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Häu­fig ge­stell­te Fra­gen zum Markt­stamm­da­ten­re­gis­ter

Thematisch sortiert finden Sie hier ausführliche Informationen, Begriffsbestimmungen und Antworten auf die wichtigsten Fragen zum MaStR, den Registrierungspflichten und -abläufen.

Allgemeine Informationen

Warum überhaupt ein neues Register?

Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) wird ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes aufgebaut, das von den Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) genutzt werden kann.

Für viele energiewirtschaftliche Prozesse stellt das einheitliche und vollständige Register eine Vereinfachung und eine deutliche Steigerung der Datenqualität dar.

Behördliche Meldepflichten können durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft werden.

Das MaStR dient auch der Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen bei den zahlreichen Meldepflichten.

Reichen die vorhandenen Register nicht aus?

Nein.

Die bisher bestehenden Register sind unvollständig und haben eine schlechte Datenqualität. Das MaStR wird das erste umfassende Register sein, das den gesamten Energiemarkt abbildet.

Auf welcher Rechtsgrundlage beruht das MaStR?

Am 1. Juli 2017 ist die „Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten - Marktstammdatenregisterverordnung MaStRV“ in Kraft getreten.

In dieser Verordnung ist geregelt, wer sich registrieren muss und welche Anlagen gemeldet werden müssen.

Hinweis: Aktuell wird eine Novellierung der MaStRV durchgeführt. Die Bundesnetzagentur bemüht sich darin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie um Anpassungen der Fristenregelungen, die durch den verzögerten Start des Webportals notwendig geworden sind. Bis zum Inkrafttreten der novellierten Verordnung gilt die Fassung vom 1. Juli 2017.

Gesetzliche Grundlage: §§ 111e und 111f EnWG.

Was ist das MaStR-Webportal?

Das MaStR wird über ein nutzerfreundliches Webportal erreichbar sein, das am 31. Januar 2019 in Betrieb gehen wird.

Über das Webportal erfolgen in Zukunft alle Registrierungen. Das heißt, Sie geben Ihre Daten und die Ihrer Anlagen in die Masken des Webportals ein und können diese dort auch korrigieren oder ergänzen.

Nach dem Start des Webportals werden die registrierten Daten öffentlich einsehbar sein. Personenbezogene Daten und als vertraulich eingestufte Daten werden nicht veröffentlicht.

Das MaStR-Webportal wird über www.marktstammdatenregister.de erreichbar sein.

Muss ich die Registrierung höchstpersönlich vornehmen?

Die Registrierung über das Internet müssen Sie nicht selber vornehmen. Dies kann auch von einer anderen Person übernommen werden (z.B. Ihren Kinder oder dem Installateur, der Ihre Anlage installiert hat).
Sie müssen diese andere Person jedoch bevollmächtigen und sich versichern, dass alle für die Registrierung notwendigen Daten vorliegen. Eine Registrierung erfolgt also nicht ohne direkte Absprache mit Ihnen als Anlagenbetreiber.

Lassen Sie sich von der Person, die die Registrierung durchgeführt hat, die Registrierungsbestätigung aushändigen.

Was sind sogenannte „Stammdaten“?

Im MaStR werden ausschließlich „Stammdaten“ erfasst.

Das sind

  • Standortdaten,
  • Kontaktinformationen,
  • Unternehmensform,
  • technische Anlagendaten und
  • technische Zuordnungen - z.B. wie der Netzanschlusspunkt.

Stammdaten ändern sich in aller Regel nicht oder nur selten.

Nicht zu den Stammdaten zählen die sogenannten „Bewegungsdaten“, die energiewirtschaftliche Aktivitäten betreffen, regelmäßig ermittelt werden und sich häufig ändern.
Bewegungsdaten sind u.a. Zählerstände, Last- und Einspeisezeitreihen, Energiemengen, Speicherfüllstände und Vertragsbeziehungen. Diese Bewegungsdaten werden nicht im MaStR erfasst.

Weiterführende Informationen unter Wer sich im MaStR registrieren muss und Welche Anlagen im MaStR registriert werden müssen.

Was passiert mit dem Anlagenregister und dem PV-Meldeportal?

Durch das MaStR werden das Anlagenregister und das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur zusammengefasst.

Nach dem Start des MaStR-Webportals werden diese Register eingestellt und ihre Funktionen komplett vom MaStR übernommen.

Ursprünglich war geplant, die Daten von bereits registrierten Anlagen in das MaStR zu überführen, so dass sie vom Betreiber aufgerufen werden können und dann eine Überprüfung und Bestätigung von ihm erfolgen kann. Dies ist ohne Verletzung des Datenschutzgesetzes jedoch nicht möglich.

Nach dem Start des MaStR-Webportals müssen sich daher alle Betreiber von bestehenden (und neuen) Anlagen erneut registrieren. Dies gilt auch für bereits bei der Bundesnetzagentur registrierte Anlagenbetreiber und ihre Anlagen. Im zukünftigen Webportal müssen auch ergänzende Daten zu Ihrer Anlage eingetragen werden.

Ich habe mich und meine Erzeugungsanlage bereits bei der Bundesnetzagentur registriert. Muss ich trotzdem noch einmal eine Registrierung im MaStR vornehmen?

Ja.

Nach dem Start des MaStR-Webportals müssen sich alle Betreiber von bestehenden (und neuen) Anlagen erneut registrieren. Dies gilt auch für bereits bei der Bundesnetzagentur registrierte Anlagenbetreiber und ihre Anlagen. Im zukünftigen Webportal werden Sie auch ergänzende Daten zu Ihrer Anlage eintragen müssen.

Betreiber von Anlagen mit Inbetriebnahme und ggf. Registrierung vor 01.07.2017 müssen sich nach dem Start des Webportals im MaStR neu als Anlagenbetreiber registrieren. Sie müssen auch ihre bereits bei der Bundesnetzagentur registrierten Anlagen neu eintragen.

Betreiber von Anlagen, deren Inbetriebnahme ab dem 01.07.2017 registriert wurden, müssen sich nach Start des Webportals im MaStR neu als Anlagenbetreiber registrieren. Sie können dann auch Ihre Anlage neu eintragen und erhalten so sofort eine endgültige Registrierungsnummer (MaStR-Nummer) für ihre Anlage.

Weitere Informationen: Was passiert mit dem Anlagenregister und dem PV-Meldeportal?

Kostet die Registrierung im MaStR etwas?

Nein.

Die Registrierung ist gebührenfrei.

Werden alle Daten des MaStR öffentlich einsehbar sein?

Nein.

Personenbezogene Daten und als nach der Marktstammdatenregisterverordnung vertraulich eingestufte Daten (z.B. genaue Standortdaten von Anlagen kleiner 30 kW) werden nicht veröffentlicht.

Welche Akteure müssen sich registrieren?

Wer ist meldepflichtig?

Im MaStR müssen sich folgende Akteure des Strom- und Gasmarktes registrieren.
MarktrolleAnmerkungen/Definitionen
AnlagenbetreiberBetreiber von Einheiten und von EEG- bzw. KWK-Anlagen
Im Strombereich sind das Betreiber z.B. von PV-Anlagen, BHKW und privaten Stromspeichern. Aber ebenso Betreiber von Braunkohlekraftwerken und großen Verbrauchseinheiten. Darüber hinaus auch Personen, die Projekte/geplante Einheiten registrieren müssen oder wollen.
NetzbetreiberBetreiber von Netzen der allgemeinen Versorgung und Betreiber von geschlossenen Verteilernetzen
Messstellenbetreiber
Bilanzkreisverantwortlicheeinschließlich Direktvermarktungsunternehmen
Stromlieferantensiehe dazu Registrierung von Stromlieferanten
TransportkundenAls Transportkunden werden „Gaslieferanten“ bezeichnet, für die analog die Regeln für Stromlieferanten gelten.
REMIT-AkteurePersonen, die nach Art. 9 REMIT bei der Bundesnetzagentur registriert werden.
Börsen und OTC-PlattformenBetreiber von organisierten Marktplätzen nach der REMIT und REMIT-Durchführungsverordnung
Behördenmit energiewirtschaftlichem Bezug

Muss ich mich jetzt schon im MaStR registrieren?

Da das Webportal noch nicht betriebsbereit ist, sind Meldungen derzeit nur eingeschränkt möglich.

Diese Marktakteure müssen sich und ihre Anlage/ihr Netz umgehend registrieren
Anlagenbetreibereiner neuen EEG- oder KWK-Anlage
oder
einer EEG- oder KWK-Anlage, deren Leistung sich ändert
Netzbetreiber

Die Registrierung von Einheiten, anderen Marktakteuren (z.B. Stromlieferanten) und Behörden ist erst nach Fertigstellung des Webportals möglich. Sämtliche Meldungen nach der MaStRV müssen nach Fertigstellung des Webportals nachgeholt werden.

Wichtig: Registrierungen können aus anderen Gründen bereits jetzt erforderlich sein, so zum Beispiel als Teilnahmevoraussetzung für Ausschreibungen nach dem EEG und KWKG.

Es werden selbstverständlich keine Bußgeldverfahren für Verzögerungen eingeleitet, die sich aus der verspäteten Verfügbarkeit des Webportals ergeben.

Welche Anlagen müssen registriert werden?

Im MaStR werden „Einheiten“ erfasst. Was ist darunter zu verstehen?

Als „Einheiten“ werden ortsfeste technische Einrichtungen bezeichnet, die Strom bzw. Gas erzeugen, speichern oder verbrauchen.

In den meisten Fällen ist bei der Stromerzeugung unter einer Einheit ein „Generator“ zu verstehen.

Viele Stromerzeugungsanlagen bestehen aus genau einer Einheit, z.B. einem einzelnen Windrad. Es gibt aber auch große Stromerzeugungsanlagen, die aus mehreren Einheiten zusammengesetzt sind (z.B. Wasserkraftwerke mit mehreren Turbinen oder Biomasseanlagen mit mehreren Generatoren).

Zur Registrierung von PV-Anlagen finden Sie hier weitere Informationen.

Muss jede Erzeugungsanlage gemeldet werden?

Ja.

Registriert werden muss

  • jede Stromerzeugungsanlage, die unmittelbar oder mittelbar an ein Stromnetz angeschlossen ist oder werden soll,
    und
  • jede Gaserzeugungsanlage, die unmittelbar oder mittelbar an ein Gasnetz angeschlossen ist oder werden soll.

Eine Mindestgröße ist nicht vorgesehen, d.h. dass beispielsweise auch kleine Balkon-Solaranlagen registriert werden müssen.

Nicht registriert werden müssen lediglich Einheiten, die über gar keinen Netzzugang verfügen. Das sind seltene Einzelfälle, wie etwa Erzeugungseinheiten an sehr abgelegenen Orten (Berghütte).
In aller Regel wird zumindest ein mittelbarer Anschluss an das Netz bestehen, so dass eine Einheit im Zweifelsfall meldepflichtig ist.

Müssen auch geplante Anlagen gemeldet werden?

Ja, aber zurzeit nur eingeschränkt.

Bereits jetzt gemeldet werden müssen:

Siehe dazu: Registrierung von EEG-Anlagen

Viele Angaben bei geplanten Anlagen sind noch freiwillig. Erst bei der Registrierung der Inbetriebnahme der Anlage müssen alle wesentlichen Daten eingetragen werden.

Nach dem Start des MaStR-Webportals am 31. Januar 2019 werden auch andere Projekte im MaStR erfasst, wenn zur Errichtung oder zum Betrieb der Stromerzeugungseinheit eine Zulassung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, dem Windenergie-auf-See-Gesetz oder sonstigem Bundesrecht notwendig ist.

Müssen auch Einheiten gemeldet werden, die vor langer Zeit in Betrieb genommen wurden?

Ja.

Für die Registrierungspflicht im MaStR gibt es keine Altersgrenze für Anlagen.

Alle Anlagen, die noch genutzt werden, müssen unabhängig von ihrem Inbetriebnahme-Datum im MaStR registriert werden.

Müssen auch Notstromaggregate gemeldet werden?

Ja.

Notstromaggregate werden als die Stromerzeugungseinheit erfasst, die sie technisch sind: entweder als Batteriespeicher oder als Verbrennungs-Einheit.

Im MaStR müssen nur Notstromaggregate registriert werden, die ortsfest sind und im "Netzparallelbetrieb" gefahren werden können, wofür eine spezielle technische Ausstattung der Stromerzeugungseinheit erforderlich ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Stromerzeugungseinheit so ausgelegt ist, dass sie bei einem Stromnetzausfall die Stromversorgung der Kundenanlage ganz oder teilweise übernehmen kann.

Müssen auch Verbrauchseinheiten gemeldet werden?

Ja, aber nur eingeschränkt.

Verbrauchseinheiten müssen nur dann gemeldet werden, wenn sie

  • an das Hoch- bzw. Höchstspannungsnetz (Stromverbrauchseinheit)

    oder

  • an das Fernleitungsnetz (Gasverbrauchseinheit) angeschlossen sind.

Ansonsten muss und kann keine Meldung im MaStR erfolgen.

Verbrauchseinheiten, die über Strom-oder Gasleitungen miteinander verbunden sind und über gemeinsame Netzanschlusspunkte versorgt werden, können summarisch als eine „Verbrauchseinheit“ registriert werden.

Hinweis: Wohnhäuser sind im Strombereich an das Niederspannungsnetz (400 V / 230 V) und im Gasbereich an das Niederdrucknetz (1 bar) angeschlossen. Die Registrierungspflicht im MaStR betrifft also überwiegend industrielle Letztverbraucher.

Was gilt bis zum Start des Webportals?

Wann wird das MaStR-Webportal in Betrieb genommen?

Die Nutzung des MaStR-Webportals ist für alle Marktakteure ab dem 31. Januar 2019 möglich.

Wie kann ich bis zum Start des Webportals die Meldepflicht erfüllen?

Die Meldepflichten nach der MaStRV sind bis zum Start des MaStR-Webportals folgendermaßen zu erfüllen:
1EEG-Anlagen und deren meldepflichtigen Genehmigungenwie bisher über das Anlagenregister und PV-Meldeportal
2KWK-Anlagen mit Inbetriebnahme oder Leistungsänderung ab dem 1. Juli 2017 oder bei Teilnahme an einer KWK-AusschreibungLink zur "Registrierung KWK"
3Eintragung der Zuordnung zur Veräußerungsform des Mieterstromzuschlags nach § 23b Abs. 2 EEGMeldeformular "Mieterstrom"
4Batteriespeicher mit einer Inbetriebnahme ab dem 1. August 2014Meldeformular "Batteriespeicher"
  • Für die Meldung nach 1. bis 4. gilt eine neue Monatsfrist ab Inbetriebnahme oder ab Erteilung der Genehmigung (bisher: drei Wochen).
  • Die Eintragung von Bestandsanlagen, die nicht unter 1. bis 4. fallen, kann noch nicht vorgenommen werden. Dies ist erst nach Start des MaStR-Webportals möglich.
  • Daten, die nach der MaStRV bereits jetzt eingetragen werden müssen, aber nicht eingetragen werden können, müssen mit der Registrierung im MaStR-Webportal gemeldet werden.
  • Sonstige Registrierungen von Marktakteuren und Behörden sind erst nach dem Start des MaStR-Webportals möglich.

Kann ich mit der Registrierung warten, bis das Webportal fertiggestellt ist?

Sie können mit der Registrierung warten, bis das MaStR-Webportal fertiggestellt ist, wenn Sie

  • eine Stromerzeugungsanlage betreiben, die vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen wurde und für die es keine Meldepflicht nach dem EEG oder der Anlagenregisterverordnung (wurde zum 1. Juli 2017 durch die MaStRV abgelöst) gab. Dies gilt z.B. für PV-Anlagen mit Inbetriebnahme vor 2009 und für Batteriespeicher mit Inbetriebnahme vor dem 1. August 2014.

    oder

  • eine Stromverbrauchsanlage oder eine Gaserzeugungs- oder -verbrauchsanlage betreiben oder künftig in Betrieb nehmen.

Sie müssen sich und Ihre Anlage auch ohne MaStR-Webportal vorläufig registrieren, wenn

  • Sie eine EEG- oder KWK-Anlage nach dem 30. Juni 2017 in Betrieb genommen haben – damit betreiben Sie im Sinne der MaStR-Verordnung eine neue EEG- oder KWK-Anlage (ohne diese Registrierung dürfen Ihnen keine Zahlungen nach dem EEG oder KWKG ausgezahlt werden)

    oder

  • sich bei Ihrer bestehenden EEG- oder KWK-Anlage die installierte Leistung ändert

    oder

  • Sie Ihre bestehende EEG-Anlage trotz einer Meldepflicht im EEG oder in der Anlagenregisterverordnung nicht gemeldet haben. Dies kann Solaranlagen ab einer Inbetriebnahme 2009 und sonstige EEG-Anlagen mit einer Inbetriebnahme nach dem 31. Juli 2014 betreffen.

Habe ich meine Pflichten mit der vorläufigen Registrierung erfüllt?

Nein.

Betreiber und deren Anlagen, die vor dem Start des MaStR-Webportals vorläufig registriert sind, müssen sich und ihre Anlagen nach dem Start des Webportals erneut registrieren.

Sie müssen also Ihre Daten kurz nacheinander zweimal registrieren. Dies liegt an der Verzögerung der Fertigstellung des MaStR-Webportals. Die Bundesnetzagentur bedauert diese Unannehmlichkeit.

Droht mir ein Bußgeld, wenn ich meiner Registrierungspflicht wegen des fehlenden Webportals nicht nachkomme?

Nein.

Es werden selbstverständlich keine Bußgeldverfahren für Verzögerungen eingeleitet, die sich aus der verspäteten Verfügbarkeit des MaStR-Webportals ergeben.

Weitere Informationsangebote

Internetseite der Bundesnetzagentur

Auf der Internetseite der Bundesnetzagentur finden Sie alle aktuellen Informationen zum Marktstammdatenregister.

Mit dem Start des MaStR-Webportals werden weitere Hilfetexte und Erläuterungen veröffentlicht.

Gibt es eine Hotline zum Marktstammdatenregister?

Ja.

Unter der Rufnummer 0228 14 - 3333 erhalten Sie weitere Auskünfte zum Marktstammdatenregister.

Die Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 17:00 Uhr erreichbar.

Oder Sie senden uns eine E-Mail an service@marktstammdatenregister.de.

Wo kann ich die Meldepflichten ganz genau nachlesen?

Die Details zum MaStR und zu den Meldepflichten können Sie der Marktstammdatenregisterverordnung entnehmen.

Unter folgendem Link kann diese Verordnung eingesehen werden: http://www.gesetze-im-internet.de/mastrv/.

Hinweis: Aktuell wird eine Novellierung der MaStRV durchgeführt. Die Bundesnetzagentur bemüht sich darin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie um Anpassungen der Fristenregelungen, die durch den verzögerten Start des Webportals notwendig geworden sind. Bis zum Inkrafttreten der novellierten Verordnung gilt die Fassung vom 1. Juli 2017.

Werden Betreiber von Anlagen über die Meldepflicht informiert?

Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen

Die Anschlussnetzbetreiber informieren Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen schriftlich über das Marktstammdatenregister.

Eine weitere individuelle Aufforderungs-Mail an alle Anlagenbetreiber kann nicht versendet werden.

Betreiber anderer Arten von Anlagen

Die Betreiber anderer Arten von Anlagen werden nicht aktiv über die Meldepflicht informiert.

Registrierung von Solaranlagen

Ich nehme demnächst eine neue PV-Anlage in Betrieb. Was muss ich wann tun?

Neue PV-Anlagen müssen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme bei der Bundesnetzagentur registriert werden, weil sich sonst der Förderanspruch verringert.

Leider ist das Webportal des MaStR nicht rechtzeitig fertiggestellt worden.

Eine Registrierung neuer Anlagen ist dennoch möglich. Siehe dazu: Registrierung von Photovoltaik-Anlagen.

Meine PV-Anlage ist schon im PV-Meldeportal registriert. Muss ich mich auch noch im MaStR registrieren?

Ja.

Nach dem Start des MaStR-Webportals müssen sich alle Betreiber von bestehenden (und neuen) Anlagen noch einmal registrieren. Das gilt auch für bereits bei der Bundesnetzagentur registrierte Anlagenbetreiber und ihre Anlagen. Im zukünftigen Webportal werden Sie auch zusätzliche Daten zu Ihrer Anlage eintragen müssen.

AnlagenWas tun nach Start des Webportals?
mit Inbetriebnahme und ggf. Registrierung vor 01.07.2017Betreiber dieser Anlagen müssen sich als Anlagenbetreiber neu registrieren. Sie müssen auch ihre bereits bei der Bundesnetzagentur registrierten Anlagen neu eintragen.
deren Inbetriebnahme ab dem 01.07.2017 registriert wurdeBetreiber dieser Anlagen müssen sich als Anlagenbetreiber neu registrieren. Sie können dann auch Ihre Anlage neu eintragen und erhalten so sofort eine endgültige Registrierungsnummer (MaStR-Nummer) für ihre Anlage.

Weitere Informationen auch unter Was passiert mit dem Anlagenregister und dem PV-Meldeportal?

Meine PV-Anlage ist nach dem 30. Juni 2017 in Betrieb gegangen. Muss ich etwas tun bis das Webportal zur Verfügung steht?

Wenn Sie Ihre PV-Anlage bereits im PV-Meldeportal registriert haben, besteht vor Inbetriebnahme des Webportals für Sie kein weiterer Handlungsbedarf.

Nach Start des Webportals müssen Sie sich neu als Anlagenbetreiber registrieren. Sie können dann auch Ihre Anlage neu eintragen und erhalten so sofort eine endgültige Registrierungsnummer (MaStR-Nummer) für ihre Anlage.

Ich betreibe eine Balkon-PV-Anlage. Muss diese auch im MaStR eingetragen werden?

Ja.

Auch kleine und kleinste Stromerzeugungsanlagen, die unmittelbar oder mittelbar an ein Netz angeschlossen sind, müssen im MaStR registriert werden.

Diese Meldepflicht besteht schon seit 2009. Wenn für die Balkonanlage keine Förderung beansprucht wird, kann mit der Registrierung bis zum Start des MaStR-Webportals gewartet werden.

Ich habe gelesen, dass das einzelne Modul als "Anlage" zu verstehen ist. Muss ich jedes einzelne Modul registrieren?

Nein.

Es ist zwar zutreffend, dass gesetzlich das einzelne Modul als „eine einzelne Anlage“ aufgefasst wird, im MaStR erfolgt aber eine gemeinsame Erfassung:

Alle Module, die von demselben Betreiber innerhalb eines Kalendermonats am selben Standort in Betrieb genommen werden, werden in einem Schritt registriert. Auf die Modultypen kommt es dabei nicht an.

Eine Erfassung einzelner Module ist im MaStR nicht vorgesehen.

Ich habe zusätzlich zu meiner PV-Anlage auch einen Stromspeicher. Kann ich beide zusammen registrieren?

Im MaStR müssen beide Anlagen separat registriert werden, die PV-Anlage und der Stromspeicher.

Auch bis zum Start des MaStR-Portals müssen beide Anlagen einzeln gemeldet werden:

Welche Daten muss ich in das Register eintragen?

Im MaStR-Webportal müssen zum Anlagenbetreiber (personenbezogene Daten), vor allem aber zu den Anlagen zahlreiche Daten eingetragen werden, z.B.

  • Dachneigung
  • Modulausrichtung
  • Wechselrichterleistung

Die Details sind in der Anlage zur MaStRV aufgelistet.

Wichtig: Personenbezogene Daten werden nicht veröffentlicht.

Bis zum Start des Webportals sind nur wenige Daten erforderlich (z.B. Standort, installierte Leistung, Datum der Inbetriebnahme).
Nach dem Start des Webportals am 4. Dezember 2018 müssen mit der Neuregistrierung noch zusätzliche Daten eingetragen werden.

Kann ich auch geplante PV-Anlagen ins MaStR eintragen?

Ja.

Nach dem Start des MaStR-Webportals zum 31. Januar 2019 können auch geplante PV-Anlagen ins MaStR eingetragen werden. Viele Angaben sind bei geplanten Anlagen zunächst noch freiwillig. Erst bei der Registrierung der Inbetriebnahme der PV-Anlage müssen alle wesentlichen Daten eingetragen werden.

Genehmigungen von geplanten Freiflächenanlagen müssen bereits jetzt gemeldet werden. Siehe dazu: Registrierung von EEG-Anlagen.

Registrierung von Stromspeichern

Sind Speicher zu melden?

Ja.

Speicher müssen in das Register eingetragen werden.

Bis zum Start des MaStR-Webportals sind nur Stromspeicher zu registrieren,

  • die mittelbar oder unmittelbar an das Netz angeschlossen sind,
  • in die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wird und
  • die ab dem 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden.

Nach dem Start des MaStR-Webportals sind alle Strom- und Gasspeicher zu melden, die mittelbar oder unmittelbar an das Netz angeschlossen sind.

Auf welcher gesetzlichen Grundlage beruht die Meldepflicht für Stromspeicher?

Stromspeicher werden gem. § 5 Abs. 1 MaStRV als Erzeugungsanlagen erfasst.

Stromspeicher, in die ausschließlich Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen eingespeist wird, waren bereits nach der Anlagenregisterverordnung von 2014 zur Meldung verpflichtet, wenn sie ab dem 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden. In der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) wurde diese Pflicht auf sämtliche Speicher ausgedehnt.

Bis zum Start des MaStR-Webportals sind nur Speicher zu registrieren, in die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wird.

Muss ein Stromspeicher auch gemeldet werden, wenn die dazugehörige PV-Anlage schon bei der Bundesnetzagentur registriert ist?

Ja.

Die Meldung des Stromspeichers muss unabhängig von der Registrierung der PV-Anlage erfolgen.

Mit welchem Formular kann ich derzeit einen Stromspeicher melden?

Auf der Internetseite der Bundesnetzagentur wird bis zum Start des MaStR-Portals ein separates Meldeformular für Batteriespeicher bereitgestellt.

Für die Registrierung eines anderen EE-Stromspeichers wenden Sie sich bitte an das Serviceteam des Marktstammdatenregisters: service@marktstammdatenregister.de.

Welche Daten sind für den Stromspeicher zu melden?

Die zu meldenden Felder und deren Beschreibungen entnehmen Sie bitte dem Meldeformular und dem dazugehörigen Erläuterungsdokument.

Müssen ältere Stromspeicher auch jetzt schon gemeldet werden?

Nein.

Eine Meldemöglichkeit besteht derzeit nur für Anlagen, die ab 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden und in die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wird.

Stromspeicher, die vor dem 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden, können derzeit nicht registriert werden. Die Meldung von älteren Stromspeichern ist erst nach dem Start des Webportals nötig und möglich.

Mein Stromspeicher wird meistens - aber nicht ausschließlich - aus erneuerbaren Energiequellen gespeist. Betrifft mich die Meldepflicht überhaupt?

Auch für diese Stromspeicher besteht grundsätzlich eine Meldepflicht. Sie muss allerdings erst nach dem Start des MaStR-Webportals erfüllt werden.

Derzeit erfolgt nur die Registrierung von Stromspeichern, in die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen (EE-Strom) eingespeist wird.

Eine geringfügige Beladung des Speichers mit Nicht-EE-Strom zum Schutz vor Tiefenentladung führt nicht zum Verlust der Eigenschaft als EE-Anlage.

Ich habe für meinen Stromspeicher eine KfW-Förderung in Anspruch genommen und habe ihn beim Speichermonitoring gemeldet. Muss ich ihn zusätzlich im Marktstammdatenregister registrieren?

Ja.

Eine Registrierung im MaStR ist für diese Stromspeicher trotzdem notwendig, denn es handelt sich um eine Meldepflicht nach der MaStR-Verordnung. Eine Registrierung in einem anderen Register kann diese Meldepflicht nicht ersetzen.

Hinweis: Zukünftig soll die Registrierung im MaStR helfen, solche Doppelmeldungen zu verhindern: Beim Speichermonitoring wird künftig voraussichtlich nur noch die MaStR-Nummer zu nennen sein.

Müssen auch Elektrofahrzeuge registriert werden?

Nein.

Elektrofahrzeuge mit ihren Batteriespeichern sind nicht ortsfest. Nur ortsfeste Einheiten müssen nach der Marktstammdatenregisterverordnung registriert werden.

Registrierung von Stromlieferanten

Wer ist ein Stromlieferant?

Nach dem Gesetz ist jede natürliche oder juristische Person, die Strom an einen Dritten liefert, ein Stromlieferant.

Der zwischenzeitliche und geringfügige Umfang von Stromverbrauch von weiteren Personen, wie z.B. Gästen, Putzhilfen und Handwerkern im Haushalt, in den Geschäftsräumen oder in einem sonstigen Betrieb, führt nicht zu einer Lieferanteneigenschaft des Letztverbrauchers. Man wird dadurch nicht zum Stromlieferanten.

Welche Stromlieferanten sind meldepflichtig?

Mit Start des Webportals sind diejenigen Stromlieferanten zur Registrierung im MaStR verpflichtet, die Dritte aus einem Bilanzkreis beliefern. Also ausschließlich Stromlieferanten, die Strom unter Nutzung des Netzes der allgemeinen Versorgung oder eines geschlossenen Verteilernetzes liefern.

Hinweis: Aktuell wird eine Novellierung der MaStRV durchgeführt. Die Bundesnetzagentur bemüht sich um eine Anpassungen der Registrierungspflicht für Stromlieferanten mit dem Ziel der oben genannten Einschränkung der registrierungspflichtigen Stromlieferanten.

Datenveröffentlichung

Wo finde ich die Daten, die bereits jetzt registriert sind?

Die gegenwärtig erfassten Daten werden monatlich aktualisiert und auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht:

Daten zu Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Daten) finden Sie hier.
Daten zu Kraftwärmekopplungsanlagen (KWK-Daten) finden Sie hier.

Wie gelange ich nach dem Start des Webportals an die Daten des MaStR?

Nach dem Start des MaStR-Webportals werden die Daten auf der Seite des Webportals (www.marktstammdatenregister.de) veröffentlicht.

Gibt es eine Möglichkeit, automatisiert an die Daten aus dem MaStR zu kommen?

Ja.

Diese Möglichkeit wird es nach dem Start des MaStR-Webportals geben.

Informationen dazu finden Sie hier.

Sind alle Daten im MaStR öffentlich zugänglich?

Nein.

Personenbezogene Daten und als vertraulich eingestufte Daten werden nicht veröffentlicht.

Kontakt

Marktstammdatenregister
Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

Hotline: 0228 14-3333
(Mo-Fr 9.00 – 17.00 Uhr)

E-Mail: service@marktstammdatenregister.de