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Be­triebs- und Bün­del­funk

Betriebsfunk in den Bereichen 37 MHz, 75 MHz und 150 MHz

Für den Betriebsfunk stehen insbesondere Frequenzen im 70cm-, 2m-, 4m- und 8m-Band zur Verfügung. Er dient der Übertragung innerbetrieblicher Nachrichten in Form von Sprache und Daten innerhalb eines in der Frequenzzuteilung beschriebenen regionalen Einsatzgebiets. Im Betriebsfunk werden Frequenzen zur eigenen Nutzung in Funknetzen zugeteilt, die aus einer oder mehreren ortsfesten und/oder mobilen Landfunkstellen bestehen. Für Funknetze ohne ortsfeste Funkstelle wird als Versorgungsgebiet ein geografisches Gebiet festgelegt, z.B. "Stadtbereich Frankfurt". Für eine effizientere Frequenznutzung werden Frequenzen im Betriebsfunk grundsätzlich mehreren Nutzern zur gemeinschaftlichen Nutzung zugeteilt.

Für die Zuteilung von Frequenzen sind einmalig Gebühren und jährliche Frequenznutzungsbeiträge zu entrichten.

Gebühren und Beiträgen

Die Frequenzzuteilung erfolgt in der Regel in den Außenstellen der Bundesnetzagentur. Welches Dienstleitungszentrum für Sie zuständig ist können Sie der folgenden Karte entnehmen.

Dienstleistungszentren für Frequenzzuteilung (DLZ 4) (pdf / 491 KB)

Weitere Details sind den Verwaltungsvorschriften für Frequenzzuteilungen im nichtöffentlichen mobilen Landfunk zu entnehmen.

VVnömL (pdf / 2 MB)

Betriebsfunk für Sprach- und Datenübertragung

Diese Funkanwendung dient der Übertragung innerbetrieblicher Nachrichten in Form von Sprache und Daten, wobei der Schwerpunkt dieser Anwendung in der Sprachkommunikation liegt. Zunehmend werden die Frequenzen des Betriebsfunks für Sprach- und Datenübertragung frequenzökonomischer mit digitalen Geräten genutzt. Hierzu stehen optimierte Frequenzbänder zur Verfügung. Wegen knappen Frequenzressourcen im 70cm-Bereich ist immer eine Nutzung im 2m-Bereich zu bevorzugen.

Betriebsfunkantrag (pdf / 75 KB)

Betriebsfunk für Personenrufe (Personenruffunk)

Personenruffunk dient dazu, Personen, die mit einem Rufempfänger ausgestattet sind, eine Information zu übermitteln. Personenruffunk wird auch für Alarmierungszwecke zur der schnellen Information von Einsatzkräften über einen Notfall eingesetzt.

Antragsformblatt - Personenruffunk (pdf / 47 KB)

Betriebsfunk für Sprach- und Datenübertragung auf Grundstücken (Grundstückssprechfunk)

Der Grundstückssprechfunk dient der Übertragung von Sprache und Alarmierungssignalen innerhalb von Grundstücken (z.B. Betriebsgelände, Flughäfen, Krankenhäuser, Einkaufszentren, Sportgelände usw.).

Antragsformblatt - Grundstückssprechfunk (pdf / 46 KB)

Betriebsfunk für Fernwirkzwecke (Fernwirkfunk)

Fernwirkfunk dient der Übertragung von Datensignalen für gewerbliche und industrielle Fernsteuerungs- und Fernmesswecke. Hierzu zählen Funkfernsteuerungen für Baustellenampeln, Verkehrstelematik, Telemetrie, Alarmanlagen, Funkübertragung von Korrekturdaten für satellitengestützte Navigationsverfahren, Fernsteuerungen von Maschinen, Funkanwendungen für Identifizierungszwecke z.B. von Gepäck an Flughäfen oder Waren in Verteilzentren der Post.

Antragsformblatt - Fernwirkfunk (pdf / 49 KB)

Betriebsfunk für Führungszwecke (Führungsfunk)

Der Führungsfunk dient der Übertragung von Sprachsignalen vorzugsweise in einer Richtung und über geringe Entfernungen, z.B. bei Werks- und Museumsführungen, in Fahrschulen, in Ausbildungsstätten für Hörgeschädigte sowie bei Sportveranstaltungen.

Antrag - Durchsagefunk (pdf / 31 KB)

Bündelfunk in den Bereichen 410-430 MHz und 440-443 MHz bzw. 445-448 MHz

Der Bündelfunk ist ein zellularer Mobilfunkdienst für Sprach- oder Datenübertragung unter Nutzung von Technologien wie MPT1327, Tetrapol oder TETRA. Bündelfunk wird für betriebsinterne Kommunikation zur Steuerung betrieblicher Abläufe mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Individualität und Sicherheit genutzt. Zuteilungsinhaber und Nutzer kommen insbesondere aus den Bereichen Energie, Chemie, Industrie, Flughäfen, Hafenanlagen, Verkehrsbetriebe und öffentliche Großnetze.

Bündelfunkfrequenzen werden auf Antrag standortbezogen mit konkreten funktechnischen Parametern zugeteilt, woraus sich das konkrete Versorgungsgebiet ergibt. Die konkrete Frequenznutzung bedarf daher immer der Genehmigung für jeden Senderstandort (sog. Festsetzung der funktechnischen Parameter). Um eine effiziente Frequenznutzung zu gewährleisten und funktechnische Störungen zu verhindern, werden im Bereich des Bündelfunks die Frequenzen einzeln zugeteilt. Bei einer Nutzung in Grenznähe kann eine einzelfallbezogene Koordinierung mit den Nachbarstaaten erforderlich werden.

Anträge auf Frequenzzuteilung sind an Bundesnetzagentur, Referat 215, Canisiusstraße 21, 55122 Mainz zu senden.

Für erstmalige Zuteilungen von Frequenzen für den schmalbandigen Bündelfunk in den Frequenzbereichen 410-430 MHz und 440-443 MHz bzw. 445-448 MHz gilt folgendes:

  • analoge Bündelfunkfrequenzen werden bis zum 31.12.2020 befristet
  • digitale Bündelfunkfrequenzen werden bis zum 31.12.2025 befristet

Antragsverfahren und allgemeine Informationen (pdf / 2 MB)

Standortdatenliste (xls / 31 KB)

Stand: 21.12.2017