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Einzel­verbindungs­nachweis

Festlegung der Mindestangaben und der Form für einen Einzelverbindungsnachweis nach § 45e Abs. 2 TKG

Die Bundesnetzagentur hat mit Verfügung Nr. 35 in ihrem Amtsblatt 07/2008 die Mindestangaben und die Form für einen Einzelverbindungsnachweis verbindlich festgelegt.

Die wesentlichen Inhalte stellen sich wie folgt dar:

Telefonverbindungen

Zwingende Angabe ist neben dem Kalenderdatum und der dem Teilnehmer zugeteilten Nummer, von welcher der Telekommunikationsvorgang ausgeht, auch die Zielnummer des Telekommunikationsvorgangs. Soweit der Teilnehmer die ungekürzte Mitteilung der von ihm gewählten Rufnummern im Einzelverbindungsnachweis gewählt hat, ist die Zielnummer im Standardnachweis vollständig auszuweisen. Hat er für den Einzelverbindungsnachweis eine Kürzung um die letzten drei Ziffern beauftragt, ist die Zielnummer um diese Ziffern verkürzt auszuweisen. Bei der Nutzung von SMS- oder MMS-Diensten ist in der Regel die Zielnummer, die durch den Nutzer angewählt wird, auszuweisen.

Internetverbindungen

Bei Internetverbindungen besteht für das genutzte Datenvolumen eine Nachweispflicht. Der Ausweis hat mindestens auf Tagesbasis zu erfolgen. Bei Kontingenten (z. B. 1.000 MB Datenvolumen) ist ein vollständiger Nachweis vorgesehen, sobald das Kontingent überschritten wird und eine Einzelabrechnung erfolgt.

Bei vertraglichen Vereinbarungen von sog. "Flatrates" muss generell kein detaillierter Ausweis erstellt werden, da dieser zur Prüfung der Rechnung nicht notwendig ist.

Call-by-Call

Beim Call-by-Call, der Betreiberauswahl im Einzelwahlverfahren, muss zur Transparenzsteigerung für den Verbraucher die genutzte Kennzahl im Einzelverbindungsnachweis angegeben werden.

Formale Anforderungen

Für die Form der Angaben wurden folgende Festlegungen getroffen:

  • Der Einzelverbindungsnachweis ist auf Verlangen des Teilnehmers grundsätzlich unentgeltlich in Papierform zu erbringen.
  • Schließt der Teilnehmer den Vertrag mit Hilfe des Internets oder werden im Rahmen der Vertragsbeziehungen regelmäßig Verbindungen zum Internet abgerechnet, kann der Einzelverbindungsnachweis in elektronischer Form unentgeltlich als Standard bereitgestellt werden. In diesem Fall ist auf Verlangen des Kunden der Einzelverbindungsnachweis in Papierform bereitzustellen, für den der Anbieter ein an den Bereitstellungskosten orientiertes Entgelt verlangen kann.
  • Im Falle der elektronischen Bereitstellung des Einzelverbindungsnachweises ist der Teilnehmer über die Fertigstellung des Einzelverbindungsnachweises (z. B. per SMS oder E-Mail) zu benachrichtigen.
  • Im Falle der Sperre des Anschlusses kann der Teilnehmer den Einzelverbindungsnachweis unentgeltlich in Papierform verlangen.

Rechtsgrundlagen

Verfügung Nr. 35 aus Amtsblattveröffentlichung vom 23.04.2008 (pdf / 49 KB)

Vorausgehende Dokumente zur Anhörung:

Die Bundesnetzagentur hat mit Mitteilung Nr. 199/2008 in Ihrem Amtsblatt 4/2008 und ergänzt mit Nr. 251 in ihrem Amtsblatt 7/2008 die Ergebnisse der Anhörung zu dem Entwurf einer Verfügung bezüglich des Standardnachweises gem. § 45e Abs. 2 TKG veröffentlicht.

Mitteilung Nr. 199 aus Amtsblattveröffentlichung vom 05.03.2008 (pdf / 59 KB)

Mitteilung Nr. 251 aus Amtsblattveröffentlichung vom 23.04.2008 (pdf / 34 KB)

Stand: 17.12.2015

Kontakt

Einzelverbindungsnachweis
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