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Aus­schrei­bung Wind an Land / Ge­bots­ter­min 1. Ju­li 2020

Hinweis: Ende Mai wurde die Regelung abgeschafft, nach der Bürgerenergiegesellschaften die Sicherheit in Erst- und Zweitsicherheit aufteilen konnten. Für jedes Gebot muss zum Gebotstermin die Sicherheit in voller Höhe gestellt werden.

Bekanntmachung der Ausschreibung

(gem. § 29 Abs. 1 EEG)

Kurzübersicht
Abgabefrist für
den Gebotstermin
Ausschreibungs-
volumen
HöchstwertVerfahrenObergrenze im Netzausbaugebiet
1. Juli 2020275.176 kW6,20 ct/kWhGebotspreisverfahren "pay as bid"59.828 kW
Es wird um die Beachtung der Hinweise zur Gebotsabgabe gebeten.

Zum Gebotstermin 1. Juli 2020 werden die Zuschlagswerte im Gebotspreisverfahren ("pay as bid") ermittelt: Entscheidend für die Ermittlung des Zuschlagswerts ist der Gebotswert des abgegebenen Gebots.

Gebotstermin

Gebotstermin ist der 1. Juli 2020.

Der Gebotstermin ist der Kalendertag, an dem die Frist für die Abgabe von Geboten für eine Ausschreibung abläuft. Die Gebote müssen innerhalb der Frist am Bonner Standort der Bundesnetzagentur eingegangen sein.

Abgabefrist ist für diesen Termin Mittwoch, der 1. Juli 2020. Gebote können an diesem Tag bis 24:00 Uhr an der Pforte der Bundesnetzagentur in Bonn, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn abgegeben werden.

Ausschreibungsvolumen

Das Ausschreibungsvolumen dieses Gebotstermins beträgt 275.176 Kilowatt.

Hintergrund:
Unter dem Ausschreibungsvolumen ist die Summe der installierten Leistung zu verstehen, für die ein Zahlungsanspruch nach dem EEG erworben werden kann.

Das Ausschreibungsvolumen dieses Gebotstermins beträgt grundsätzlich 300 MW (gem. § 28 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 EEG). Ab dem Jahr 2020 verringert sich das Ausschreibungsvolumen gemäß § 28 Abs. 1a S. 1 EEG jeweils um

  1. die Summe der installierten Leistung der Windenergieanlagen an Land, die bei einer Ausschreibung eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union in dem jeweils vorangegangenen Kalenderjahr im Bundesgebiet bezuschlagt worden sind,
  2. die Summe der installierten Leistung der Pilotwindenergieanlagen an Land (nach § 22a EEG), die in dem jeweils vorangegangenen Kalenderjahr ihren Anspruch nach § 19 Abs. 1 EEG erstmals geltend machen durften,

    und

  3. die Hälfte der Summe der installierten Leistung, die bei einer Ausschreibung aufgrund einer Rechtsverordnung nach § 88c EEG im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr bezuschlagt worden ist.

Der Betrag nach den Nummern 1 bis 3 für das vorangegangene Kalenderjahr, um den sich das Ausschreibungsvolumen verringert, wurde durch die Bundesnetzagentur ermittelt und gleichmäßig auf die nach dem 2. März 2020 folgenden Ausschreibungen von Windenergieanlagen an Land in diesem Kalenderjahr verteilt (vgl. § 28 Abs. 1a S. 3 EEG).

Die abzuziehende Menge für diesen Gebotstermin beläuft sich auf 24.824 kW.

Höchstwert

Der Höchstwert für diesen Gebotstermin beträgt 6,20 Cent pro Kilowattstunde.
(gem. der Festlegung der BNetzA 8175-02-00-19/1 vom 25.11.2019 für den Referenzstandort nach Anlage 2 Nr. 4 EEG.)
Der Höchstwert ist der Wert, der maximal geboten werden darf. Überschreitet der im Gebot angegebene Gebotswert den Höchstwert, wird das Gebot vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen.

Obergrenze im Netzausbaugebiet

Die Obergrenze im Netzausbaugebiet beträgt für diese Ausschreibungsrunde 59.828 Kilowatt.

Hintergrund: Die Obergrenze von 902 MW wird proportional zum Ausschreibungsvolumen auf alle Ausschreibungstermine eines Jahres verteilt.
Dabei sind auch die Ausschreibungen nach der GemAV und der InnAusV zu berücksichtigen. Die unterschiedlichen Ausschreibungsvolumina werden bei der Bestimmung berücksichtigt.

Für diesen Ausschreibungstermin liegt die Obergrenze für das Netzausbaugebiet bei 162.766 Kilowatt. Das Volumen kann sich noch durch die Ergebnisse von Gebotsterminen ändern, bei denen das Zuschlagsverfahren noch nicht abgeschlossen oder die Frist zur Zweitsicherheit noch nicht abgelaufen ist, und ist somit als vorläufig zu betrachten.
Wird in dieser Ausschreibungsrunde eine geringere Gebotsmenge als die zulässige Obergrenze im Netzausbaugebiet bezuschlagt, wird die verbleibende Gebotsmenge auf die im Jahr verbleibenden Gebotsrunden verteilt.

Teilnahmeberechtigte genehmigte Anlagen

Teilnahmeberechtigt sind Projekte mit Genehmigungen nach dem BImSchG, die bis zum 10. Juni 2020 erteilt und dem Register gemeldet wurden.

Formatvorgaben

Die Bundesnetzagentur gibt für die Gebotsabgabe Formatvorgaben im Sinne von § 30a Abs. 1 EEG verbindlich vor. Sie sind zwingend zu beachten. Gebote, die nicht diesen Formatvorgaben entsprechen, werden vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. Die benötigten Formulare sind aus dem Internet herunterzuladen und mit einem geeigneten PDF-Reader-Programm wie beispielsweise dem Adobe Acrobat Reader (auf der Seite von Adobe kostenlos zu beziehen) am Computer auszufüllen. Handschriftlich ausgefüllte Formulare entsprechen nicht den Formatvorgaben.

Folgende Formulare sind im Verfahren bei entsprechendem Bedarf zu verwenden:

Formular für die Gebotsabgabe (Windenergieanlagen an Land 01.07.2020) (pdf / 2 MB)

Formular Inhaber BImSchG-Genehmigung (pdf / 968 KB)
Verpflichtende Zusatzangaben für Bürgerenergiegesellschaften (pdf / 969 KB)
Angaben zum Bevollmächtigten (pdf / 2 MB)
Formular zu den Anteilseignern (pdf / 903 KB)
Formblatt "weitere Windenergieanlagen" (pdf / 909 KB)
Bürgschaftsformular (pdf / 591 KB)
Formular für die Gebotsrücknahme (pdf / 904 KB)

Die Bundesnetzagentur hat bislang keine Festlegungen nach § 85 Abs. 2 EEG getroffen, die in diesem Verfahren zu beachten wären.

Weitere Formulare, die im Verfahren nach der Erteilung des Zuschlags gegebenenfalls benutzt werden müssen:
Formular zum Tausch der Sicherheitsleistung (pdf / 903 KB)
Formular zur Zuordnung des Zuschlages zu genehmigten Windenergieanlagen (pdf / 2 MB)
Antrag auf Erstattung der Sicherheit (pdf / 1 MB)

Stand: 26.05.2020