FAQ / Be­grif­fe

Meldeprozess

Muss ich meinen privaten Ladepunkt bei der Bundesnetzagentur melden?

Nein, private Ladepunkte müssen der Bundesnetzagentur nicht angezeigt werden.

Nur öffentlich zugängliche Normal- und Schnellladepunkte müssen laut der Ladesäulenverordnung angezeigt werden (§ 5 Abs. 1 und Abs. 4 LSV).

Müssen generell Ladepunkte mit maximal 3,7 Kilowatt Ladeleistung gemeldet werden?

Nein, Normalladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 3,7 Kilowatt müssen der Bundesnetzagentur nicht angezeigt werden (§ 7 LSV).

Eine freiwillige Anzeige ist natürlich möglich.

Anzeige öffentlich zugänglicher Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur

Erstmeldung

Ihre erste Anzeige als Betreiber*in öffentlich zugänglicher Ladepunkte erfolgt über das Online-Formular der Bundesnetzagentur. Für jede zu meldende Ladeeinrichtung ist dabei das Online-Formular separat auszufüllen.

Sind Sie noch nicht als Betreiber*in registriert, wird Ihnen nach dem Absenden des Online-Formulars eine Betreibernummer zugewiesen und innerhalb weniger Tage zusammen mit der Anzeigebestätigung per E-Mail zugesandt.

Weitere Meldungen

Weitere Meldungen von Ladeeinrichtungen können über das Online-Formular unter Angabe der Betreibernummer erfolgen. Alternativ können Sie weitere Ladeeinrichtungen auch über einen von der Bundesnetzagentur bereitgestellten Excel-Datenbankauszug per E-Mail übermitteln, den Sie im Rahmen Ihrer ersten Anzeigebestätigung erhalten.

Zeitpunkt der Anzeige

Neue Ladepunkte müssen mindestens vier Wochen vor dem geplanten Beginn des Aufbaus angezeigt werden.

Ein Betreiberwechsel, öffentliches Zugänglichwerden und die Außerbetriebnahme von Ladepunkten muss unverzüglich gemeldet werden.

Anzeige von Ladepunkten durch Dienstleister

Dienstleistungsunternehmen können im Auftrag des Betreibers/der Betreiberin die Errichtung und die Außerbetriebnahme von Ladepunkten anzeigen und im Rahmen des Anzeigeprozesses als Ansprechpartner*in für die Bundesnetzagentur agieren. Die Angaben zum Betreiber/zur Betreiberin sollen aber weiterhin dem tatsächlichen Betreibenden gem. § 2 Nr. 12 LSV entsprechen.

Trägt der Dienstleister seine Daten im Online-Formular unter „Kontaktdaten“ ein, erhält nur er die von der Bundesnetzagentur per E-Mail versandten Betreiberdaten. Der Dienstleister kann den Betreiber/die Betreiberin jedoch im Nachgang als zusätzliche E-Mail-Empfänger*in angeben.

Betreiberwechsel

Für die Meldung eines Betreiberwechsels nutzen Sie bitte das Formular: Betreiberwechsel (pdf / 69 KB) . Bitte geben Sie den aktuellen und den zukünftigen Betreiber inklusive seiner Betreiber-ID bei der Bundesnetzagentur an.

Benennen Sie bitte die betroffenen Ladeeinrichtungen und den jeweiligen Zeitpunkt des Wechsels eindeutig.

Senden Sie das vom aktuellen und vom zukünftigen Betreiber ausgefüllte und unterschriebene Formular per E-Mail an ladesaeulenverordnung@bnetza.de.
Bei Rückfragen zum Betreiberwechsel stimmen wir uns telefonisch oder per E-Mail mit Ihnen ab.

Außerbetriebnahme (auch vorübergehende)

Eine Außerbetriebnahme von Ladepunkten kann per Online-Formular bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden.
Wichtig ist dabei die Angabe

  • des Ladeeinrichtungsbetreibers,
  • der von der Bundesnetzagentur vergebenen Betreiber-ID,
  • der eindeutigen Benennung der betroffenen Ladeeinrichtungen

    und

  • des Zeitpunkts der Außerbetriebnahme.
Auch vorübergehende Außerbetriebnahmen sind anzeigepflichtig, wenn die geplante Dauer der Stilllegung über den typischen Zeitraum einer Wartung oder Reparatur hinausgeht. Dies wird bei Außerbetriebnahmen von länger als drei Monaten vermutet.

Nach Bearbeitung der Anzeige zur Außerbetriebnahme, senden wir Ihnen eine Bestätigung per E-Mail.

Die Löschung der betreffenden Ladepunkte aus der Ladesäulenkarte geschieht zeitversetzt mit der nächsten Aktualisierung der Karte und kann ggf. bis zu einem Monat dauern.

Meldung beim Netzbetreiber

Neben der Ladesäulenverordnung (LSV) bestehen weitere gesetzliche Meldepflichten für öffentlich zugängliche und private Ladeeinrichtungen.

§19 der Niederspannungsverordnung (NAV) schreibt vor, dass Ladeeinrichtungen vom Betreiber beim zuständigen Netzbetreiber anzumelden sind. Die Anmeldung übernimmt in der Regel Ihr zuständiger Elektriker.

Bitte informieren Sie sich auch bei dem zuständigen Elektriker oder bei dem Netzbetreiber über ggf. weitere gesetzliche Meldepflichten, die einzuhalten sind.

Bestätigung durch die Bundesnetzagentur

In der Regel versenden wir innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt einer neuen Anzeige oder einer Änderungsanzeige eine E-Mail mit der Bestätigung bzw. mit einem Hinweis, falls Daten unvollständig sind oder es Rückfragen bezüglich der Anforderungen der LSV gibt. Die Bestätigung versenden wir an den bei uns hinterlegten Ansprechpartner*in des Betreibers.

Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen nach der Anzeige keine E-Mail mit Bestätigung erhalten, besteht unter Umständen ein Problem mit der E-Mail-Zustellung an Ihre Kontaktadresse. Bitte wenden Sie sich in einem solchen Fall an ladesaeulenverordnung@bnetza.de

Änderungsanzeige

Sie können Änderungen an Datensätzen Ihrer bereits gemeldeten Ladepunkte anzeigen, um Fehleingaben zu korrigieren oder Änderungen an den Ladepunkten anzumelden.

Verwenden Sie dafür bitte den Excel-Datenbankauszug, den Sie mit Ihrer Bestätigungs-E-Mail Ihrer Betreiberdaten von uns erhalten haben. Ändern oder ergänzen Sie die Excel-Tabelle unter Beachtung der Hinweise aus der E-Mail und senden Sie die Excel-Tabelle an ladesaeulenverordnung@bnetza.de

Austausch oder Umbau von Ladeeinrichtungen

Anzeigepflicht bei Austausch

Wird eine bei der Bundesnetzagentur gemeldete Ladeeinrichtung vollständig durch eine neue Ladeeinrichtung ersetzt, ist sowohl die Außerbetriebnahme der aktuellen als auch die Inbetriebnahme der zukünftigen Einrichtung anzeigepflichtig.

Umbau gegebenenfalls anzeigepflichtig

Werden im Rahmen eines Umbaus einer bei der Bundesnetzagentur gemeldeten Ladeeinrichtung technisch relevante Änderungen an der Ladeeinrichtung vorgenommen, sind diese ggf. im Rahmen einer Änderungsanzeige anzugeben. Dies kann zum Beispiel die Änderung der Zahl der Ladepunkte an einer Ladeeinrichtung sein.

Technische Modifikationen, die ausschließlich zum Erhalt der Funktionsfähigkeit oder des sicheren Betriebs des Ladepunkts durchgeführt werden, müssen nicht angezeigt werden.

Geographische Koordinaten von Ladeeinrichtungen

Bei der Anzeige einer Ladeeinrichtung sind zusätzlich zur Adresse auch die geographischen Koordinaten des Standortes anzugeben.

Koordinaten eines Orts können Sie zum Beispiel über Google Maps ermitteln:

  1. Öffnen Sie Google Maps in Ihrem Browser
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Ort oder Bereich auf der Karte.
  3. Klicken Sie auf den Breiten- und Längengrad. Die Koordinaten werden dann automatisch kopiert und können in das Onlineformular der Bundesnetzagentur eingefügt werden.

Bitte beachten Sie dabei das korrekte Zahlenformat! Die Angabe für den Breiten- und Längengrad muss im Dezimalformat erfolgen.

Beispiel:

  • Breitengrad: 50,714636 (oder: 50.714636)
  • Längengrad: 7,123880 (oder: 7.123880)

Öffentliche Zugänglichkeit

Definition „öffentliche Zugänglichkeit“

Öffentlich zugänglich sind Ladepunkte dann, wenn der Zugang oder der Erwerb einer Zutrittsberechtigung jedem potenziellen Nutzer/jeder potenziellen Nutzerin möglich ist (vergleiche hierzu die Definition in § 2 Nr. 9 LSV).
Typische Beispiele hierfür sind Ladepunkte auf Supermarkt- oder Kundenparkplätzen und in Parkhäusern.

Nicht öffentlich zugänglich

Wird der Zugang dagegen nur einem bestimmten, klar abgrenzbaren Personenkreis* eingeräumt, liegt kein öffentlich zugänglicher Ladepunkt vor.

* Ein bestimmter, klar abgrenzbarer Personenkreis ist dem Betreibenden entweder namentlich bekannt oder kann von ihm bei Bedarf individuell identifiziert werden. Dies wäre zum Beispiel bei Mitarbeiter*innen, Mieter*innen oder Hotelgästen der Fall.

Müssen Betreiber*innen jedermann Zugang zu ihren Ladepunkten gewähren?

Nein, es gibt keine Pflicht, einen Ladepunkt öffentlich zugänglich zu machen. Ladepunkte können auch ausschließlich für den privaten Gebrauch installiert oder nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich gemacht werden.

Wenn ein Ladepunkt jedoch nach der Definition in der LSV als öffentlich zugänglich zu bewerten ist, muss der Betreiber/die Betreiberin den Betrieb anzeigen und die Einhaltung der Anforderungen der LSV nachweisen.

Sind Öffnungszeiten relevant für die "öffentliche Zugänglichkeit"?

Nein, die durchgehende Erreichbarkeit und Nutzbarkeit eines öffentlich zugänglichen Ladepunktes gehört nicht zu den Anforderungen der Ladesäulenverordnung. Eingeschränkte Öffnungszeiten sind daher kein Kriterium für die Beurteilung, ob ein Ladepunkt als öffentlich zugänglich zu bewerten ist.

Parkflächen von Privatpersonen

Ladepunkte in Carports, Garageneinfahrten oder auf sonstigen Parkflächen von Privatpersonen (natürlichen Personen) sind keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Hier ist die Nutzung der Parkflächen ersichtlich auf Privatpersonen beschränkt.

Supermarkt-/Kunden-/Besucherparkplätze und Parkhäuser

Supermarkt-, Kunden- und Besucherparkplätze oder Parkhäuser sind grundsätzlich für jede/jeden zugänglich. Daher sind auch die dort befindlichen Ladepunkte öffentlich zugänglich.

Parkplätze für eine bestimmte Person bzw. ein konkretes Fahrzeug

Wenn z.B. durch eine entsprechende Beschilderung kenntlich gemacht ist, dass ein Parkplatz für eine bestimmte Person oder ein konkretes Fahrzeug reserviert ist, ist der zugehörige Ladepunkte nicht öffentlich zugänglich.

Firmen- bzw. Mitarbeiter*innenparkplätze

Gelände bzw. Parkplatz nicht öffentlich zugänglich

Beispielsweise sind Parkflächen auf einem Firmengelände, die nur mit konkreter Berechtigung (z.B. als Mitarbeiter*in) befahren werden können, nicht als öffentlich zugänglich einzustufen. Auch als Mitarbeiter*innenparkplätze gekennzeichnete Parkflächen, die nur von diesen genutzt werden dürfen, sind nicht als öffentlich zugänglich einzustufen. Daher sind auch die darauf befindlichen Ladepunkte nicht öffentlich zugänglich.

Firmenparkplatz öffentlich zugänglich

Wenn Firmenparkplätze von allen oder einem unbestimmten Personenkreis genutzt werden dürfen, sind auch die auf ihnen befindlichen Ladepunkte als öffentlich zugänglich zu bewerten.

Parkplätze für einen festgelegten Personenkreis (z.B. Hotel/Car-Sharing/Arztpraxis/Mietshaus)

Befinden sich Ladepunkte auf Parkplätzen, die nur für einen festgelegten Personenkreis bestimmt sind, sind diese nicht öffentlich zugänglich. Solch ein Personenkreis muss dem Betreiber/der Betreiberin entweder namentlich bekannt oder individuell zu identifizieren sein. Voraussetzung ist auch hier, dass die Parkplätze ausreichend gekennzeichnet sind. Typische Beispiele sind Ladepunkte auf Parkplätzen von Hotels, (stationsbasiertem) Car-Sharing oder Arztpraxen.

Öffentlich geförderte Ladepunkte

Wenn es sich um einen öffentlich geförderten Ladepunkt handelt, müssen die Förderrichtlinien (beispielsweise des BMVI auf Bundes- bzw. der Bundesländer auf Landesebene) eingehalten werden.

In diesen Förderrichtlinien gibt es bestimmte Bedingungen für den Betrieb von Ladepunkten, die nach § 2 Nr. 9 LSV öffentlich zugänglich sind. Förderrichtlinien können zum Beispiel Vorgaben zu den Öffnungszeiten der Ladepunkte machen.

Für die Kontrolle und Bewertung, ob im konkreten Einzelfall ein rechtmäßiger Betrieb eines geförderten Ladepunktes im Sinne der jeweiligen Förderrichtlinie vorliegt, ist die jeweilige Bewilligungsbehörde des Bundes bzw. Landes und nicht die Bundesnetzagentur zuständig.

Mindestanforderungen an Interoperabilität und technische Sicherheit

Mindestanforderung an Ladestecker

Alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte, die nach dem 17.06.2016 installiert wurden, müssen nach der LSV einheitliche Stecker anbieten.

Normalladepunkte

  • Für das Wechselstromladen muss jeder Ladepunkt mindestens mit einer Steckdose des Typs 2 ausgerüstet werden. (§ 3 Abs. 1 LSV)
  • Für das Gleichstromladen muss jeder Ladepunkt mindestens mit einer Ladekupplung des Typs Combo 2 (CCS) ausgerüstet sein. (§ 3 Abs. 3 LSV)

Schnellladepunkte

  • Für das Wechselstromladen muss jeder Ladepunkt mindestens mit einer Fahrzeugkupplung des Typs 2 ausgerüstet werden. (§ 3 Abs. 2 LSV)
  • Für das Gleichstromladen muss jeder Ladepunkt mindestens mit einer Ladekupplung des Typs Combo 2 (CCS) ausgerüstet sein. (§ 3 Abs. 3 LSV)

Andere Ladestecker und -kupplungen, können an öffentlich zugänglichen Ladepunkten zusätzlich verwendet werden. Dabei muss jedoch technisch sichergestellt werden, dass diese nur als Alternative zu einem vorgegebenen Stecker verwendet werden können, da diese sonst einen eigenen Ladepunkt darstellen würden.

Merkblatt - Steckersysteme (Stand 06.01.2021) (pdf / 43 KB)
Merkblatt - CHAdeMO an Schnellladeeinrichtungen (Stand 18.11.2020) (pdf / 64 KB)

Nachweis der technischen Sicherheit (Inbetriebnahmeprotokoll)

Schnellladepunkte

Betreiber*innen von Schnellladepunkten müssen der Bundesnetzagentur geeignete Unterlagen über die Einhaltung der technischen Anforderungen nach § 3 Abs. 4 LSV vorlegen.

In § 3 Abs. 4 LSV ist festgelegt, dass beim Aufbau und Betrieb von Ladeeinrichtungen insbesondere auch Anforderungen an die technische Sicherheit von Energieanlagen nach § 49 Abs. 1 EnWG anzuwenden sind.

Geeignete Unterlagen sind

Normalladepunkte

Für Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis zu 22 kW müssen keine Nachweise zu technischen Anforderungen eingereicht werden. Dennoch müssen die Betreiber für die technische Sicherheit Sorge tragen.

Mindestangaben im Prüfprotokoll (Inbetriebnahmeprotokoll)

Das bei der Bundesnetzagentur eingereichte Prüfprotokoll für Ihre Schnellladeeinrichtung muss von einer Elektrofachkraft mit Prüferfahrung zusammengestellt, unterschrieben oder in anderer Form bestätigt sein und folgende Angaben beinhalten:

  1. Verantwortliche*r: Name und Anschrift des Elektrounternehmens / der Elektrofachkraft
  2. Standort: Standort der Ladeeinrichtung (PLZ, Ort, Straße, Hausnummer)
  3. Prüfergebnis: Aus dem Prüfprotokoll muss klar und leicht erkennbar hervorgehen, dass die Prüfung mindestens nach DIN VDE 0100-0600 oder DIN VDE 0105-100 durchgeführt wurde, die Ladeeinrichtung keine Mängel aufweist und die elektrische Anlage den anerkannten Regeln der Technik entspricht.
  4. Bestätigung: Prüfer*in, Datum, Unterschrift

Liegt Ihnen kein entsprechendes Prüfprotokoll für Ihre Schnellladeeinrichtung vor, können Sie das Formular: Nachweis technische Sicherheit (pdf / 54 KB) verwenden.

Mindestanforderungen an das Bezahlsystem / Punktuelles Aufladen

Punktuelles Aufladen bedeutet, dass die Kundin/der Kunde den Ladepunkt nutzen kann, ohne eine dauerhafte Vertragsbeziehung mit dem Betreiber/der Betreiberin eingehen zu müssen (vgl. § 2 Nr. 13 LSV).

Dazu muss eine der folgenden Nutzungs- und Zahlungsmöglichkeiten nach § 4 LSV angeboten werden:

  • Kostenlose Nutzung oder Nutzung gegen Bargeldzahlung (§ 4 Abs. 1 LSV)
    Kund*innen muss es möglich sein, entweder gegen Bargeldzahlung in unmittelbarer Umgebung zum Ladepunkt oder kostenlos Strom laden zu können. Es muss eine der beiden Nutzungsoptionen angeboten werden, ohne dass dazu eine Authentifizierung notwendig ist.

    ODER

  • Bargeldloser Zahlungsvorgang mittels Kartenzahlung oder webbasiertem Zahlungssystem (§ 4 Abs. 2 LSV)
    Der bargeldlose Zahlungsvorgang und die dafür erforderliche Authentifizierung muss entweder durch ein gängiges System zur Kartenzahlung oder ein webbasiertes Zahlungssystem möglich sein.
    Ersteres kann zum Beispiel durch eine direkte Zahlung mit einer EC-Karte in unmittelbarer Umgebung zum Ladepunkt erfolgen.
    Sollte nur ein webbasiertes Zahlungssystem angeboten werden, muss zudem ein kostenloser Zugang zu diesem gegeben sein, zum Beispiel durch eine kostenlos zugängliche Web-Applikation.

Konformität von Ladeeinrichtung mit CHAdeMO-Stecker

Anzeigepflicht für Public Keys von Ladepunkten

Seit April 2018 arbeitet die Bundesnetzagentur mit der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) zusammen und hat im Online-Formular ein optionales Feld für sogenannte Public Keys eingefügt.

Public Keys sind auf Messeinrichtungen aufgedruckte, eichrechtsrelevante Zahlenfolgen, die pro Ladepunkt vergeben werden. Sie ermöglichen Nutzer*innen des Ladepunkts, fernausgelesene Messwerte auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Die Anzeige der Public Keys bei der Bundesnetzagentur ist für Betreiber*innen von Ladeeinrichtungen solcher Hersteller erforderlich, die als Ergebnis der Konformitätsbewertung nach dem Mess- und Eichgesetz eine Baumusterprüfbescheinigung mit entsprechender Verpflichtung erhalten haben.

Ob und wie Public Keys gemeldet werden müssen, können Sie der Betriebsanleitung Ihrer Ladeeinrichtung im Abschnitt "Messrichtigkeitshinweise gemäß Baumusterprüfbescheinigung" entnehmen. Den Public Key finden Sie in der Regel auf dem Messgerät des Ladepunktes.

In der Regel bestehen Public Keys aus (großgeschriebenen) Buchstaben-Zahlen-Folgen mit mindestens 60 Zeichen.

Beispiel: ​0069 AC33 138F A76B F778 DA4D E52C 8F56 036F AE64 2AE5 1227 6A8C D39B 3694 A05D C3E5 EE6E 2A81 8638 ED06 6945 CD39 A437

Public Keys werden in der Ladesäulenkarte und der Liste der Ladesäulen der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Datenveröffentlichung

Anzahl gemeldeter Ladeeinrichtungen und Ladepunkte

Auf der Internetseite der Bundesnetzagentur wird die Anzahl aller zum jeweiligen Zeitpunkt gemeldeten Ladepunkte in Deutschland monatlich aktualisiert angegeben.

Die Gesamtzahl der Ladeeinrichtungen und Ladepunkte enthält auch die Meldungen von Betreiber*innen, die einer Veröffentlichung ihrer Daten nicht zugestimmt haben, und Daten aus noch nicht vollständig abgeschlossenen Anzeigeverfahren.
Die Anzahl der angegebenen Ladeeinrichtungen und Ladepunkte ist daher größer, als die in der Ladesäulenkarte und in der Excel-/CSV-Liste abgebildeten Daten.

Datenveröffentlichung im Excel- und CSV-Dateiformat

In der Ladesäulenliste der Bundesnetzagentur werden Daten zu allen Ladepunkten und Ladeeinrichtungen in Deutschland aufgeführt und als Download zur Verfügung gestellt. In der Liste sind alle Ladepunkte enthalten, für die das Anzeigeverfahren bei der Bundesnetzagentur abgeschlossen ist und deren Betreiber*in einer Veröffentlichung zugestimmt hat.

Die Listen enthalten Angaben zum

  • Bundesland,
  • Landkreis bzw. kreisfreien Stadt

    und

  • jeweiligen Inbetriebnahmedatum der Ladeeinrichtung.

Jede Zeile in der Exceltabelle entspricht einer Ladeeinrichtung.

Die LSV ermöglicht keine lückenlose Erfassung der gesamten deutschen Ladeinfrastruktur. Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladeeinrichtungen in Deutschland ist daher größer als in der Liste dargestellt.

Wenn öffentlich zugängliche Ladeeinrichtungen nicht in der Ladesäulenkarte verzeichnet sind, kann dies unterschiedliche Gründe haben:

Die Ladeeinrichtung wurde

  • bis zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung nicht vom Betreiber/von der Betreiberin angezeigt.
  • durch den Betreiber/die Betreiberin angezeigt, das Anzeigeverfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
  • durch den Betreiber/die Betreiberin angezeigt, aber einer Veröffentlichung im Internet nicht zugestimmt.
  • mit einem Inbetriebnahmedatum angegeben, das in der Zukunft liegt.

Die Veröffentlichung der Bundesnetzagentur enthält nur Ladeeinrichtungen, die sich nach dem vorliegenden Datenstand bereits in Betrieb befinden.

Hinweis zur Datennutzung

Die in der Liste veröffentlichten Registerdaten stehen der Öffentlichkeit zur freien Verfügung und Verwendung: Die Daten können kostenfrei heruntergeladen und gespeichert werden. Eine Haftung der Bundesnetzagentur für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten wird ausgeschlossen. Die Daten sind durch eine Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz lizenziert.

Daten, die unter der Lizenz CC BY 4.0 stehen, dürfen unter Namensnennung geteilt, vervielfältigt und bearbeitet werden. Als Namensnennung für Daten dieser Internetseite ist "Bundesnetzagentur.de" zu verwenden.

Datenveröffentlichung auf der Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur

Auf der interaktiven Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur sind alle Ladepunkte in Deutschland angezeigt, die das Anzeigeverfahren bei der Bundesnetzagentur durchlaufen und deren Betreiber*in einer Veröffentlichung zugestimmt hat.

Die LSV ermöglicht keine lückenlose Erfassung der gesamten deutschen Ladeinfrastruktur. Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladeeinrichtungen in Deutschland ist daher größer als in der Karte dargestellt.

Datenveröffentlichung auf Karten von Drittanbietern

Drittanbieter können die von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Daten für die Darstellung auf ihren eigenen Karten nutzen.
Eine Übersicht, welche Drittanbieter die Daten nutzen, liegt der Bundesnetzagentur nicht vor.
Jedoch muss der Drittanbieter bei der Datenveröffentlichung die Internetseite Bundesnetzagentur.de namentlich als Quelle angeben.

Erteilung der Einverständniserklärung zur Datenveröffentlichung

Als Betreiber*in können Sie bei der Anzeige von Ladepunkten entscheiden, ob Sie Ihr Einverständnis zur Veröffentlichung Ihrer öffentlich zugänglichen Ladepunkte geben.

Bei erteiltem Einverständnis wird die Ladeeinrichtung in die Liste aller veröffentlichten Ladepunkte und die interaktive Ladesäulenkarte über die öffentlichen Ladepunkte in Deutschland auf der Internetseite der Bundesnetzagentur aufgenommen.

Die Einverständniserklärung zur Datenveröffentlichung können Sie nachträglich rückgängig machen. Schreiben Sie uns dazu eine E-Mail mit den betreffenden Ladeeinrichtungen, Standort und Ladeeinrichtung-ID an ladesaeulenverordnung@bnetza.de

Meine (als Betreiber*in) gemeldeten Ladepunkte fehlen auf der Ladesäulenkarte

Sie sind Betreiber*in und haben Ihre öffentlichen Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur gemeldet?

Bitte prüfen Sie die E-Mail über die Bestätigung Ihrer Ladepunkte. Eventuell liegt ein Ausschlusskriterium für die Veröffentlichung Ihrer Ladepunkte vor, z.B. fehlerhafte Anmeldedaten oder fehlende Einverständniserklärung zur Veröffentlichung. In dem Fall bitten wir Sie um Korrektur und Mitteilung der Änderung.

Haben wir Ihnen die Veröffentlichung bereits per E-Mail bestätigt, so bitten wir Sie um etwas Geduld. Die Aktualisierung der Liste und Karte erfolgt in der Regel einmal im Monat.

Ich habe eine öffentliche Ladeeinrichtung entdeckt, die nicht auf der Ladesäulenkarte verzeichnet ist

Wenn ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt nicht auf der Ladesäulenkarte und der Liste der veröffentlichten Ladesäulen verzeichnet ist, kann dies u.a. folgende Gründe haben:

  • Die Ladesäule wurde bereits vom Betreiber bei uns angezeigt. Der Betreiber hat jedoch keine Einverständniserklärung für die Veröffentlichung seiner gemeldeten Ladepunkte erteilt.
  • Die Ladesäule wurde bereits vom Betreiber bei uns angezeigt. Die Anzeige befindet sich aber noch in Bearbeitung und ist daher noch nicht veröffentlicht.
  • Die Namen des Betreibers auf der Ladesäule und in unserem Ladesäulenregister weichen voneinander ab. Dies kann insbesondere bei Konzernen der Fall sein, bei dem das E-Mobilitätgeschäft auf verschiedene Tochterunternehmen aufgeteilt ist.
  • Der Betreiber hat bei der Anzeige der Ladeeinrichtung ein Inbetriebnahmedatum angegeben, das in der Zukunft liegt. Die Veröffentlichung der Bundesnetzagentur enthält nur Ladeeinrichtungen, die sich nach dem vorliegenden Datenstand bereits in Betrieb befinden.
  • Die Ladeeinrichtung ist nicht öffentlich zugänglich im Sinne der Ladesäulenverordnung oder wurde vor dem 14.06.2017 in Betrieb genommen.

Die Veröffentlichung von Ladepunkten auf der Ladesäulenkarte basiert auf folgender rechtlicher Basis:

Betreiber öffentlicher Ladepunkte sind nach Ladesäulenverordnung verpflichtet ihre Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur anzuzeigen. Dem Betreiber steht es frei der Bundesnetzagentur eine Einverständniserklärung zur Datenveröffentlichung zu erteilen. Grundsätzlich ist die Bundesnetzagentur auf die sorgfältige Anzeige des Betreibers angewiesen, da ihr keine anderweitigen, offiziellen Informationsquellen über die Inbetriebnahme von öffentlich zugänglichen Ladepunkten zur Verfügung stehen.

Falsche Angaben zu Ladeeinrichtungen auf der Ladesäulenkarte

Sie haben vor Ort festgestellt, dass die Angaben zu einer öffentlich zugänglichen Ladeeinrichtung auf der Ladesäulenkarte falsch sind. Zum Beispiel stimmen Angaben zu Anzahl der Ladepunkte nicht oder die Ladeeinrichtung ist dauerhaft defekt.

Die Bundesnetzagentur kann Hinweisen zu Unstimmigkeiten bei den Angaben zu öffentlich zugänglichen Ladepunkten nachgehen. Schreiben Sie uns dazu eine E-Mail an ladesaeulenverordnung@bnetza.de mit Angaben zu folgenden Punkten:

  • Standort der Ladeeinrichtung (Adresse und optional geographische Koordinaten)
  • Name des Betreibers der Ladeeinrichtungen
  • Was ist das Problem?
  • ggf. Hinweise zu der öffentlichen Zugänglichkeit (Art der Fläche bzw. des Geländes auf dem sich die Ladeeinrichtung befindet, z.B. Parkplatz eines Supermarktes; Hinweisschilder zur Nutzung der Ladeeinrichtungen oder der Parkflächen; Zugangsbeschränkungen, wie Schranken)

Sofern es die Informationslage erlaubt und der Betreiber eindeutig zu identifizieren ist, können wir Ihren Hinweis prüfen und leiten ihn bei Bedarf an die uns bekannte Ansprechperson bei dem Betreiber weiter.

Datenschnittstelle für die veröffentlichten Daten

Aktuell wird seitens der Bundesnetzagentur keine Schnittstelle zum Datenexport zur Verfügung gestellt. Sie können jedoch die zur Verfügung gestellte Excel/CSV-Liste verwenden, die in der Regel monatlich aktualisiert wird.

Begriffe

Ladesäulenverordnung (LSV)

Am 17. März 2016 trat die Verordnung über technische Mindestanforderungen an den sicheren und interoperablen Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektromobile (Ladesäulenverordnung - LSV) in Kraft.

Sie definiert Mindestanforderungen an öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur und schreibt die Anzeige von öffentlich zugänglichen Ladepunkten bei der Bundesnetzagentur vor.

Ladeeinrichtung für Elektromobile (Ladesäule oder Wallbox)

Eine Ladeeinrichtung (Ladesäule oder Wallbox) kann einen oder mehrere Ladepunkte aufweisen.

Ladepunkt

Ein Ladepunkt ist eine Einrichtung, an der zur gleichen Zeit nur ein Elektromobil aufgeladen werden kann (§ 2 Abs. 6 LSV).

An einem Ladepunkt können eine oder auch mehrere unterschiedliche Ladesteckdosen bzw. Ladekupplungen vorhanden sein.

Man unterscheidet Normalladepunkte und Schnellladepunkte.

Normalladepunkt

An einem Normalladepunkt kann Strom mit einer Ladeleistung von höchstens 22 Kilowatt geladen werden (§ 2 Abs. 7 LSV).

Normalladepunkte können sowohl mit der Möglichkeit des Wechselstrom- oder des Gleichstromladens aufgebaut sein.

Schnellladepunkt

An einem Schnellladepunkt kann Strom mit einer Ladeleistung von mehr als 22 Kilowatt geladen werden (§ 2 Abs. 8 LSV).

Schnellladepunkte können mit der Möglichkeit des Wechselstrom- oder des Gleichstromladens aufgebaut sein.

Ladesteckdose

Eine Ladesteckdose ist fest in die Ladeeinrichtung verbaut. Zum Laden benötigt man zusätzlich ein externes Ladekabel.

Ladesteckdosen und Ladekupplungen werden dann zu einem gemeinsamen Ladepunkt zusammengefasst, wenn sich die Ladesteckdose und Ladekupplung nicht gleichzeitig verwenden lassen.

Merkblatt - Steckersysteme (Stand 06.01.2021) (pdf / 43 KB)
Merkblatt - CHAdeMO an Schnellladeeinrichtungen (Stand 18.11.2020) (pdf / 64 KB)

Ladekupplung

Die Ladekupplung ist über ein angeschlagenes Ladekabel fest mit einer Ladeeinrichtung verbunden und kann direkt zum Laden des Elektromobils verwendet werden.

Ladesteckdosen und Ladekupplungen werden dann zu einem gemeinsamen Ladepunkt zusammengefasst, wenn sich die Ladesteckdose und Ladekupplung nicht gleichzeitig verwenden lassen.

Merkblatt - Steckersysteme (Stand 06.01.2021) (pdf / 43 KB)
Merkblatt - CHAdeMO an Schnellladeeinrichtungen (Stand 18.11.2020) (pdf / 64 KB)

BDEW Codes / EVSE Operator-ID (Optional)

Die Energie Codes & Services GmbH als Tochterunternehmen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. vergibt auf Antrag von Ladestationsbetreiber eine EVSE Operator-ID.

Die EVSE Operator-ID kann als optionale Angabe bei der Meldung von Ladepunkten bei der Bundesnetzagentur mit angezeigt werden. Die EVSE Operator-ID besteht aus dem Länderkürzel (DE) und der Provider-ID (3 Stellen), z.B. „DE-XYZ“.

Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Homepage des BDEW: https://bdew-codes.de/Codenumbers/EMobilityId