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Kraft­werks­s­till­le­gungs­an­zei­gen

Die Kraftwerksstilllegungsanzeigenliste (KWSAL) enthält die bei der Bundesnetzagentur eingegangenen Stilllegungsanzeigen der Erzeugungs- und Speicheranlagenbetreiber. Sie wird regelmäßig aktualisiert.

Standorte mit erfolgtem und erwartetem Zu- und Rückbau von Kraftwerksblöcken Standorte mit erfolgtem und erwartetem Zu- und Rückbau von Kraftwerksblöcken

Es werden die Anzeigen aufgeführt

  • zur geplanten endgültigen Stilllegung
  • zur geplanten vorläufigen Stilllegung
  • zu saisonalen Sommer-Konservierungen
Anzeigen der Kraftwerksbetreiber (Erzeugungsleistung) - Stand: 1. Oktober 2018
Die Differenz ergibt eine Gesamtleistung in Höhe von insgesamt 6.909,9 MW aus den zur endgültigen Stilllegung angezeigten, aber noch nicht durchgeführten Stilllegungen von Kraftwerksanlagen. Darin enthalten sind systemrelevante Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3.881,5 MW, die aus Gründen der Versorgungssicherheit derzeit nicht endgültig stillgelegt werden dürfen.
zur endgültigen Stilllegung - gesamt
(davon in Süddeutschland)
16.432,0 MW
(6.434,3 MW)
erfolgte endgültige Stilllegung9.522,1 MW
Differenz6.909,9 MW

Hintergrundinformationen

Die der Bundesnetzagentur auf sonstigem Wege - zum Beispiel über Abfragen im Rahmen des Monitorings - zur Kenntnis gelangten Informationen zu etwaigen Stilllegungsplanungen von Kraftwerksbetreibern sind nicht in der KWSAL aufgeführt. Dies erfolgt erst, wenn entsprechende Stilllegungsplanungen in formale Stilllegungsanzeigen gegenüber der Bundesnetzagentur und den systemverantwortlichen ÜNB münden.

Die eingehenden Stilllegungsanzeigen werden von der Bundesnetzagentur jeweils in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht beurteilt. Diese Beurteilung, insbesondere die Beurteilung hinsichtlich Wirksamkeit und Qualifizierung als echte Stilllegungsanzeige im Rechtssinne kann sich bei neuen Erkenntnissen tatsächlicher oder rechtlicher Natur nachträglich ändern. Dies kann wiederum eine entsprechende Anpassung der KWSAL zur Folge haben.

Der Umstand, dass ein Erzeugungs- oder Speicheranlagenbetreiber eine Stilllegung plant und dieses Stilllegungsvorhaben seiner gesetzlichen Pflicht entsprechend gegenüber der Bundesnetzagentur und dem systemverantwortlichen ÜNB anzeigt, bedeutet nicht zwingend, dass eine Stilllegung auch zum geplanten Zeitpunkt erfolgen wird. So kann beispielsweise eine geplante endgültige Stilllegung vorerst nicht realisiert werden, wenn der systemverantwortliche ÜNB die betreffende Anlage als systemrelevant ausweist und die Bundesnetzagentur dies genehmigt. Dies verdeutlicht, dass die KWSAL nur die geplanten Stilllegungen und nicht die tatsächlichen Stilllegungen aufführt.

Gesetzliche Grundlage

§ 13b Abs. 1 EnWG (neue Fassung)
§ 13a Abs. 1 EnWG (alte Fassung)