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Mit­tei­lungs­pflich­ten der Strom­netz­be­trei­ber

Hinweise für VNB zur Anpassung der EOG für das Kalenderjahr 2019

Die Hinweise zur Anpassung der Erlösobergrenze (EOG) und zur Kalkulation der Netzentgelte geben die Rechtsauffassung der Beschlusskammer 8 wieder und berücksichtigen das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG).

Datenübermittlung

Beim Ausfüllen der Dateien darf keine Veränderung an deren Struktur vorgenommen werden. Für die elektronische Übermittlung ist das Energiedaten-Portal der Bundesnetzagentur zu nutzen. Alle Dokumente müssen vor der Übertragung im Energiedaten-Portal mit dem bereitgestellten Verschlüsselungsprogramm verschlüsselt werden.

Button Energiedatenportal

Mitteilungspflichten (gem. § 28 Nr. 1 ARegV)

Netzbetreiber haben der Regulierungsbehörde jeweils zum 1. Januar des Kalenderjahres mitzuteilen:

  • Anpassungen der EOG (nach § 4 Abs. 3 ARegV)
  • die den Anpassungen zugrundeliegenden Änderungen von nicht beeinflussbaren Kostenanteilen (nach § 4 Abs. 3 S.1 Nr. 2 ARegV)
  • die den Anpassungen zugrundeliegenden Änderungen von Kostenanteilen (nach § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 ARegV).

Nach § 4 Abs. 3 ARegV erfolgt eine Anpassung der EOG jeweils zum 1. Januar eines Kalenderjahres bei einer Änderung

  • des Verbraucherpreisgesamtindexes nach § 8 ARegV,
  • von nicht beeinflussbaren Kostenanteilen nach § 11 Abs. 2 S. 1 bis 3; abzustellen ist dabei auf die jeweils im vorletzten Kalenderjahr entstandenen Kosten; bei Kostenanteilen nach § 11 Abs. 2 S. 1 Nr. 4 bis 6, 8, 13 und 15 bis 17 ist auf das Kalenderjahr abzustellen, auf das die Erlösobergrenze anzuwenden sein soll,
  • von volatilen Kostenanteilen nach § 11 Abs. 5; abzustellen ist dabei auf das Kalenderjahr, auf das die EOG Anwendung finden soll.

Mit dem folgenden Erhebungsbogen kann die Anpassung der EOG berechnet werden und muss die notwendige Datenmeldung an die Bundesnetzagentur erfolgen. Bei der Bearbeitung der Datei beachten Sie bitte auch die Tabelle "Ausfüllhilfe".

Hinweis für Netzbetreiber im vereinfachten Verfahren (§ 24 ARegV):
Gemäß § 24 Abs. 3 ARegV ist die Anpassung der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten beschränkt auf die vorgelagerten Netzkosten, die vermiedenen Netzentgelte dezentraler Einspeiser und die Kosten aus der Nachrüstung von Wechselrichtern nach § 10 Abs. 1 der Systemstabilitätsverordnung. Hierfür gelten die Grundsätze des Leitfadens in Punkt 5. d / e und die Hinweise zu den Planwerten. Weitere Anpassungen der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten sind nicht vorzunehmen.

Für die Übermittlung des ausgefüllten Bogens nutzen Sie bitte das Energiedaten-Portal der Bundesnetzagentur unter der Funktion "Sonstige Datenübermittlungen Strom" unter Auswahl des Verfahrens "Anpassung der EOG nach § 4 Abs. 3 ARegV (Strom)".

Mitteilungspflichten (gem. § 28 Nr. 2 ARegV)

§ 28 Nr. 2 ARegV wurde mit der ARegV-Novelle 2016 gestrichen.
Die Datenmeldung zum Regulierungskonto finden Sie nun hier!

Mitteilungspflichten (gem. § 28 Nr. 3 und Nr. 4 ARegV)

Netzbetreiber sind verpflichtet, der Bundesnetzagentur jährlich zum 1. Januar eine etwaige Anpassung der Netzentgelte schriftlich mitzuteilen. Im Falle einer Anpassung der Netzentgelte auf Grund von geänderten EOG nach § 17 Abs. 2 ARegV sind Netzbetreiber verpflichtet, zeitgleich die zur Überprüfung der Netzentgelte nach § 17 ARegV notwendigen Daten, insbesondere die Verprobungsrechnung der Entgelte und die Dokumentation der Entgeltermittlung, in schriftlicher und elektronischer Form vorzulegen. Hierzu ist der nachfolgende Erhebungsbogen zu verwenden. Bei der Bearbeitung der Datei beachten Sie bitte auch die Tabelle "Ausfüllhilfe".

Für die Übermittlung des ausgefüllten Bogens nutzen Sie bitte das Energiedaten-Portal der Bundesnetzagentur unter der Funktion "Sonstige Datenübermittlungen Strom" unter Auswahl des Verfahrens "Verprobungsrechnung zur Überprüfung der Netzentgelte (Strom)".

Mitteilungspflichten (gem. § 28 Nr. 7 ARegV - betrifft nur die 1. Regulierungsperiode)

Die Netzbetreiber sind gemäß § 28 Nr. 7 ARegV verpflichtet, den Differenzbetrag zwischen dem pauschalierten Investitionszuschlag nach § 25 Abs. 2 ARegV und den Kapitalkosten aus den tatsächlich erfolgten Investitionen an die Regulierungsbehörde zu übermitteln.

Mit Hilfe des nachfolgenden Erhebungsbogens haben Sie die Möglichkeit, die notwendigen Informationen zu erfassen. Bei der Bearbeitung der Datei beachten Sie bitte auch die Tabelle "Ausfüllhinweise".

Für die Übermittlung des ausgefüllten Bogens nutzen Sie bitte das Energiedaten-Portal der Bundesnetzagentur unter der Funktion "Sonstige Datenübermittlungen Strom" unter Auswahl des Verfahrens "Abgleich des pauschalierten Investitionszuschlages nach § 25 Abs. 3 ARegV (Strom)".

Weitere Mitteilungspflichten

Erforderliche Erhebungsbögen und entsprechende Erläuterungen werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.