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Mo­bi­ler Flug­funk und Flug­na­vi­ga­ti­ons­funk

Zum 1. Januar 2019 führt die Bundesnetzagentur nach Anhörung ein geändertes Konzept für die international nach der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) vorgeschriebenen Einzelzuteilungen (bisher individuelle Frequenzzuteilung / AIRCRAFT STATION LICENCE) im mobilen Flug- und Flugnavigationsfunk ein. Ab diesem Zeitpunkt sind die Frequenzen des mobilen Flug- und Flugnavigationsfunks für Luftfunkstellen und mobile Flugnavigationsfunkstellen allgemein zugeteilt. Gleichzeitig ist jedoch die tatsächliche Nutzungserlaubnis von der vorherigen individuellen Zuteilung eines Rufzeichens im Flug- und Flugnavigationsfunk abhängig.

Die erforderlichen individuellen Nummernzuteilungen für Luftfunkstellen und mobile Flugnavigationsfunkstellen erfolgen ab diesem Zeitpunkt nach § 66 Telekommunikationsgesetz (TKG). Das bedeutet, dass die nach VO Funk international anerkannte Urkunde (AIRCRAFT STATION LICENCE) künftig nicht mehr in Form einer Frequenzzuteilung nach § 55 TKG ausgestaltet wird, sondern in Form einer Nummernzuteilung nach § 66 TKG.

Bestehende Zuteilungen von Rufzeichen, die im Rahmen der bisherigen Frequenzzuteilungen für Luftfunkstellen und mobile Flugnavigationsfunkstellen (Frequenzzuteilungsurkunden) zugeteilt wurden, bleiben weiterhin gültig. Ein Austausch der bestehenden Urkunden durch neue Nummernzuteilungsurkunden ist nicht vorgesehen. Die vor dem 1. Januar 2019 ausgestellten Urkunden bleiben international solange gültig, soweit keine Änderungen vorgenommen werden, die die Luftfunkstelle betreffen.

Die Neukonzeption betrifft nur Luftfunkstellen und mobile Flugnavigationsfunkstellen. Für Bodenfunkstellen und ortsfeste Flugnavigationsfunkstellen des mobilen Flugfunks und Flugnavigationsfunks sind auch weiterhin individuelle Frequenzzuteilungen erforderlich.

Für alle Angelegenheiten in Zusammenhang mit Zuteilungen im Flug- und Flugnavigationsfunk ist die Außenstelle der Bundesnetzagentur in Eschborn zuständig.

Regelungen zur Zuteilung von Nummern im Flug- und Flugnavigationsfunk

Aufgrund internationaler Regelungen muss jeder deutschen Luftfunkstelle eine „AIRCRAFT STATION LICENCE“ erteilt werden. Im Rahmen dieser AIRCRAFT STATION LICENCE soll ein Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk im Sinne des § 66 TKG durch Individualakt zugeteilt werden.

Gemäß § 1 Absatz 1 Satz 1 Telekommunikations-Nummerierungsverordnung (TNV) legt die Bundesnetzagentur in einem Nummernplan für jeden Nummernraum fest, wie dieser strukturiert und ausgestaltet ist.

Nummernplan Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk (pdf / 117 KB)

Der Nummernplan und das Antragsverfahren sollen die Zuteilung und Nutzung von Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk regeln. Die Anpassung bestehender Zuteilungen soll die einheitliche Nutzung der Rufzeichen sicherstellen.

Anpassung bestehender Zuteilungen für Rufzeichen

Anhörung zu Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk vom 5. September 2018

Die Bundesnetzagentur hatte hierzu im Jahr 2013 Entwürfe

  • zum Nummernplan für Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk
  • zum Antragsverfahren für Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk
  • zur Anpassung bestehender Zuteilungen für Rufzeichen für Luftfunkstellen im zivilen mobilen Flugfunk
  • zur AIRCRAFT STATION LICENCE (Zuteilungsurkunde)

erarbeitet und zur Anhörung gestellt.

Zu den Entwürfen wurde eine öffentliche schriftliche Anhörung durchgeführt (Mitteilung 68/2013, Amtsblatt 02/2013 vom 30. Januar 2013). Im Rahmen der Anhörung wurden keine Änderungsvorschläge vorgetragen. Aus verwaltungstechnischen Gründen können die Regelungen erst zum 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt werden. Im September 2018 wurde zu der Sache eine zweite schriftliche Anhörung durchgeführt, da die Anhörung über fünf Jahre zurücklag und die Entwürfe leicht geändert wurden (Mitteilung 252/2018, Amtsblatt 17/2018 vom 5. September 2018).

Im Ergebnis werden die angehörten Entwürfe zum 1. Januar 2019 umgesetzt.

Anträge und Ausfüllhinweise

Für jede Nutzung von Frequenzen des Flugfunks durch Funkstellen an Bord von Luftfahrzeugen bedarf es einer Zuteilung von Nummern. Für Funkanlagen zur Abwicklung von Sprechfunk ist in jedem Fall ein Rufzeichen zu beantragen.

Antrag Luftfunkstelle (doc / 130 KB)

Für ortsfeste Funkstellen des Flug- und Flugnavigationsfunks sind weiterhin individuelle Frequenzzuteilungen erforderlich.

Antrag Bodenfunkstelle (pdf / 140 KB)
Hinweise zum Antrag Bodenfunkstelle (pdf / 142 KB)

Gebühren und Beiträge

Für Zuteilungen im Flugfunk werden Gebühren (für Nummernzuteilungen) und Beiträge (für Frequenzzuteilungen) erhoben.

Gebühren und Beiträge im Flugfunk (pdf / 29 KB)

Allgemeinzuteilung von Frequenzen für Flugfunk an Bord von Luftfahrzeugen

Für Funkstellen an Bord von Luftfahrzeugen sind die Bedingungen, die Frequenzen und die Parameter für Frequenznutzungen durch die folgende Allgemeinzuteilung festgelegt:

Mobilfunk im Flugfunk (pdf / 103 KB)

Regelungen zu Frequenzzuteilungen für Funkstellen im VHF-Flugfunkfrequenzband

Die Bundesnetzagentur hat für Bodenfunkstellen und Luftfunkstellen in einigen Anwendungsbereichen den Kreis der nutzbaren Funkanlagen bzw. Handfunkgeräte erweitert.

Verfügung 83/2017 aus dem Amtsblatt 17/2017 (pdf / 333 KB)

In Umsetzung der EU-Durchführungsverordnung Nr. 1079/2012 vom 16. November 2012 werden seit 17. November 2013 für Funkstellen des VHF-Flugfunks grundsätzlich nur noch Frequenzen zugeteilt, wenn die Funkstelle in der Lage ist, im 8,33-kHz-Kanalraster zu senden und zu empfangen. Der Wortlaut der genannten Durchführungsverordnung kann auf Internetseite der Europäischen Union abgerufen werden.

EUR-Lex.europa.eu