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Netzent­geltsys­te­ma­tik

Netzentgelte sind von den Netzbetreibern zu kalkulieren und basieren auf den durch die Regulierungsbehörden festgelegten zulässigen Erlösobergrenzen. Die zulässigen Erlösobergrenzen ergeben sich aus den von den Regulierungsbehörden geprüften Kosten für Betrieb, Unterhaltung und Ausbau des Netzes zuzüglich des regulatorischen Gewinns (der sogenannten Eigenkapitalverzinsung) sowie den jährlichen Anpassungen.

Die Ermittlung der Netzentgelte erfolgt über mehrere Schritte. Nach der Verteilung der geprüften Kosten auf die Kostenstellen (siehe Anlage 2 StromNEV) werden die Kosten den Kostenträgern (siehe Anlage 3 StromNEV) zugeordnet. Die Kostenträger werden mittels der Jahreshöchstlast der Netz- oder Umspannebene in die spezifischen Jahreskosten überführt. Aus den spezifischen Jahreskosten werden abschließend mit Hilfe der g-Funktion (siehe Anlage 4 StromNEV) die Entgelte (Leistungs- und Arbeitspreis) gebildet.

Bericht der Bundesnetzagentur zur Netzentgeltsystematik Elektrizität

Das politische Umfeld für Akteure des Energiesektors hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dieser Wandel führt zu Veränderungen der Netzbetriebsführung und -auslastung, was wiederum Fragen an die bisherige Struktur der Netzentgelte - gerade im Elektrizitätssektor - aufwirft.
Aus diesem Grund hat die Bundesnetzagentur die aktuelle Elektrizitäts-Netzentgeltsystematik in einem umfassenden Bericht einer eingehenden Prüfung unterzogen und Positionen für die Diskussion entwickelt.

Bericht zur Netzentgeltsystematik (Stand Dezember 2015) (pdf / 1 MB)