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Strom­kenn­zeich­nung

Elektrizitätsversorgungsunternehmen in Deutschland müssen den Letztverbrauchern die Stromzusammensetzung auf Rechnungen, in Werbematerial und auf ihrer Website angeben.

Gesetzliche Grundlage: § 42 Abs. 1 und 2 EnWG

Anzugebende Daten und Informationen

  • Anteil der einzelnen Energieträger am Gesamtenergieträgermix, den der Lieferant im letzten oder vorletzten Jahr verwendet hat.
    Energieträger sind Kernkraft, Kohle, Erdgas, sonstige fossile Energieträger, Erneuerbare Energien - finanziert aus der EEG-Umlage, Mieterstrom - finanziert aus der EEG-Umlage (gefördert nach dem EEG) und sonstige Erneuerbare Energien.


  • Informationen über die Umweltauswirkungen zumindest in Bezug auf CO2-Emissionen und radioaktiven Abfall, die auf den Gesamtenergieträgermix zur Stromerzeugung zurückzuführen sind.

Die Werte des vorangegangenen Kalenderjahres sind spätestens ab 1. November eines Jahres auszuweisen. Die Informationen zu Energieträgermix und Umweltauswirkungen sind mit entsprechenden Durchschnittswerten der Stromerzeugung in Deutschland zu ergänzen und verbraucherfreundlich und in angemessener Größe in grafisch visualisierter Form darzustellen.

Darstellung

Gestaltungsvorschlag für die Darstellung der Stromkennzeichnung

Einen Gestaltungsvorschlag für die Darstellung der Stromkennzeichnung finden Sie in der Gesetzesbegründung zu § 42 EnWG (BT-Drs. 17/6072 vom 6. Juni 2011, S. 86).

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) hat einen Leitfaden Stromkennzeichnung für Elektrizitätsversorgungsunternehmen, Erzeuger und Lieferanten herausgegeben. Die Bundesnetzagentur unterstützt diesen Leitfaden.

Die Bundesnetzagentur leitet die Daten zu Erneuerbaren Energien für das Herkunftsnachweisregister (HKNR) an das Umweltbundesamt weiter. Informationen zum HKNR finden Sie auf der Internetseite des Umweltbundesamts. (HKNR nach § 55 Abs. 3 EEG 2012 bzw. § 79 Abs. 3 EEG 2014)

Datenerhebung zur Stromkennzeichnung

Die Bundesnetzagentur prüft die Richtigkeit der Stromkennzeichnung. Elektrizitätsversorgungsunternehmen sind nach nach § 42 Abs. 7 EnWG verpflichtet, die gegenüber den Letztverbrauchern anzugebenden Daten als auch die der Stromkennzeichnung zugrunde liegenden Strommengen einmal jährlich der Bundesnetzagentur zu übermitteln.

Diese Datenerhebung erfolgt im Rahmen des Monitorings.