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Kurz­zeit­zu­tei­lun­gen

Jede in Deutschland genutzte Frequenz bedarf gemäß des Telekommunikationsgesetzes (TKG) einer Frequenzzuteilung. Diese erfolgt - soweit keine Allgemeinzuteilung besteht - durch Einzelzuteilung durch die Bundesnetzagentur. Für kurzzeitige Frequenznutzungen - z. B. im Rahmen von Autorennen, Sportveranstaltungen, Konzerten und Messen - erfolgt die Zuteilung in einem vereinfachten Verfahren als Kurzzeitzuteilung für eine maximale Dauer von 30 Tagen.

Die Frequenzzuteilung für Kurzzeitnutzungen ist grundsätzlich veranstaltungs- und standortbezogen. Genaueres kann in der Verwaltungsvorschrift Kurzzeitnutzung (VVKuNz) nachgelesen werden.

VV KuNz (pdf / 58 KB)

Fragen zu Kurzzeitzuteilungen

Sind Abweichungen vom Frequenznutzungsplan möglich?

Die im Rahmen von Kurzzeitnutzungen beantragten Frequenznutzungen stimmen nicht in allen Fällen mit den Bestimmungen des Frequenznutzungsplans überein. Gemäß § 58 TKG kann bei kurzfristig auftretendem Frequenzbedarf von den im Frequenznutzungsplan enthaltenen Frequenznutzungen befristet abgewichen werden.

Voraussetzung hierfür ist es, dass keine im Frequenzbereichszuweisungsplan oder im Frequenznutzungsplan eingetragene Frequenznutzung beeinträchtigt wird.

Wo ist ein Antrag zu stellen?

Personen und Firmen mit Wohn-/Firmensitz in Deutschland wenden sich an die für den Veranstaltungsort zuständige Außenstellen. Personen und Firmen die Ihren Wohn-/Firmensitz nicht in Deutschland haben wenden sich an die nebenstehende Adresse.

Wie ist ein Antrag zu stellen?

Antragsteller sind gehalten, Anträge nicht später als 4 Wochen vor dem beabsichtigten Start der Nutzung zu stellen. Für später eingehende Anträge - insbesondere bei Frequenznutzung in Grenznähe zum benachbarten Ausland - kann eine zeitgerechte Zuteilung nicht in Aussicht gestellt werden.

Ein Antrag kann formlos oder unter Verwendung eines Antragformblattes gestellt werden.

Antrag Kurzzeitnutzung / Application form short-term usage (pdf / 875 KB)
Antrag Kurzzeitnutzung / Application form short-term usage (xls / 236 KB)

Zuteilungsgebühren

Die Frequenzzuteilung - unter bestimmten Voraussetzungen auch deren Ablehnung - ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren bemisst sich nach der Frequenzgebührenverordnung (FGebV) in der jeweils geltenden Fassung.

Daneben hat der Inhaber einer Frequenzzuteilung jährliche Beiträge zu entrichten. Deren Höhe bemisst sich nach der Frequenzschutzbeitragsverordnung (FSBeitrV) in der jeweils geltenden Fassung. Auf der Grundlage des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Verbindung mit der aktuellen Frequenzgebührenverordnung (FGebV) werden zur Zeit für den vorübergehenden Betrieb (von bis zu 30 Tagen an einem Standort) eines Kanals eine Gebühr von 130,00 € erhoben. Für jeden weiteren Kanal werden zusätzlich 50,- € erhoben.

Derzeit werden für Kurzzeitnutzungen keine Beiträge gemäß der Frequenzschutzbeitragsverordnung (FSBeitrV) erhoben.

Weitere Fragen?

Sollten Sie noch Fragen haben, so senden Sie uns eine Email ShortTerm@BNetzA.de oder ein Fax an +49 6131 18-5610.

Infoblatt / Fact sheet (pdf / 323 KB)

Weitere Informationen