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Zu­gang zu Post­fach­an­la­gen

Bundesnetzagentur untersucht Zugang zu Postfachanlagen und sieht sich die Marktverhältnisse bei Netzzugängen im Briefmarkt genau an.

Die Bundesnetzagentur hat im 11. März 2016 eine Studie zu den Zugangsmöglichkeiten der im Wettbewerb stehenden Unternehmen zu Postfachanlagen der Deutsche Post AG veröffentlicht.

Die Auswertung der Untersuchung "Zugang zu Postfachanlagen" finden Sie hier:
Studie Zugang zu Postfachanlagen (2015) (pdf / 1 MB)

Die Wettbewerbsverhältnisse auf dem deutschen Briefmarkt veränderten sich zuletzt nicht so stark, auch wenn sie sich im europäischen Vergleich sehen lassen können. Die Wettbewerber bauen ihre Marktanteile nur langsam aus. Daher schaut sich die Bundesnetzagentur genau an, ob das auch mit den Zugangsbedingungen zusammenhängen könnte.

Die Erhebung der Bundesnetzagentur erbrachte wertvolle Hinweise, beispielsweise zur Zufriedenheit mit den Annahmezeiten bei der Deutschen Post für Sendungen an Postfächer, zu den Annahmemodalitäten oder der Tarifierung. Sie gibt zudem einen guten Überblick über das Marktgeschehen in diesem Briefbereich. Die Bundesnetzagentur prüft nun, inwieweit aus den Untersuchungsergebnissen Schlussfolgerungen für ihre Regulierungsarbeit zu ziehen sind.

Für die Studie wurden mehrere hundert Briefdienstleister zur Zustellung an Postfachadressen der Deutschen Post befragt. Dabei hat sich herausgestellt, dass rund drei Viertel die vom Gesetz eröffnete Möglichkeit nicht oder nicht mehr in Anspruch nehmen. Ein Teil der Briefdienstleister weiß nicht einmal, dass es die Möglichkeit gibt, Sendungen auch an Postfachanlagen der Deutschen Post zuzustellen. Etwa die Hälfte der Nichtnutzer benötigt diesen Zugang nicht, weil diese Beförderer die ihnen übergebenen Briefe nicht selbst zustellen, sondern über andere Briefdienstleister, darunter auch die Deutsche Post, zustellen lassen oder aktuell in der Briefbeförderung nicht tätig sind.

Untersuchung auf der Grundlage des Postgesetzes

Als das Postgesetz 1997 eingeführt wurde, sollte einer der Bausteine für offene Briefmärkte die Zugangsmöglichkeit von Wettbewerbern zu den Postfachanlagen der Deutschen Post sein. Damit sollte gewährleistet werden, dass nicht nur die Deutsche Post, sondern auch andere Briefbeförderer Sendungen zustellen können, die an Postfächer des Marktbeherrschers adressiert sind. Die Deutsche Post ist daher verpflichtet, ihren Wettbewerbern diese Leistungen zur Verfügung zu stellen.

Die Bundesnetzagentur ist in 2015 auch den Marktverhältnissen bei der Nutzung des Adresszugangs der Deutschen Post nachgegangen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in Kürze ins Netz gestellt. Für das Jahr 2016 hat sich die Bundesnetzagentur eine genauere Untersuchung der Marktakzeptanz von Teilleistungszugängen für Endkunden und Wettbewerber vorgenommen.

Stand: 11.03.2016