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Ausschreibungen zur Er­mitt­lung der fi­nan­zi­el­len För­de­rung von Win­d­ener­gie­an­la­gen an Land

Seit dem 1. Mai 2017 führt die Bundesnetzagentur Ausschreibungen zur Ermittlung der finanziellen Förderung von Windenergieanlagen an Land durch. Der ermittelte anzulegende Wert dient als Berechnungsgrundlage für die Höhe des Zahlungsanspruchs (Marktprämie).
Im Jahr 2017 wurden insgesamt drei Gebotsrunden, 2018 werden vier Gebotsrunden durchgeführt.

Die gesetzlichen Grundlagen für die Ausschreibungen sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Insbesondere sind die §§ 28 bis 36i EEG einschlägig.

Festlegung des Höchstwerts für die Ausschreibungen des Jahres 2018

Die Bundesnetzagentur hat den Höchstwert für die Gebotstermine 1. Februar 2018, 1. Mai 2018, 1. August 2018 und 1. Oktober 2018 auf 6,3 Cent pro Kilowattstunde festgelegt. (gemäß § 85a Absatz 1 EEG)
Festlegung 8175-02-00-17/1 (pdf / 4 MB)

Von den Ausschreibungen betroffene Anlagen

Grundsätzlich wird die Höhe der Zahlungen für alle ab dem 1. Januar 2017 neu in Betrieb genommenen Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 750 Kilowatt durch Ausschreibungen ermittelt.

Davon sind nur ausgenommen:

  • Anlagen, die vor dem 1. Januar 2017 eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erhalten haben, diese vor dem 1. Februar 2017 an das Register der Bundesnetzagentur gemeldet haben und bis zum 31. Dezember 2018 in Betrieb genommen werden, und
  • Pilotwindenergieanlagen

Anlagen mit einer vor dem 1. Januar 2017 erteilten Genehmigung

Anlagen, die vor dem 1. Januar 2017 nach dem BImSchG genehmigt worden sind, können eine gesetzlich bestimmte Zahlung erhalten, wenn sie bis zum 31. Dezember 2018 in Betrieb genommen werden.
Diese Anlagen können sich nur dann an den Ausschreibungen der Jahre 2017 und 2018 beteiligen, wenn der Genehmigungsinhaber der Bundesnetzagentur gegenüber bis zum 28. Februar 2017 erklärt hat, unwiderruflich auf den gesetzlich bestimmten Anspruch auf Zahlung nach § 22 Abs. 2 S. 2 Nr. 2c EEG zu verzichten.

Bei der Bundesnetzagentur gingen fristgerecht Verzichtserklärungen für 52 Genehmigungen mit insgesamt etwa 475 MW ein.

Pilotwindenergieanlagen

Pilotwindenergieanlagen an Land haben auch ohne eine Teilnahme an einem Ausschreibungsverfahren einen Zahlungsanspruch nach dem EEG.

Insgesamt werden solche Anlagen mit einer installierten Leistung von 125 Megawatt pro Jahr gefördert. Sollte die neu installierte Leistung von Pilotwindenergieanlagen an Land in einem Jahr diesen Wert überschreiten, kann der Anspruch erst im Folgejahr geltend gemacht werden.
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die im Anlagenregister registrierte installierte Leistung der Pilotwindenergieanlagen.

Der Nachweis, ob es sich bei der Anlage um eine Pilotwindenergieanlage handelt, ist in § 22a Abs. 2 und 3 i. V. m. § 3 Nr. 37 EEG geregelt.
Zuständig für die Bestimmung, ob es sich bei einer Anlage um eine Pilotwindenergieanlage an Land handelt, ist der Anschlussnetzbetreiber.

Für Pilotwindenergieanlagen im Sinne des § 3 Nr. 37b EEG, mit denen innovative Technik erprobt wird, ist eine Bescheinigung durch das BMWi erforderlich. Informationen stellt das Ministerium hier bereit.

Stand: 29.11.2017

Kontakt

Referat 605 – Ausschreibungen
Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

Tel.: 0228 14 -5666
Montag, Mittwoch, Donnerstag
und Freitag 09:30 - 12:00 Uhr

E-Mail: ee-ausschreibungen@bnetza.de