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Entflechtung, Ge­schlos­se­ne Ver­tei­ler­net­ze, Konzessionen

Entflechtung

Entflechtung (englisch: Unbundling) verfolgt das Ziel, die Unabhängigkeit des (Verteiler-)Netzbetreibers von anderen Tätigkeitsbereichen der Energieversorgung sicherzustellen. Denn Transparenz und diskriminierungsfreie Ausgestaltung des Netzbetriebs sind Grundvoraussetzungen, um Vertrauen bei den Marktteilnehmern zu erzeugen und Wettbewerb in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette zu fördern.

Einige Verteilernetze unterliegen nicht oder nicht in vollem Umfang der Regulierung. Regelungen dazu finden sich in § 110 EnWG. Diese geschlossenen Verteilernetze wurden früher oft als "Objektnetze" bzw. "Arealnetze" bezeichnet. Die Bundesnetzagentur und die Regulierungsbehörden der Länder haben sich in einem gemeinsamen Positionspapier zu den Voraussetzungen und Rechtsfolgen des § 110 EnWG geäußert.

Auf dem Gebiet der Konzessionsverträge haben die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt in einem Leitfaden ihr gemeinsames Rechtsverständnis zu zentralen Fragestellungen des Konzessionsrechts wiedergegeben.

Für Transportnetzbetreiber wurde im Zuge des 3. Energiebinnenmarktpaketes der EU die Zertifizierung durch die Regulierungsbehörde geregelt. Mit Inkrafttreten der Energierechtsnovelle am 04.08.2011 wurden die europäischen Vorgaben im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in deutsches Recht umgesetzt. Die Zertifizierung dient dem Nachweis der Einhaltung der Entflechtungs- bzw. Organisationsvorgaben durch den Transportnetzbetreiber.

Stand: 07.10.2015

Kontakt

Entflechtung Referat 604
Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

E-Mail: entflechtung@bnetza.de