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Mess- und Zähl­we­sen

Das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) ist am 2. September 2016 in Kraft getreten.
Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes wurden zugleich die Messzugangsverordnung und die §§ 21b-i EnWG aufgehoben.

Das MsbG enthält grundlegende Regelungen zum Messstellenbetrieb für die leitungsgebundene Energiewirtschaft, insbesondere zum Rollout von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen.

Es trifft Regelungen zu folgenden Themen:

• zur Ausstattung von Messstellen der leitungsgebundenen Energieversorgung mit modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen,
• zur Ausgestaltung des Messstellenbetriebs
• zur Aufgabentrennung von Messstellenbetrieb und Netzbetrieb,
• zu technischen Mindestanforderungen an den Einsatz von intelligenten Messsystemen,
• zur energiewirtschaftlichen Datenkommunikation und zur allgemeinen Datenkommunikation mit Smart-Meter-Gateways,
• zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Messwerten und weiteren Daten zur Abwicklung des Messstellenbetriebs.

Die Regelungen des MsbG betreffen sowohl die Sparte Strom als auch die Sparte Gas.

Ein verpflichtender Rollout von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ist jedoch nur in der Sparte Strom vorgesehen. Für den Gasbereich bestehen lediglich Anforderungen zur Anbindbarkeit von Messeinrichtungen für Gas an Smart-Meter-Gateways bzw. Anbindungspflichten an vorhandene intelligente Messsysteme.

Neue Festlegungskompetenzen und Aufgaben der Bundesnetzagentur

Die Festlegungskompetenzen geben der Bundesnetzagentur die Möglichkeit, Regelungen im Messwesen zu treffen für:

• Verträge
• technische Anforderungen
• Geschäftsprozesse

Informationen zu laufenden und zukünftigen Festlegungsverfahren erhalten Sie auf den Seiten der Beschlusskammern 6 und 7 der Bundesnetzagentur.

Der grundzuständige Messstellenbetreiber

Das Messstellenbetriebsgesetz definiert die Rolle des grundzuständige Messstellenbetreibers. Diese müssen die Wahrnehmung der Grundzuständigkeit für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen bis zum 30. Juni 2017 bei der Bundesnetzagentur anzeigen. Das Messstellenbetriebsgesetz weist dem Netzbetreiber die Aufgabe des grundzuständigen Messstellenbetreibers initial zu. Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen sowie ein Formular zur Abgabe der Anzeige über die Wahrnehmung der Grundzuständigkeit.

Übertragung der Grundzuständigkeit

Grundzuständige Messstellenbetreiber haben die Möglichkeit, die Grundzuständigkeit des Messstellenbetriebs für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme an Dritte zu übertragen. Dritte, die die Grundzuständigkeit für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen übernehmen wollen, benötigen dafür eine Genehmigung durch die Bundesnetzagentur.

Eine genaue Beschreibung über den Ablauf des Genehmigungsverfahrens sowie die erforderlichen Unterlagen finden sie hier.

Informatorische Begleitung der Übertragung der Grundzuständigkeit durch die Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat die Aufgabe, das Verfahren zur Übertragung der Grundzuständigkeit gemäß §§ 41 ff. MsbG informatisch zu begleiten. Informationen zu den Übertragungsverfahren finden Sie ab Oktober 2017 hier.

FAQ

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Smart-Meter-Gateway-Administration, insbesondere im Hinblick auf die Technische Richtlinie TR-03109-6 finden Sie auf der Internetseite des BSI.

Für alle weiteren Fragen zum Messstellenbetriebsgesetz hat die Bundesnetzagentur FAQ erstellt, die Sie hier finden.

Stand: 24.03.2017