Aus­bau der Stro­m­über­tra­gungs­net­ze

In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an unsere Stromnetze stark gestiegen. Die Gründe dafür liegen im Wesentlichen in den Zielen, die Deutschland sich gesetzt hat: den Umstieg auf erneuerbare Energien, das Erhalten einer hohen Versorgungs­sicherheit und die Verwirklichung des europäischen Binnen­markts. Vor allem im Übertragungs­netz ist absehbar, dass punktuelle Ergänzungen einzelner Leitungen dafür nicht mehr ausreichen. Der Gesetzgeber hat darauf unter anderem mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) und dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) reagiert. Diese beiden Gesetze haben der Bundes­netz­agentur umfangreiche Aufgaben im Rahmen des Netzausbaus übertragen.

Masten und Freileitungen im Abendrot

Bedarfsermittlung und Trassenplanung

Ziel der Gesetzgebung war es, den dringend benötigten Netzausbau zu beschleunigen, dabei jedoch gleichzeitig die Beteiligungs­möglichkeiten für Unternehmen, Behörden und Bürger zu erweitern. Um beide Ziele zu erreichen, wurde ein mehrstufiger Prozess geschaffen.

Erster Schritt dabei ist der Szenariorahmen, in dem die Übertragungsnetz­betreiber die wahrscheinlichen Entwicklungen der deutschen Energie­landschaft beschreiben. Auf dem Szenariorahmen baut der Netzentwicklungs­plan auf. Damit wird ermittelt, welcher Bedarf an neuen Leitungen besteht. Die Bundesnetzagentur hat in diesem Prozess eine entscheidende Rolle. Sie prüft den Szenariorahmen und den Netz­entwicklungsplan und damit die Notwendigkeit jedes Projekts. Gesetzlich festgeschrieben wird der Ausbaubedarf regelmäßig im Bundes­bedarfsplan.

Nach Abschluss der Bedarfsermittlung kommt für die Bundesnetzagentur eine weitere Aufgabe hinzu: Bei allen Vorhaben des Bundes­bedarfsplanes, die sich über mehrere Bundesländer oder ins Ausland erstrecken, fungiert sie als verfahrensführende Behörde. Das bedeutet, sie ist verantwortlich für die Bundes­fachplanung und die Plan­feststellung. In diesen beiden Verfahrensschritten werden zunächst ein Korridor für die neue Stromtrasse und dann deren genauer Verlauf festgelegt.

Alles über den Netzausbau

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Für mehr Informationen über die Verfahren beim Netzausbau, den aktuellen Stand der Planungen und anstehende Veranstaltungen gibt es unter www.netzausbau.de ein eigenes Informations­portal. Dort finden Sie auch die aktuell laufenden Beteiligungsverfahren und die entsprechenden Online-Formulare, um uns Ihre Stellungnahmen und Einwendungen zukommen zu lassen.

Kontakt

Bürgerservice Netzausbau
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