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Lis­te der Kraft­werks­s­till­le­gungs­an­zei­gen

Die Kraftwerksstilllegungsanzeigenliste (KWSAL) enthält die bei der Bundesnetzagentur eingegangenen Stilllegungsanzeigen der Erzeugungs- und Speicheranlagenbetreiber.

(nach § 13a Abs. 1 EnWG alte Fassung und § 13b Abs. 1 EnWG neue Fassung)

Es werden die Anzeigen aufgeführt

  • zur geplanten endgültigen Stilllegung,
  • zur geplanten vorläufigen Stilllegung und
  • zu saisonalen Sommer-Konservierungen.
Anzeigen der Kraftwerksbetreiber (Erzeugungsleistung)
Stand: 1. November 2017
zur endgültigen Stilllegung - gesamt
(davon in Süddeutschland)
14.321,0 MW
(6.071,0 MW)
erfolgte endgültige Stilllegung8.654,9 MW
Differenz5.666,1 MW

Die Differenz ergibt eine Gesamtleistung in Höhe von insgesamt 5.666,1 MW aus solchen zur endgültigen Stilllegung angezeigten, aber noch nicht durchgeführten Stilllegungen von Kraftwerksanlagen. Darin enthalten sind systemrelevante Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3.878,1 MW, die aus Gründen der Versorgungssicherheit derzeit nicht endgültig stillgelegt werden dürfen.

Die der Bundesnetzagentur auf sonstigem Wege - zum Beispiel über Abfragen im Rahmen des Monitorings - zur Kenntnis gelangten Informationen zu etwaigen Stilllegungsplanungen von Kraftwerksbetreibern sind nicht in der KWSAL aufgeführt. Letzteres erfolgt erst, sofern und sobald entsprechende Stilllegungsplanungen in formale Stilllegungsanzeigen gegenüber der Bundesnetzagentur und den systemverantwortlichen Übertragungsnetzbetreibern münden.

Die Bundesnetzagentur aktualisiert die KWSAL regelmäßig.

Die eingehenden Stilllegungsanzeigen werden von der Bundesnetzagentur jeweils in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht beurteilt. Diese Beurteilung, insbesondere die Beurteilung hinsichtlich Wirksamkeit und Qualifizierung als echte Stilllegungsanzeige im Rechtssinne kann sich bei neuen Erkenntnissen tatsächlicher oder rechtlicher Natur nachträglich ändern. Dies kann wiederum eine entsprechende Anpassung der KWSAL zur Folge haben.

Der Umstand, dass ein Erzeugungs- oder Speicheranlagenbetreiber eine Stilllegung plant und dieses Stilllegungsvorhaben seiner gesetzlichen Pflicht entsprechend gegenüber der Bundesnetzagentur und dem systemverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber anzeigt, bedeutet nicht zwingend, dass eine Stilllegung auch zum geplanten Zeitpunkt erfolgen wird. So kann beispielsweise eine geplante endgültige Stilllegung vorerst nicht realisiert werden, wenn der systemverantwortliche Übertragungsnetzbetreiber die betreffende Anlage als systemrelevant ausweist und die Bundesnetzagentur dies genehmigt. Dies verdeutlicht, dass die KWSAL nur die geplanten Stilllegungen und nicht die tatsächlichen Stilllegungen aufführt.