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Min­des­ter­zeu­gung

Das deutsche Stromversorgungssystem erfährt seit einiger und auf absehbare Zeit eine Strukturveränderung. Sie ist das Resultat politischer Entscheidungen der Bundesregierung. Langfristiger Kern dieser politischen Entscheidungen ist die Umstellung auf eine CO2-freie und nicht-nukleare Erzeugungsstruktur. Gegenwärtig ist das Phänomen zu beobachten, dass ein gewisser Teil der Einspeisung aus konventionellen Kraftwerken nur unflexibel auf Börsenpreise reagiert, also sogar bei negativen Börsenpreisen einspeist. Die Bundesnetzagentur hat dieses Phänomen in ihrem Bericht über die Mindesterzeugung untersucht.

Die Mindesterzeugung entspricht der Einspeiseleistung, die direkt einem netztechnischen Grund bzw. einer Systemdienstleistung zurechenbar ist. Sie kann daher nicht vom Netz genommen werden.

Diese Mindesterzeugung ist vom sogenannten konventionellen Erzeugungssockel zu unterscheiden. Dieser umfasst Kraftwerksleistung, die sich ebenfalls preisunelastisch verhält, also selbst bei negativen Börsenpreisen Strom erzeugt. Die Gründe hierfür können z.B. kraftwerkstechnische Restriktionen oder außermarktliche Verdienstmöglichkeiten (z.B. Wärmebelieferung, Eigenversorgung, vermiedene Netzentgelte) sein.

Bericht über die Mindesterzeugung

Die Analyse wurde anhand einzelner relevanter Stunden an fünf Tagen im zweiten Halbjahr 2015 durchgeführt.

Die Tage wurden mit Hilfe dieser Kriterien ausgewählt:

Die Analyse der einzelnen Stunden erfolgte auf Basis von Daten der Übertragungsnetzbetreiber aus dem Energieinformationsnetz zur Fahrweise der Kraftwerke. Darüber hinaus floss eine Abfrage bei den Kraftwerksbetreibern zu den Gründen ihrer Einspeisung in den relevanten Stunden ein.

Stand: 11.04.2017