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Mel­de­ver­fah­ren zur Netz- und Sys­tem­si­cher­heit

Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems sind Netzbetreiber ermächtigt, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen. Sie müssen die Regulierungsbehörden über die einzelnen Maßnahmen und deren Gründe unterrichten.

Meldungen an die Regulierungsbehörde

Betreiber von Übertragungsnetzen (ÜNB) sind verpflichtet, die Regulierungsbehörde über die Gründe der nach § 13 Abs. 2 EnWG durchgeführten Anpassungen und Maßnahmen zu unterrichten. Dazu zählen auch Maßnahmen, die in Verbindung mit Einspeisemanagement (§ 14 EEG) oder der Anschluss- und Abnahmepflicht (§ 3 Abs. 1 S. 3 KWKG) erfolgen. Zudem melden die Netzbetreiber der Bundesnetzagentur Ausnahmen nach § 13 Abs. 3 S.4 und 5 EnWG zur Aufrechterhaltung einer Mindesteinspeisung aus Anlagen zur Gewährleistung des netztechnisch erforderlichen Minimums (gem. § 13 Abs. 3 S.6 EnWG).

Diese Vorschriften gelten entsprechend auch für Verteilernetzbetreiber. (§ 14 Abs. 1 EnWG)

Jede Anpassung oder Anforderung einer Anpassung von Stromeinspeisungen und Stromabnahmen an die Erfordernisse eines sichereren und zuverlässigen Betriebs der Elektrizitätsversorgungsnetze ist als einzelne Maßnahme zu verstehen. Maßnahmen aufgrund von Instandhaltungen müssen nur auf der Hoch- und Höchstspannung gemeldet werden.

Die Meldungen an die Bundesnetzagentur haben von allen Netzbetreibern zu erfolgen. Eine Meldung an die Landesregulierungsbehörden ist nicht notwendig. Die Bundesnetzagentur informiert die Landesregulierungsbehörden über die Maßnahmen der Netzbetreiber in deren Zuständigkeit.

Maßnahmen ID

Für die Meldeverfahren gilt eine Maßnahmen-ID, durch welche die Weitergabe von Maßnahmen an weitere Netzbetreiber ersichtlich wird.

Die Maßnahmen-ID ist so aufgebaut, dass der Netzbetreiber zur eindeutigen Identifikation vor seine beliebige Zeichenfolge ein dreistelliges Kürzel setzen muss. Dieses eindeutige dreistellige Kürzel wird von der Bundesnetzagentur vergeben und muss vom Netzbetreiber einmalig angefordert werden. Senden Sie dafür bitte eine E-Mail an: 13.2EnWG@bnetza.de.

Monatliche Meldung der Anpassung von Stromeinspeisungen

Der Erhebungsbogen ist monatlich vom auslösenden, anfordernden und ausführenden Netzbetreiber zu übermitteln.

Die Meldungen müssen alle ergriffenen Maßnahmen beinhalten:
NetzbetreiberAngaben
auslösender NB
  • zum verursachenden Netzelement und der maximal angeforderten Leistung
ausführender NB
  • zu den abgeregelten Anlagen mit der tatsächlich abgeregelten Arbeit am jeweiligen Netzverknüpfungspunkt, an den die abgeregelten Anlagen angeschlossen sind
  • zu den voraussichtlichen Entschädigungszahlungen für Einspeisemanagementmaßnahmen
Der Erhebungsbogens für den jeweiligen Monat muss bis zum 15. des übernächsten Monats an 13.2EnWG@bnetza.de gesandt werden. Die Datei darf nicht verändert werden.
Monatliche Meldung 13.2 EnWG (Stand: 31.07.2019) (xlsx / 1 MB)
Ausfüllhinweise monatlichen Meldung (Stand: 31.07.2019) (pdf / 569 KB)

Ad-hoc Meldung - Anpassung von Stromabnahmen

Die Meldung der Stromabnahmen erfolgt, sobald eine entsprechende Maßnahme im jeweiligen Netzgebiet ergriffen wurde (sog. Ad-hoc-Meldungen). Die Übermittlung muss bis 16 Uhr des Folgetages an die E-Mail-Adresse 13.2EnWG@bnetza.de erfolgen (keine Werktagsregelung). Der Erhebungsbogen darf nicht verändert werden. Leermeldungen sind nicht erforderlich.

Leitfaden zum Einspeisemanagement

Den von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Leitfaden finden Sie hier.

Kontakt

Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

E-Mail: 13.2EnWG@bnetza.de

Gesetzliche Grundlagen

§ 13 EnWG

Meldepflicht ÜNB § 13 Abs. 7 EnWG

Meldepflicht VNB § 14 Abs. 1 EnWG

Ausnahmen zur Aufrechterhaltung einer Mindesteinspeisung aus Anlagen zur Gewährleistung des netztechnisch erforderlichen Minimums §13 Abs. 3 S.6 EnWG