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Ener­gie­for­schung

Das Energiesystem ist durch die Digitalisierung und die Energiewende einem starken Wandel unterworfen. Ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, wirksame Klimaschutzmaßnahmen und eine wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung geben dabei den Rahmen für das Energiesystem der Zukunft vor.

SINTEG-Verordnung

Mit der neuen Experimentierklausel können sich die SINTEG-Projektteilnehmer - begrenzt auf die Dauer des Projektzeitraums - wirtschaftliche Nachteile (u.a. höhere Netzentgelte), die durch systemdienliches Verhalten aufgrund der Projekttätigkeit entstehen, erstatten lassen.

Konkret bedeutet das, dass Unternehmen zunächst in Vorleistung gehen und alle zusätzlich auftretenden Umlagen und Entgelte bezahlen müssen. Im Nachhinein können die Beträge, die aufgrund der Tätigkeit im SINTEG-Programm zusätzlich angefallen sind, von dem zuständigen Netzbetreiber erstattet werden. Voraussetzung dafür ist die Anzeige der Projekttätigkeit und die Feststellung der Ansprüche durch die Bundesnetzagentur.

Voraussetzung für diese Anträge auf Feststellung der Ansprüche durch die Bundesnetzagentur ist die Anzeige der Projekttätigkeit bei der Bundesnetzagentur.

Der Teilnehmer kann einen Antrag nur in dem Kalenderjahr stellen, das auf das Kalenderjahr folgt, in dem die Projekttätigkeit stattgefunden hat. Bei Inanspruchnahme von §§ 6 bis 9 SINTEG-V ist der Teilnehmer zu einer jährlichen Antragstellung verpflichtet.

Anzeige der Projekttätigkeit bei der Bundesnetzagentur

SINTEG-Teilnehmer, die eine Erstattung wirtschaftlicher Nachteile in Anspruch nehmen wollen, müssen der Bundesnetzagentur ihre Projekttätigkeit anzeigen.

Bitte senden Sie Ihre Anzeige ausschließlich an die in der Kontaktbox angegebene E-Mail-Adresse.

Für jeden Letztverbraucher und für jede Anlage, die eine der folgenden Technologien anwendet, muss eine gesonderte schriftliche Anzeige eingereicht werden:

  • Stromspeicherung
  • Umwandlung von elektrischer Energie in andere Energieträger oder
  • Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien

Die Bundesnetzagentur bestätigt den Eingang der Anzeige schriftlich nach Eingang der vollständigen Anzeige.

Antrag auf Erstattung

Für Ihren Antrag auf Feststellung der Ansprüche nutzen Sie bitte dieses Formular.

Förderprogramme der Bundesregierung

Die Bundesregierung fördert die Forschung und Entwicklung zukunftsweisender Energietechnologien. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Mit dem Förderprogramm Schaufenster Intelligente Energie (SINTEG) unterstützt die Bundesregierung einen Wettbewerb der innovativsten Ideen für intelligente Energiesysteme. Ziel ist es, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und Hemmnisse für eine aktive und stärkere Teilnahme der Verbraucher am Energiemarkt abzubauen.

Das Förderprogramm SINTEG ist Teil des Maßnahmenpakets "Innovative Digitalisierung der Deutschen Wirtschaft" und damit ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

SINTEG

Mit dem SINTEG-Förderprogramm sind Ende 2016 insgesamt fünf Schaufensterregionen gestartet, die große regionale Versuchsfelder bilden. In diesen Schaufensterregionen werden innovative Verfahren und Technologien für industrielle Verbraucher, Speicher und Netzbetreiber getestet, die zur Stabilität des Stromsystems beitragen und schnellere und flexiblere Preisreaktionen am Strommarkt ermöglichen sollen.

Die fünf Schaufensterregionen sind:

C/sells ist angesiedelt in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen mit dem Schwerpunkt Solarenergie und der regionalen Optimierung von Erzeugung und Verbrauch.

Designetz: Baukasten Energiewende in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hier soll Solarenergie und Windkraft für die Versorgung von urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden.

enera in Niedersachsen befasst sich u.a. mit regionalen Systemdienstleistungen, die das Netz lokal stabilisieren und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien weiter erhöhen sollen.

NEW 4.0 Die norddeutsche EnergieWende in Schleswig-Holstein und Hamburg soll zeigen, dass die Region bereits 2025 sicher und effizient mit 70 Prozent regenerativer Energie versorgt werden kann.

WindNODE umfasst die fünf ostdeutschen Länder und Berlin. Ziel ist eine effiziente Einbindung von erneuerbarer Erzeugung in die Sektorkopplung.
Stand: 14.06.2018