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Richt­funk

Frequenzen für Richtfunkanwendungen

Aufgrund des Einsatzes neuer breitbandiger Kommunikationstechnologien in den verschiedenen im Wettbewerb stehenden Kommunikationsnetzen nimmt der Bedarf an Richtfunkverbindungen zu. Der Richtfunk ermöglicht eine schnelle und relativ kostengünstige Realisierung leistungsfähiger Übertragungswege. Die Richtfunkfrequenzplanung und -zuteilung sowie die Koordinierung mit den Nachbarstaaten wird zentral in Berlin durchgeführt.

Punkt-zu-Punkt-Richtfunk

Bei Richtfunkstrecken handelt es sich zumeist um hochbitratige Übertragungswege zur drahtlosen Verbindung in Kommunikationsnetzen. Um eine möglichst störungsfreie und effiziente Nutzung der dem Richtfunk zugewiesenen Frequenzen zu gewährleisten, werden Frequenzen für Richtfunkanwendungen zum größten Teil einzeln zugeteilt. Für Punkt-zu-Punkt-Richtfunk (PP-Richtfunk) stehen Frequenzen in den Bereichen 4 GHz, 6 GHz, 7 GHz, 13 GHz, 15 GHz, 18 GHz, 23 GHz, 26 GHz, 28 GHz, 32 GHz, 38 GHz 42 GHz, 52 GHz und 71-76/81-86 GHz zur Verfügung.

Aufgrund der physikalischen Funkwellenausbreitung nimmt die realisierbare Funkfeldlänge mit zunehmender Frequenz ab. Zuteilungsvoraussetzung für Frequenzen aus den verschiedenen Frequenzebereichen ist daher eine entsprechende Länge des geplanten Funkfeldes.

Weitere Informationen:
Verwaltungsvorschriften
Hinweise zur Beantragung
Antrag PP-Richtfunk (pdf / 489 KB)
Ausfüllhinweise zum Antragsformblatt (pdf / 144 KB)

Allgemein zugeteilt für Punkt-zu-Punkt-Richtfunk stehen Frequenzen in den Bereichen 38 GHz, 57 GHz und 58 GHz zur Verfügung.

Allgemeinzuteilungen:
Richtfunk bei 38 GHz (pdf / 90 KB)
Richtfunk bei 57,1 - 57,8 GHz und 58,6 - 58,9 GHz (pdf / 30 KB)

Anträge auf Frequenzzuteilung für PP- und PMP-Richtfunkanwendungen sind an die nebenstehende Adresse zu senden.

Für die Zuteilung von Frequenzen sind einmalig Gebühren und jährliche Frequenznutzungsbeiträge zu entrichten (Gebühren und Beiträgen).

Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk

Sollen Übertragungswege von einem festen Punkt sternförmig zu mehreren Teilnehmerstationen realisiert werden, kann dafür der Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk (PMP-Richtfunk) genutzt werden. Die Frequenzen werden für eine Nutzung durch beliebig viele Funkstellen (Zentralstationen und Teilnehmerstationen) in einem bestimmten Versorgungsbereich zugeteilt. Für PMP-Richtfunk stehen Frequenzen in den Bereichen 26 GHz und 28 GHz zur Verfügung. Frequenzen aus dem Bereich 28 GHz sind ausschließlich für Infrastruktur-Übertragungswege in UMTS- und anderen Mobilfunknetzen vorgesehen. Einzelheiten zur Nutzung regeln die Verwaltungsvorschriften.

Für die Nutzung von Frequenzen für Richtfunkanwendungen im Bereich 26 GHz gelten die folgenden Nutzungsbestimmungen:

Nutzungsbedingungen 26 GHz (pdf / 89 KB)

Für die Nutzung von Frequenzen für Richtfunkanwendungen im Bereich 28 GHz gelten die folgenden Nutzungsbestimmungen:

Nutzungsbedingungen 28 GHz (pdf / 51 KB)

Für den Betrieb einer PMP-Richtfunk-Anbindung werden Frequenzzuteilung und die Genehmigung des Senderstandortes benötigt.

Antrag auf Frequenzzuteilung - PMP (pdf / 12 KB)

Antrag für Senderstandort - PMP (pdf / 21 KB)

Anträge auf Frequenzzuteilung für PP- und PMP-Richtfunkanwendungen sind an die nebenstehende Adresse zu senden.

Für die Zuteilung von Frequenzen sind einmalig Gebühren und jährliche Frequenznutzungsbeiträge zu entrichten (Gebühren und Beiträgen).

Bei der Errichtung von Bauwerken (bspw. Windenergieanlagen), die höher als 20 m sind, kann im Planungs- und Genehmigungsverfahren im Rahmen des Baurechts (BauGB) bzw. des Immissionsschutzrechts (BImSchG) die Bundesnetzagentur in Sachen Richtfunk zu beteiligen sein. Darüber hinaus kann die Bundenetzagentur im Rahmen weiterer Zuständigkeiten, bspw. im Rahmen ihrer Zuständigkeit für den Ausbau der Elektrizitäts-Übertragungsnetze nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz (NABEG), zu beteiligen sein.

Informationen zu Bauleitplanungen

Stand: 07.12.2016

Weitere Informationen

Bauplanungen