzA vor der erstmaligen Betriebsaufnahme eine Standortbescheinigung nach der BEMFV erteilen.

DECT

Im Überblick

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Die nach dem europäischen DECT – Standard (DECT: Digital Europen Cordless Telephony) arbeitenden digitalen schnurlosen Telefone werden vor allem in Gebäuden eingesetzt. Eine Basisstation, die oftmals auch als Ladestationen des schnurlosen Telefons dient, bildet ähnlich wie bei den GSM-Mobilfunknetzen eine Versorgungszelle aus.

Aufgrund der sehr geringen Leistung einer DECT-Basisstation sind Reichweiten von ungefähr 300 Meter im Freiraum (ohne Hindernisse zwischen DECT-Basistation und Mobilteil) und bis zu 35 Meter in Gebäuden möglich.

Eine Vielzahl von DECT-Anlagen regelt im Standby-Betrieb ihren Stromverbrauch und damit auch die Sendeleistung herunter.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu DECT

Personenschutz

Aufgrund der geringen Sendeleistungen, unterliegen DECT-Telefone nicht dem Standortbescheinigungsverfahren der Bundesnetzagentur.

ISM

Im Überblick

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Der Begriff "ISM" steht für "Industrial Scientific and Medical", also für Hochfrequenzanwendungen in Industrie, Wissenschaft und Medizin. Die zugehörigen ISMFrequenzen sind international zur Nutzung durch Hochfrequenzgeräte zugewiesen. Beispiele sind Funkenerosionsmaschinen, Mikrowellenherde oder Kurzwellenbestrahlungen in der Medizin.

Neben diesen Anwendungen können die ISM-Frequenzen auch zur Nachrichtenübertragung genutzt werden. Durch die bei der eigentlichen ISM-Nutzung unvermeidbare Störstrahlung sind die ISM-Frequenzen bei Funkanwendungen in der Nähe von Hochfrequenzgeräten störgefährdet. Funkfrequenzen sind in der modernen Kommunikationswelt aber ein wertvolles Gut, das effizient genutzt werden sollte. Es lag daher der Gedanke nahe, die ISM-Frequenzen für Funkanwendungen vorzusehen, bei denen vorübergehende Störungen ggf. hingenommen werden können und bei denen nur kurze Entfernungen zu überbrücken sind. Idee war, dass Funkgeräte auf ISM-Frequenzen ohne gesonderte Frequenzzuteilung gebührenfrei von jedermann frei nutzbar sind. Allgemeinzuteilungen in den ISM-Bändern für Kurzstreckenfunk gehörten daher zu den ersten Allgemeinzuteilungen.

In der Regel sind die ISM-Frequenzen anderen Funkdiensten auf primärer und sekundärer Basis zugewiesen. Primär- und Sekundärnutzer dürfen durch ISM-Funkanwendungen nicht gestört werden. Umgekehrt haben ISM-Anwender Störungen durch andere Funkdienste hinzunehmen.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu den ISM-Bändern

RFID

Im Überblick

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RFID (Radio Frequency Identification) ist eine drahtlose Kommunikationstechnologie, mit der ruhende oder bewegte Objekte mittels magnetischer oder elektromagnetischer Felder kontaktlos identifiziert werden können.

Die Einsatzbereiche erstrecken sich von Artikelsicherungs- und Erfassungssystemen über kontaktlose Chipkarten bis hin zur Personen- und Tier-Identifikation.

RFID-Systemen bestehen grundsätzlich aus folgenden Elementen:

•einem Transponder (auch als Tag = Etikett) bezeichnet, der Objekte mittels in ihm gespeicherter Daten eindeutig kennzeichnet,
•einem Lesegerät (oft auch als Reader bezeichnet), das die im Transponder gespeicherten Daten auszulesen vermag und
•einem Rechnersystem, das die vom Lesegerät kommenden Daten entschlüsselt und auswertet.

Transponder enthalten in der Regel eine Antenne und einen Mikrochip. Die Energieversorgung erfolgt entweder auf passivem Wege, indem der Transponder seine benötigte Energie aus dem Feld des Lesegerätes bezieht, oder auf aktive Weise über eine integrierte Batterie.

Lesegeräte bestehen aus einer Hochfrequenzeinheit (Sender und Empfänger), einem Koppelelement (Antenne) zum Transponder und einer Schnittstelle zum Auswertesystem.

Gerät ein Transponder in die Nähe eines Lesegerätes, wird er von dessen Feld aktiviert. Anschließend verändert er das Feld des Lesegerätes entsprechend den zu übertragenden Daten. Das Lesegerät registriert diese Feldveränderungen und wertet sie aus.

Die von den meisten RFID-Einrichtungen genutzten Sendefrequenzen liegen in den lizenzfreien ISM-Bändern (ISM = Industrial-Scientific-Medical). Die erlaubten magnetischen Feldstärken der Lesegeräte liegen in 10 Meter Abstand bei 66 dBμA/m (135 kHz) bzw. 60 dBμA/m (13,56 MHz). Im UHF-Bereich (868 MHz) ist eine maximale Sendeleistung von 2 W ERP (Effective Radiated Power) zulässig, im Mikrowellenbereich (2,45 GHz) von 4 W ERP (in geschlossenen Räumen). Die Reichweite von RFID-Systemen erstreckt sich von wenigen Millimetern (Niederfrequenz-Bereich, passive Transponder) bis hin zu über 10 m (Mikrowellenbereich, aktive Transponder).

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu RFID

WLAN

Im Überblick

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Bei WLAN handelt es sich um funkbasierte Netzstrukturen, die eine Vernetzung von elektronischen Geräten wie PCs, Laptops, Workstations, Servern, Druckern und anderen Netzeinrichtungen aber auch von sonstigen digitalen Geräten ermöglichen. Damit dienen WLAN dem Ersatz von Netzwerkkabeln, was zu flexibleren und ökonomischeren Lösungsansätzen für die Einrichtung und Nutzung von Netzwerken führt. Mit den derzeit verfügbaren WLAN-Standards sind Datenraten von bis zu 100 MBit/s möglich.

Überwiegend wird die Nutzung des WLAN zum drahtlosen Surfen im Internet genutzt, vor allem über sogenannte Hotspots z. B. an Flughäfen, Universitäten, an zentralen Plätzen von Innenstädten, Kongresszentren und Hotels.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist der Einsatz von WLAN an Orten, an denen keine Internetzugänge über kabelgebundene DSL-Anschlüsse bereit stehen. Mit der WLAN-Technik können drahtlose Anschlussleitungen zu Teilnehmern aufgebaut werden, mit denen sich hohe Übertragungsgeschwindigkeiten realisieren lassen.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zu WLAN
Allgemeinzuteilungen WLAN bei 2,4 GHz
Allgemeinzuteilungen WLAN bei 5 GHz

Personenschutz

Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte gab es Studien zur Bestimmung der Exposition durch WLAN-Einrichtungen. Demnach wurden die Grenzwerte zum Schutz der Allgemeinbevölkerung weit unterschritten. Die gefundenen Spitzenwerte von öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots lagen bei ein bis zwei Prozent des geltenden Grenzwerts, die zeitlich über 6 Minuten gemittelten Werte um ein bis zwei Größenordnungen unter den Spitzenwerten.

Für Endgeräte gelten die SAR-Werte entsprechend der europäischen Empfehlung.

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