Navigation und Service

Sze­na­riorah­men für den Netz­ent­wick­lungs­plan Gas 2018-2028

Bestätigung des Szenariorahmens: Entscheidung in dem Verwaltungsverfahren (12. Dezember 2017)

Die Bundesnetzagentur hat am 12. Dezember 2017 den Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan (NEP) Gas 2018-2028 bestätigt. Der Szenariorahmen wurde von den Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) erarbeitet und bildet die Grundlage für den nationalen NEP Gas 2018-2028, den die FNB der Bundesnetzagentur zum 1. April 2018 vorlegen müssen.

Die Veröffentlichung des Konsultationsdokuments und die öffentliche Konsultation durch die FNB, der nach der Konsultation überarbeitete Szenariorahmen für den NEP Gas 2018-2028 und die Bestätigung des Szenariorahmens durch die Bundesnetzagentur unter Berücksichtigung der Stellungnahmen markieren den ersten Verfahrensabschnitt im Rahmen der Aufstellung des gemeinsamen NEP der FNB. Nach Maßgabe der im behördlich bestätigten Szenariorahmen getroffenen Annahmen werden die FNB im nachfolgenden Schritt den Entwurf des gemeinsamen NEP ausarbeiten.

Weitere Informationen zur Konsultation der FNB, insbesondere das Konsultationsdokument des Szenariorahmens, die Unterlagen zum Workshop der FNB und die zum Szenariorahmen eingegangenen Stellungnahmen sind auf der Internetseite des Verbandes FNB Gas veröffentlicht.

Szenariorahmen der Fernleitungsnetzbetreiber für den Netzentwicklungsplan Gas 2018-2028

Am Anfang des Prozesses der Erstellung des Netzentwicklungsplans steht die Erarbeitung eines Szenariorahmens durch die FNB. Der Szenariorahmen soll die möglichen Entwicklungen im Gassektor in den nächsten zehn Jahren darstellen. Dazu werden unter anderem Annahmen über die Entwicklung der Gewinnung, Versorgung und des Verbrauchs von Gas berücksichtigt. Gleiches gilt für geplante Investitionsvorhaben in die Netze und Speicher und denkbare Versorgungsstörungen.

Die FNB haben das Konsultationsdokument des Szenariorahmens für den NEP Gas 2018-2028 am 19. Juni 2017 veröffentlicht. Die Marktteilnehmer hatten bis zum 14. Juli 2017 die Gelegenheit zur Äußerung. In der Zwischenzeit fand am 29. Juni 2017 ein Workshop in Berlin statt.

Im Anschluss an die Konsultation wurden die Stellungnahmen auf der Internetseite des FNB Gas veröffentlicht. Auf Grundlage der Stellungnahmen wurde der Szenariorahmen überarbeitet und anschließend einschließlich aller bei den FNB eingegangenen Stellungnahmen der Bundesnetzagentur zur Bestätigung vorgelegt.

Vorschlag der BNetzA zur Weiterentwicklung des TaK-Konzepts im Prozess der Netzentwicklungsplanung

Das Konzept der temperaturabhängig festen, frei zuordenbaren Kapazitäten (TaK) an Gasspeichern wurde im Szenariorahmen zum NEP Gas 2013 erstmals vorgestellt. Mehrfach weiterentwickelt und konkretisiert, findet es seitdem in der Modellierung des NEP hauptsächlich für neue Speicher Anwendung. Beim Kapazitätsansatz für die Modellierung von Bestandsspeichern zeigte sich in den bisherigen Netzentwicklungsplänen ein sehr heterogenes Bild.

Aus Gründen der Gleichbehandlung und vor allem im Hinblick auf eine effiziente und gesamtwirtschaftlich angemessene Netzplanung erscheint es der Bundesnetzagentur grundsätzlich sinnvoll, auch bestehende Speicher mit der Kapazitätsart TaK zu modellieren. Insbesondere soll dadurch vermieden werden, dass es ungenutzte feste Kapazitäten an Punkten zu Bestandsspeichern gibt, während an anderer Stelle benötigte feste Kapazitäten nur auf unterbrechbarer Basis zur Verfügung gestellt werden können.

Diese Bestrebungen mündeten als Gegenstand der Bestätigung des Szenariorahmens zum NEP Gas 2016 vom 11.12.2015 in die Verpflichtung der FNB, im Rahmen des NEP Gas 2016 eine zusätzliche, separate Modellierung - die TaK-Versorgungssicherheitsvariante (TaKSi) - zu berechnen und der Bundesnetzagentur spätestens zum 1. Juli 2016 vorzulegen.

Der Vorschlag der Bundesnetzagentur zur Weiterentwicklung des TaK-Konzepts beinhaltet eine Zusammenfassung der Vorgaben und Ergebnisse der TaKSi-Modellierungsvariante und erläutert die resultierenden Ideen zur zukünftigen Weitentwicklung der Speichermodellierung im Prozess der Netzentwicklungsplanung Gas.

Das folgende Informationspapier wurde in Form eines Briefes an die Verbände EFET, bdew und INES gesendet.

Sollten Sie zu dieser Thematik Stellung nehmen wollen, können Sie Ihre Stellungnahme an NetzentwicklungsplanGas@bnetza.de senden.

Stand: 12.12.2017