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Da­ten für Aus­kunft­s­er­su­chen

Für die Bereitstellung des automatisierten und des manuellen Auskunftsverfahrens (gem. §§ 112 und 113 TKG), sind Telekommunikationsdiensteanbieter nach § 111 TKG verpflichtet, Kundendaten von Ihren Kunden zu erfassen. In Abgrenzung zu den Bestandsdaten gem. § 3 Nr. 3 TKG, welche nur gespeichert und bereitgestellt werden müssen, soweit sie für die Begründung, inhaltliche Ausgestaltung, Änderung oder Beendigung eines Vertragsverhältnisses erforderlich sind, sind die Kundendaten des § 111 TKG verpflichtend zu erheben und zu speichern.

Folgende Kundendaten müssen erfasst und gespeichert werden:

  • Rufnummer und andere Anschlusskennung
  • Name des Anschlussinhabers
  • Anschrift des Anschlussinhabers
  • Geburtsdatum des Anschlussinhabers
  • Anschrift des Anschlusses (bei Festnetz)
  • Gerätenummer des Mobilfunkgerätes
  • Datum des Vertragsbeginns

Die Kundendaten sind für die Dauer von einem Jahr für die Auskunftsverfahren weiter vorzuhalten und mit Ablauf des auf den Vertragsablauf folgenden Kalenderjahres zu löschen.

Die beiden Auskunftsverfahren unterscheiden sich unteranderem im Umfang der bereitgestellten Daten:

AuskunftsverfahrenDaten
Automatisiertes AuskunftsverfahrenKundendaten ( § 111 TKG)
Manuelles Auskunftsverfahren

Kundendaten (§ 111 TKG)

Bestanddaten (§ 95 i.V.m. § 3 Nr. 3 TKG)

Mehr Informationen zu den Auskunftsverfahren und den jeweiligen Daten finden Sie in den FAQ des automatisierte Auskunftsverfahren.

Seit dem 30. Juli 2016 ist in § 111 TKG festgelegt, dass im Falle von im Voraus bezahlten Mobilfunkdiensten eine Überprüfung der erhobenen Anschlussinhaberdaten anhand der Vorlage bestimmter Identitätsnachweise vorzunehmen ist. Hierzu hat die Bundesnetzagentur eine Verfügung erlassen, welche festlegt, welche anderen geeigneten Verfahren es hierfür gibt.