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Re­gu­lie­rungs­kon­to

Das von den Netzbetreibern geführte Regulierungskonto dient der Erfassung und dem Abgleich der tatsächlich erzielten und der zulässigen Erlöse unter Berücksichtigung der tatsächlichen Mengenentwicklung.

Die eigentliche Aufgabe des Regulierungskontos war ursprünglich der Ausgleich von Prognoseunsicherheiten aufgrund von meist witterungsbedingten Mengenschwankungen. Da der Netzbetreiber zur Bildung seiner Netzentgelte auf Mengenprognosen des zukünftigen Energieabsatzes angewiesen ist und dieser durch eine Vielzahl von Faktoren (z.B. Temperaturen oder konjunkturelle Entwicklung) beeinflusst wird, ergeben sich regelmäßig Abweichungen zwischen den erzielten Erlösen und der festgelegten Erlösobergrenze. Solche Abweichungen sind am Jahresende sichtbar und werden auf einem Regulierungskonto verbucht. Auf diese Weise trägt der regulierte Netzbetreiber kein Mengenrisiko. Auch bei schwankenden Absatzmengen legt er seine Netzkosten auf die jeweils vorhandenen Mengen um.

Zudem wird hier u.a. die Differenz von Plan- und Ist-Kosten einzelner dauerhaft nicht beeinflussbarer Kostenpositionen (z.B. vorgelagerte Netzentgelte und vermiedene Netzentgelte) erfasst. Der Saldo wird jährlich für das vorangegangene Jahr ermittelt und fließt gleichmäßig in die Erlösobergrenzen für die nächsten drei Kalenderjahre ein. Saldierungen der jeweils jährlichen Beträge sind handelsrechtlich möglich IDW (pdf / 108 KB) . Durch den Mechanismus des Regulierungskontos sollen auch starke Schwankungen bei den Netzentgelten vermieden und damit die Planbarkeit für die Vertriebe und Netznutzer erhöht werden.

Details zur Führung des Regulierungskontos sind in § 5 ARegV geregelt. Der Regulierungskontosaldo und dessen Verteilung auf die Erlösobergrenzen werden von den Regulierungsbehörden genehmigt. Die Behandlung in einem eigenen Beschluss hat sich im Jahr 2016 geändert. Seitdem stellen die Netzbetreiber in jedem Jahr zum 30. Juni einen Antrag.

Verfahrenslisten

Eine Übersicht zu den Verfahren (aller Stromnetzbetreiber) mit Aktenzeichen finden Sie für alle Regulierungskonten ab der 2. Regulierungsperiode (2013) hier:
Verfahrensliste Regulierungskonto 2013-2019 (xls / 110 KB)

Erhebungsbogen

Mit Hilfe des Erhebungsbogens werden die notwendigen Daten erfasst.

Erhebungsbogen gemäß § 5 ARegV Strom (Regulierungskonto 2019) (xlsx / 2 MB) Stand: 29.05.2020
(Änderungen gegenüber der letzten Version können Sie dem Tabellenblatt "Changelog" entnehmen)

Zum 30. Juni 2020 haben alle Netzbetreiber den Antrag zur Feststellung des Regulierungskontos 2019 bei der zuständigen Regulierungsbehörde vorzulegen (§ 5 ARegV i.V.m. § 4 Absatz 4 Satz 1 Nr. 1a ARegV). Die Beschlusskammer 8 der Bundesnetzagentur hat den Erhebungsbogen für Stromnetzbetreiber entsprechend aktualisiert.

Für die Übermittlung über das Energiedatenportal ist der aktuelle Erhebungsbogen zu verwenden.

Der schriftliche Antrag nebst etwaiger Erläuterungen ist ohne besondere Formanforderungen fristwahrend in jedem Fall zum 30. Juni zu stellen.

Sollte für die Datenlieferung (Erhebungsbogen) aufgrund der Corona-Beschränkungen eine Fristverlängerung erforderlich sein, bitten wir um rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem jeweils für das Unternehmen zuständigen Prüfer mit einem Hinweis, wann dieser mit dem Erhebungsbogen rechnen kann.

Der Erhebungsbogen enthält folgende wesentliche Neuerungen gegenüber dem Erhebungsbogen Regulierungskonto 2018:

  • In dem neuen Tabellenblatt „Changelog“ ist eine Übersicht der vorgenommenen Änderungen aufgeführt. Für die Verteilernetzbetreiber sind dabei lediglich die Änderungen in den Tabellenblättern A4. bis E8c. und in E.10 maßgeblich. Hierzu sind auch die entsprechenden Hinweise in dem Tabellenblatt „Ausfüllhinweise“ zu beachten. Die Tabellenblätter E9. bis E9.d. sind lediglich von den Übertragungsnetzbetreibern zu befüllen.

  • Das Tabellenblatt A4. „Anlagenspiegel“ dient der Plausibilisierung der Angaben zum Kapitalkostenaufschlag in den Tabellenblättern E8. bis E8c. Die Eintragungen sind dem Anlagenspiegel, den der Netzbetreiber oder der Verpächter von Netzen für den Tätigkeitsbereich der Elektrizitätsverteilung nach den Vorgaben des § 284 Abs. 3 HGB aufgestellt hat, zu entnehmen.

  • Im Tabellenblatt E3. „dezentrale Einspeisung“ sind die dezentralen Erzeugungsanlagen einzutragen. Dabei können die Einzelanlagen zu Vergütungs- bzw. Einspeisekategorien zusammengefasst werden, z.B. können die Anlagen, differenziert nach tatsächlicher Vermeidungsleistung („Ist“) oder verstetigter Vermeidungsleistung, erfasst werden.

  • Im Tabellenblatt E4. „MSB (inkl. Messung)“ wurde die Abfrage hinsichtlich des Anteils der CAPEX differenziert. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass die Kosten, die im Bereich Messstellenbetrieb abzuschmelzen sind, teilweise bereits über den Kapitalkostenabzug berücksichtigt werden. Um einen Doppelabzug zu vermeiden wurde zudem die Frage aufgenommen, ob bereits bei der Verprobung eine Korrektur der zulässigen Erlöse für den Messstellenbetrieb (einschließlich Messung) berücksichtigt wurde.

Weitere Informationen

Kontakt

Beschlusskammer 8

Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

Telefon: 0228 – 14 5672
Fax: 0228 – 14 5972
E-Mail: poststelle.bk8@bnetza.de