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Ef­fi­zi­enz­ver­gleich Ver­tei­ler­netz­be­trei­ber

Netzbetreiber im Regelverfahren

Der Effizienzvergleich ist ein wesentliches Element zur Bestimmung der individuellen Erlösobergrenzen der Netzbetreiber im Regelverfahren.

Für jeden Netzbetreiber im Regelverfahren muss vor Beginn jeder Regulierungsperiode durch die Regulierungsbehörden ein individueller Effizienzwert im Rahmen eines Effizienzvergleichs ermittelt werden. (gem. § 12 ARegV)

Durch diesen Effizienzvergleich wird die relative Kosteneffizienz des Netzbetreibers bestimmt. Das bedeutet, dass nicht etwa ein auf theoretischer Basis gebildeter Netzbetreiber als "Benchmarker" für den bzw. für die Netzbetreiber herangezogen wird, sondern dass real existierende Netzbetreiber die Vergleichsunternehmen sind bzw. den Benchmark setzen.
Bei der Durchführung des Effizienzvergleichs sind insbesondere die Maßgaben gem. §§ 12, 13, 14, 15 und 16 ARegV zu berücksichtigen.

Zwei Verfahren

Die ARegV schreibt zwei Effizienzvergleichsverfahren vor.

Dateneinhüllungsanalyse (Data Envelopment AnalysisDEA)

Im Sinne der Anlage 3 ARegV ist die DEA eine Methode, in der die optimalen Kombinationen von Aufwand (Input) und Leistung (Output) aus einem linearen Optimierungsproblem resultieren. Durch die DEA erfolgt die Bestimmung einer Effizienzgrenze aus den Daten aller in den Effizienzvergleich einzubeziehenden Unternehmen und die Ermittlung der relativen Positionen der einzelnen Unternehmen gegenüber dieser Effizienzgrenze. Die DEA zählt zu den nicht-parametrischen Methoden, d.h. es ist a priori kein funktionaler Zusammenhang zwischen Aufwand (Input) und Leistung (Output) zu unterstellen.

Stochastische Effizienzgrenzenanalyse (Stochastic Frontier AnalysisSFA)

Die SFA ist eine parametrische, stochastische Methode, d.h. es muss a priori ein funktionaler Zusammenhang zwischen Aufwand (Input) und Leistung (Output) unterstellt werden. Hierzu ist eine Regressionsanalyse durchzuführen, mit der ein statistischer Zusammenhang zwischen Aufwand (Input) und Leistung (Output) identifiziert und die Stärke dieses Zusammenhangs bestimmt werden kann. Auf Basis der Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den regressionsanalytisch geschätzten Kosten werden im Anschluss die Ineffizienzen der Netzbetreiber ermittelt.

SUMICSID - Development of benchmarking models for German electricity and gas distribution - 29.09.2008 (pdf / 2 MB)