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Gemeinsame Ausschreibungen zur Er­mitt­lung der fi­nan­zi­el­len För­de­rung von Win­d­ener­gie­an­la­gen an Land und So­lar­an­la­gen

Ab dem 1. April 2018 führt die Bundesnetzagentur gemeinsame Ausschreibungen zur Ermittlung der finanziellen Förderung von Solaranlagen und Windenergieanlagen an Land neben den technologospezifischen Ausschreibungen durch. Auch der in dieser Ausschreibung ermittelte anzulegende Wert dient als Berechnungsgrundlage für die Höhe des Zahlungsanspruchs (Marktprämie).

Pro Jahr werden zwei Gebotsrunden durchgeführt. (1. April und 1. November)

Die gesetzlichen Grundlagen für die Ausschreibungen sind in der Verordnung zu den gemeinsamen Ausschreibungen (GemAV) und im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Dort sind insbesondere die §§ 28 bis 35 EEG einschlägig.

Festlegung der Verteilernetzausbaugebiete und der Verteilernetzkomponenten

Die Bundesnetzagentur hat die Verteilernetzausbaugebiete und die Verteilernetzkomponenten für Windenergie an Land und für Solaranlagen im August 2019 neu festgelegt.

Festlegung der Verteilernetzausbaugebiete und der Verteilernetzkomponenten (pdf / 8 MB)
Anhang zur Festlegung (xlsx / 136 KB)

Die Verteilernetzkomponente soll den Zubau in den Landkreisen begrenzen, in denen es im Verhältnis zur Last bereits viele erneuerbare Energien Anlagen gibt. Überschreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien die Höchstlast, wird der Landkreis zum Verteilernetzausbaugebiet. Für die dort abgegebenen Gebote wurde je eine Verteilernetzkomponente für Windenergie an Land und für Solaranlagen berechnet, die dann als Malus den Gebotswert beeinflusst. Die Verteilernetzkomponente kommt nicht zum Tragen, wenn die Anlagen ans Höchstspannungsnetz angeschlossen werden soll. Einen Abschlag bei der Förderung haben die Gebote, wenn sie einen Zuschlag erhalten, hingegen nicht – der im Gebot angegebene, unveränderte Gebotswert bleibt der anzulegende Wert.

Die Verteilernetzausbaugebiete und der Verteilernetzkomponenten verteilen sich wie folgt:

Verteilernetzkomponenten Windenergie an Land Verteilernetzkomponenten Windenergie an Land


Teilnahmeberechtigte Anlagen

Bei den gemeinsamen Ausschreibungen können folgende Gebote abgegeben werden:

  • Gebote für Solaranlagen müssen eine Größe von mehr als 750 Kilowatt haben.
    Für solare Freiflächenanlagen beträgt die Höchstgebotsmenge grundsätzlich 10 Megawatt. In bestimmten Landkreisen dürfen sogar 20 MW geboten werden.

  • Gebote können für genehmigte Windenergieanlagen an Land mit einer zu installierenden Leistung von mindestens 750 Kilowatt abgegeben werden.
    Die bundesimmissionsschutzrechtlichen Genehmigungen müssen drei Wochen vor dem Gebotstermin erteilt worden sein.
    Außerdem muss die Meldung der Genehmigung an das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ebenfalls drei Wochen vor dem Gebotstermin erfolgt sein.

Kontakt

Referat 625 – Ausschreibungen
Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

Tel.: 0228 14 -5666
Montag, Mittwoch, Donnerstag
und Freitag 09:30 - 12:00 Uhr

E-Mail: ee-ausschreibungen@bnetza.de