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Ka­pa­zi­täts­re­ser­ve

Die Kapazitätsreserve ist neben der Verbesserung der Kurzfrist- und Regelenergiemärkte eine der Maßnahmen aus dem Weißbuch des BMWi „Ein Strommarkt für die Energiewende“ (2015), mit der auch während der Energiewende die Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben soll.

Die Kapazitätsreserve soll in Zeiten, in denen trotz freier Preisbildung auf dem Großhandelsmarkt kein ausreichendes Angebot zur Deckung der gesamten Nachfrage zur Verfügung steht, zusätzliche Leistung bereitstellen.

Dazu werden bestehende Erzeugungsanlagen, Speicher oder Lasten außerhalb des Strommarktes vorgehalten und bei Bedarf auf Anweisung der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) mit Regelzonenverantwortung nach Ausschöpfung der marktlichen Alternativen eingesetzt. Wettbewerbsverzerrungen auf dem Markt werden damit so gering wie möglich gehalten.

Laufende Verfahren

Verfahrenseinleitung zur Änderung der Teilnahmevoraussetzungen und des Zuschlagsverfahrens der Kapazitätsreserveausschreibung für den zweiten Erbringungszeitraum vom 01.10.2022 bis zum Ablauf des 30.09.2024 (Az.: 4.12.05.03/003)

4.12.05.03/003
hier: Verfahrenseinleitung

Die Bundesnetzagentur hat am 03.03.2021 gemäß §§ 66 Abs. 1, 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. §§ 42 Nr. 2, Nr. 4, 9 Abs. 4 KapResV gegenüber den vier Übertragungsnetzbetreibern ein Festlegungsverfahren zur Änderung der Teilnahmevoraussetzungen und des Zuschlagsverfahrens der Kapazitätsreserveausschreibung für den zweiten Erbringungszeitraum vom 01.10.2022 bis zum Ablauf des 30.09.2024 eingeleitet. Das Verfahren wird beim Referat 617 unter dem Aktenzeichen 4.12.05.03/003 geführt.

Festlegung

Festlegung zur Anpassung des Gebotstermins der Kapazitätsreserveausschreibung für den zweiten Erbringungszeitraum vom 01.10.2022 bis 30.09.2024 (Az.: 4.12.05.03/001)

4.12.05.03/001
hier: Festlegung

Die Bundesnetzagentur hat am 16.12.2020 in dem Verwaltungsverfahren gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern zur Anpassung des Gebotstermins der Kapazitätsreserveausschreibung für den zweiten Erbringungszeitraum durch Festlegung von Amts wegen entschieden, dass der Gebotstermin vom 01.04.2021 auf den 01.12.2021 verschoben wird, §§ 29 Abs. 1, 13h Abs. 2 i.V.m Abs. 1 Nr. 6 lit. e EnWG i.V.m. §§ 42 Nr. 2, 8 Abs. 2 KapResV. Durch diese Festlegung soll ein höherer Wettbewerb zwischen den Bietern erreicht werden und gewährleistet werden, dass die gesamte gesetzlich angestrebte Reserveleistung in Höhe von 2 GW durch die Übertragungsnetzbetreiber kontrahiert werden kann.

Da die Festlegung gegenüber einer Vielzahl betroffener Übertragungsnetzbetreiber erfolgt, nimmt die Bundesnetzagentur, in Ausübung des ihr nach § 73 Abs.1a Satz 1 EnWG zustehenden Ermessens, eine öffentliche Bekanntmachung der Entscheidung vor. Die öffentliche Bekanntmachung wird dadurch bewirkt, dass der verfügende Teil der Entscheidung, die Rechtsbehelfsbelehrung und ein Hinweis auf die Veröffentlichung der vollständigen Entscheidung auf der Internetseite der Bundesnetzagentur und im Amtsblatt der Bundesnetzagentur bekannt gemacht werden (§ 73 Abs.1a Satz 2 EnWG). Die Entscheidung gilt gemäß § 73 Abs.1a Satz 3 EnWG mit dem Tage als zugestellt, an dem seit dem Tag der Bekanntmachung im Amtsblatt der Bundesnetzagentur zwei Wochen verstrichen sind.

Die Festlegung wird im Amtsblatt der Bundesnetzagentur, Nr. 24 vom 23.12.2020, veröffentlicht.

Anlage Festlegung: Verschiebung 2. Gebotstermin Kapazitätsreserve 4.12.05.03-001 (pdf / 2 MB)

Verfahrenseinleitung zur Anpassung des Gebotstermins im Rahmen der Kapazitätsreserveausschreibung für den zweiten Erbringungszeitraum vom 01.10.2022 bis 30.09.2024

4.12.05.03/001
hier: Verfahrenseinleitung

Verfahren des Referates 617

Das Referat 617 hat am 30.10.2020 gemäß § 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. §§ 42 S. 1 Nr. 2, 8 Abs. 2 KapResV ein Festlegungsverfahren zur Anpassung des Gebotstermins im Rahmen der Kapazitätsreserveausschreibung für den zweiten Erbringungszeitraum vom 01.10.2022 bis 30.09.2024 eingeleitet.

Das Verfahren wird beim Referat 617 unter dem folgenden Aktenzeichen geführt:
Übertragungsnetzbetreiber Strom „Anpassung des Gebotstermins für die zweite Kapazitätsreserveausschreibung“4.12.05.03/001

Ausschreibungsverfahren

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und die Kapazitätsreserveverordnung (KapResV) geben vor, dass die Anlagen in der Kapazitätsreserve alle zwei Jahre von den ÜNB mit Regelzonenverantwortung in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt werden.

Die Ausschreibung für den ersten Erbringungszeitraum (1. Oktober 2020 bis 30. September 2022) endete am 1. Dezember 2019. Die Übertragungsnetzbetreiber haben 1.056 MW Leistung für diesen Zeitraum beschafft. Nähere Informationen zum Ausschreibungsergebnis der kontrahierten Anlagen und der Leistungsvergütung finden Sie auf der Internetseite Netztransparenz.de.

Für den zweiten Erbringungszeitraum (1. Oktober 2022 bis 30. September 2024) wird ein Ausschreibungsverfahren vom 01.09.2021 bis zum 01.12.2021 durchgeführt.

Standardbedingungen

Die Bundesnetzagentur hat die Standardbedingungen für den ersten Erbringungszeitraum am 23. Juli 2019 genehmigt.

Die Standardbedingungen sind Teil der Ausschreibungsunterlagen, die die ÜNB auf ihrer Internetseite Netztransparenz.de veröffentlicht haben.

Die ÜNB haben die Standardbedingungen in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur entwickelt. Die Standardbedingungen konkretisieren die Vorgaben der KapResV und bedürfen der Genehmigung der Bundesnetzagentur (vgl. § 37 Abs. 2 KapResV).