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Sa­tel­li­ten­funk

Geschäftsmodell der Inmarsat „European Aviation Network (EAN)" im Frequenzbereich bei 2 GHz

Öffentliche Anhörung

Inmarsat Ventures Limited plant die Bereitstellung von breitbandigen Datendiensten für Fluggäste im europäischen Luftraum. Hierzu sollen Frequenzen aus dem Bereich bei 2 GHz genutzt werden, die für die Erbringung von Satellitenmobilfunkdiensten vorgesehen sind. In Kooperation mit der Deutschen Telekom AG sollen breitbandige Datendienste über einen Satelliten und terrestrische Bodenkomponenten bereitgestellt werden.

Die Bundesnetzagentur hat geprüft, ob und inwieweit das Geschäftsmodell mit dem gemeinschaftsrechtlichen und dem nationalen Rechtsrahmen vereinbar ist.

Anhörung zum Inmarsat-Geschäftsmodell (pdf / 360 KB)
Ergebnis und Schlussfolgerungen (pdf / 25 KB)  

Konkretisierende Zuteilung

Bezug nehmend auf die Öffentliche Anhörung zum Inmarsat-Geschäftsmodell „European Aviation Network (EAN)“ im 2-GHz-Frequenzbereich sowie das Ergebnis und Schlussfolgerungen zur öffentlichen Anhörung zum Inmarsat-Geschäftsmodell „European Aviation Network" im 2-GHz-Frequenzbereich wird hiermit die konkretisierende Zuteilung zur Zuteilung Nr. 03/2011/BNetzA an die Firma Inmarsat des Frequenzbereichs 1980-1995 MHz und 2170-2185 MHz für das Inmarsat-Geschäftsmodell eines Dienstes zur breitbandigen Anbindung von Luftfahrzeugen für den Europäischen Luftraum ("European Aviation Network (EAN)") veröffentlicht (siehe auch Mitteilung 66/2018 im Amtsblatt 5/2018 vom 14. März 2018).

Konkretisierende Zuteilung 1980-1995 MHz / 2170-2185 MHz (pdf / 23 KB)

Allgemeines zum Satellitenfunk

Über Telekommunikationssatelliten können, neben den in der Öffentlichkeit bekannten Abstrahlungen von Rundfunk- und Fernsehprogrammen, auch Sprach- und/oder Datenübertragungen erfolgen.

Diese Möglichkeit ist vor allem dann von Interesse, wenn große Entfernungen zu überbrücken sind und
• Sprache oder Daten von einer Quelle an mehrere Empfänger gleichzeitig übertragen werden sollen oder
• Sprache oder Daten von mehreren Standorten, die auch verändert werden können, an einen oder mehrere Empfänger übertragen werden sollen.

Im Folgenden werden die Regelungen zur Nutzung von Frequenzen und zum Betreiben von Erdfunkstellen, Satellitenfunknetzen sowie zur Beantragung der Übertragung von Nutzungsrechten für Orbitsysteme erläutert.

Frequenzzuteilung für Erdfunkstellen

Um die Sprach- und/oder Datenkommunikation über die Telekommunikationssatelliten mittels der Satellitensendefunkanlagen konkret ausüben zu können, bedarf es einer Frequenzzuteilung zur Nutzung der Frequenzen. Die Zuteilung von Frequenzen für Satellitenfunkanlagen setzt voraus, dass

  • eine entsprechende Zuweisung vorhanden ist,
  • die nationale und ggf. erforderliche internationale Frequenzkoordinierung für die Erdfunkstelle erfolgreich abgeschlossen werden kann,
  • das genutzte Satellitensystem für die beantragte Frequenznutzung international koordiniert wurde.

Für die Zuteilung von Frequenzen sind einmalig Gebühren und jährliche Frequenznutzungsbeiträge zu entrichten (Gebühren und Beiträgen).

Reine Satellitenempfangsanlagen bedürfen keiner Frequenzzuteilung. Die für die Übertragung erforderlichen Raumkapazitäten sind bei den Betreibergesellschaften der Satelliten zu buchen. Es steht Ihnen frei, bei welcher Satellitenbetreibergesellschaft Sie die Raumsegmente buchen.

Die Bearbeitung der Anträge auf Frequenzzuteilung sowie die Beantwortung weiterer Fragen erfolgt zentral im Referat 223. Bitte wenden Sie sich daher an die nebenstehende Adresse oder per Email an Satellitenfunk@BNetzA.de (per Fax +49 6131 18-5614).

Frequenzzuteilung für ein Satellitenfunknetz

Es gibt satellitengestützte Anwendungen, bei denen die Teilnehmerendgeräte unter der Kontrolle eines Satellitenfunknetzes stehen, d.h. der Endnutzer hat, ähnlich wie bei einem GSM-Handy, keinen Einfluss auf die frequenztechnischen Parameter (z.B. Frequenz, Sendeleistung) seines Gerätes. Die Frequenznutzung der Endgeräte wird damit maßgeblich durch den Netzbetreiber gesteuert und kontrolliert. In diesen Fällen wird eine Zuteilung an den Betreiber des Satellitenfunknetzes ausgesprochen, die auch sämtliche Endgeräte mit abdeckt.

Durch dieses Vorgehen hat einerseits der Netzbetreiber eine weitgehende Freiheit bei dem Auf- und Ausbau des Netzes und andererseits die Bundesnetzagentur einen kompetenten Ansprechpartner bezüglich der Frequenznutzung und im Störungsfall.

Im Fall von Mobilfunk-Satellitensystemen (u.a. Satellite Personal Communications Systems, S-PCS-Systeme wie z.B. Globalstar, Iridium, Thuraya) können die jeweiligen Endgeräte auf der Grundlage des zugeteilten Satellitenfunknetzes in der Bundesrepublik Deutschland ohne weitere Zuteilung im Einzelnen betrieben werden.

Für VSAT-Netze im Frequenzbereich 14,0 - 14,25 GHz werden ebenfalls Satellitenfunknetzzuteilungen ausgesprochen. Frequenznutzungen, die der Verfügung 2/2005 (pdf / 22 KB) veröffentlichten Frequenznutzungsbedingungen für VSAT-Nutzungen entsprechen, können auf der Grundlage des zugeteilten Satellitenfunknetzes ohne weitere Zuteilung im Einzelnen betrieben werden. Erdfunkstellen, die diese Kriterien nicht einhalten, bedürfen aber weiterhin einer Einzelfrequenzzuteilung.

Satellitenfunknetze / satellite networks (04/2018) (pdf / 80 KB)

Für die Zuteilung von Frequenzen sind einmalig Gebühren und jährliche Frequenznutzungsbeiträge zu entrichten (Gebühren und Beiträgen).

Anträge und Ausfüllhinweise

Erdfunkstellen

Die Frequenznutzung durch sogenannte Erdfunkstellen, welche senden, bedarf einer Einzelzuteilung durch die Bundesnetzagentur. Reine Satellitenempfangsanlagen benötigen keine Frequenzzuteilung. Frequenzen werden zugeteilt, wenn

  • die Nutzung im Frequenzplan ausgewiesen ist,
  • die Frequenzen verfügbar sind,
  • die Verträglichkeit mit anderen Frequenznutzungen gegeben ist und
  • eine effiziente und störungsfreie Frequenznutzung durch den Antragsteller sichergestellt ist.

Der Antrag für ein Satellitenfunknetz kann formlos gestellt werden.

Antrag Satellitenfunk / Application satellite services (FileTypevnd.ms-excel.sheet.macroenabled.12 / 289 KB)
Sie müssen die Ausführung von Makros zulassen, um das Formblatt nutzen zu können! (Menü "Extras - Makros - Sicherheit" in Microsoft Excel)

Antrag Satellitenfunk / Application satellite services (pdf / 312 KB)

Antragsinformationen für Erdfunkstellen im C-Band

Die Frequenzen im C-Band-Bereich 3400 – 3800 MHz waren in der Vergangenheit dem Festen Funkdienstes über Satelliten (Richtung Weltraum – Erde) zugewiesen und wurden zum Empfang für Erdfunkstellen genutzt.

3400 – 3600 MHz

Im Bereich 3400 MHz – 3600 MHz ist im Frequenzplan für den Festen Funkdienstes über Satelliten (Richtung Weltraum – Erde) keine Frequenznutzung mehr vorgesehen. In diesem Frequenzbereich werden keine neuen Koordinierungen vorgenommen.

3600 – 3800 MHz

Der Bereich 3600 - 3800 MHz steht nach Einführung von Anwendungen des Drahtlosen Netzzugangs für den Festen Funkdienst über Satelliten nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Bestehende und koordinierte Empfangsfunkanlagen werden geschützt. Neuplanungen sind im Einzelfall insbesondere für bestehende Standorte möglich.

Betreiber einer bestehenden Erdfunkstelle können einen Antrag auf Koordinierung des Empfangs im Frequenzbereich 3600 – 3800 MHz stellen. Der Antragsteller hat darzulegen, warum dieser Frequenzbereich erforderlich und keine höheren Frequenzbereiche wie z.B. in 3800 – 4200 MHz nutzbar sind. Sofern diese Darlegung schlüssig ist und keine Nutzung durch einen Zuteilungsinhaber des Drahtlosen Netzzugangs besteht, wird die Koordinierung vorgenommen.

Satellite News Gathering (SNG)

Für kurzzeitige Frequenznutzungen - z. B. im Rahmen von Autorennen, Sportveranstaltungen, Konzerten und Messen - erfolgen die Zuteilungen in einem vereinfachten Verfahren als Kurzzeitzuteilungen für eine maximale Dauer von 30 Tagen.

Antrag SNG / Application SNG (FileTypevnd.ms-excel.sheet.macroenabled.12 / 147 KB)

Antrag SNG / Application SNG (pdf / 58 KB)

Ausfüllhinweise SNG / Guidelines SNG (pdf / 7 KB)

Satellitenfunknetz

Informationen Satellitenfunknetze (pdf / 44 KB)

Anmeldung von Satellitensystemen (Orbitsysteme)

Gemäß des Telekommunikationsgesetzes (TKG) bedarf jede Ausübung deutscher Orbit- und Frequenznutzungsrechte der Übertragung durch die Bundesnetzagentur. Dies setzt die Anmeldung, Koordinierung und Notifizierung des Satellitensystems beim Funkbüro der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) voraus.

In Deutschland führt die Bundesnetzagentur auf Antrag die Anmeldung, Koordinierung und Notifizierung bei der ITU durch.

Verfahren zur Anmeldung von Satellitensystemen bei der ITU (pdf / 202 KB)

Die Anträge auf Anmeldung eines Satellitensystems bei der ITU sind an

Bundesnetzagentur
Canisiusstr. 21
55122 Mainz

oder per Email an satsystems@bnetza.de oder per Fax an +49 6131 18 5614 zu senden.

Geostationäre Satellitenfunksysteme (pdf / 47 KB)
Umlaufende Satellitenfunksysteme (pdf / 12 KB)

GNSS

Jede in Deutschland genutzte Frequenz bedarf gemäß des Telekommunikationsgesetzes (TKG) einer Frequenzzuteilung. Diese erfolgt - soweit keine Allgemeinzuteilung besteht - durch Einzelzuteilung durch die Bundesnetzagentur.

Die Satellitensignale der globalen Satellitennavigationssysteme (GNSS) in den Frequenzbereichen 1164 - 1215 MHz, 1215 - 1300 MHz und 1559 - 1610 MHz, wie z. B. NAVSTAR-GPS, GALILEO, GLONASS, sind mitunter örtlich nicht verfügbar, weil sie beispielsweise in Fahrzeuggaragen oder in Laborräumen und Werkstätten abgeschirmt sind. In solchen Fällen besteht oft die Notwendigkeit, einen Teil der unversorgten Zone mit Hilfe von GNSS-Repeatern "auszuleuchten".

Ein GNSS-Repeater empfängt hierbei die Signale an einem gut versorgten Ort, leitet sie per Kabelverbindung ins Gebäudeinnere und sendet sie in der Nähe der abgeschatteten GNSS-Empfänger wieder aus. Eine echte Positionsbestimmung ist damit zwar nicht möglich, die Empfänger können mit den wieder ausgesendeten Signalen jedoch getestet oder auch vorgeführt werden.

  • Der Bedarf kann nur für folgende Nutzergruppen anerkannt werden:
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS),
  • zivile und militärische Luftfahrtindustrie sowie entsprechende Wartungs- und Reparaturbetriebe,
  • Hersteller von GNSS-Empfängern bzw. Chipsätzen,
  • Hersteller, die GNSS-Empfänger als integralen Bestandteil in ihr Endprodukt einbauen (z. B. Autohersteller),
  • Vertreiber von GNSS-Empfängern (Tests und Vorführungen von GNSS-Geräten innerhalb von Gebäuden)

Der mobile Betrieb ist in allen Fällen verboten!

Wir empfehlen allen Betreibern sich durch den Errichter die Einhaltung der Verwaltungsvorschrift (ausgestrahlte Leistung usw.) bestätigen zu lassen.

Genaueres kann in der Verwaltungsvorschrift GNSS-Repeater nachgelesen werden.

VV GNSSRp (pdf / 90 KB)

Einen Antrag auf Zuteilung eines GNSS-Repeaters kann unter Verwendung des folgenden Formblatts eingereicht werden:

Antrag auf Zuteilung von Frequenzen für GNSS-Repeater (pdf / 130 KB)

Senden Sie den Antrag bitte an die nebenstehende Adresse oder per Email an 223-Postfach@BNetzA.de (per Fax +49 6131 18-5614).

Messstelle für Weltraumfunkdienste Leeheim

Die Messstelle der Bundesnetzagentur für Weltraumfunkdienste liegt 35 km südwestlich von Frankfurt am Main am Rhein in Leeheim. Ihre vollbeweglichen Parabolspiegelantennen von bis zu 12 m Durchmesser sind auf Satelliten im Weltraum gerichtet. Diese Antennen sind nicht für gewerbliche Funkübertragung bestimmt, sondern bilden das Herz einer Einrichtung zur Beobachtung des Frequenzspektrums, das den Weltraumfunkdiensten zugewiesen ist. Darüber hinaus dient die Messstelle zur Aufklärung von Störungen im Frequenzbereich des Satellitenfunks.

Die Anzahl der Satelliten im Orbit wächst und folglich wächst auch der Bedarf an Satellitenfunkfrequenzen. Die zukunftsgerichtete Planung der Frequenznutzungen gewinnt deshalb mehr und mehr an Bedeutung. Die Gefahr von Funkstörungen wird größer. Die Möglichkeit mit technischen Mitteln Störungsquellen schnell zu finden, ist aus wirtschaftlichen Gründen sowohl für Betreiber als auch für Nutzer äußerst wichtig.

Die Messstelle der Bundesnetzagentur für Weltraumfunkdienste in Leeheim ist durch nationales Recht und internationale Verträge mit der Weltraumfunkbeobachtung betraut. Das Aufgabenspektrum beinhaltet zudem auch die Ortung und Beseitigung von Funkstörungen in der Satellitenkommunikation.

Funktionen der Messstelle für Weltraumfunkdienste

Zur Unterstützung von Planung und Koordinierung von Satellitensystemen

Allgemeine Orbitbeobachtungen erlauben es, die aktuelle Nutzung des Frequenzspektrums durch Weltraumfunkdienste, die Transponderbelegung sowie die Belegung des geostationären Orbits durch Satelliten festzustellen.

Spezielle Frequenzbelegungsuntersuchungen, z.B. im Zusammenhang mit der Frequenzkoordinierung, ermöglichen die frühzeitige Entdeckung von potentiellen Störungen schon während der Planungsphase für Satellitensysteme.

Zur Begleitung der Satellitenpositionierung und des Satellitenbetriebs

Beobachtungen der Telemetrie- und Telekommandofrequenzen vor dem Satellitenstart garantieren die erfolgreiche Positionierung geostationärer Satelliten.

Mit Belegungsuntersuchungen der Satellitentransponder stellt die Bundesnetzagentur sicher, dass der Satellitenbetrieb wie international veröffentlicht, koordiniert und notifiziert abläuft.

Die Störungsbearbeitung entdeckt Störquellen, die ansonsten weiterhin den Betrieb der Satelliten- und terrestrischen Funkdienste behindern würden.

Zur Ermittlung von Störern im UpLink

Fälle von UpLink-Störern, d.h. nicht der Satellit ist die Störquelle, sondern ein Satellit wird gestört, treten immer mehr auf. Seit Nutzern der direkte Zugriff zu Satelliten erlaubt ist, ist die Anzahl von Erdfunkstellen (z.B. VSATs) schnell gestiegen. Erdfunkstellen sind die Hauptursache von UpLink-Störungen. Sie können durch technische oder betriebliche Fehler verursacht sein. Beobachtet wurden auch Fälle von unberechtigter Transpondernutzung, aber auch von beabsichtigter Störung von Satellitentranspondern. Behörden, Betreiber und Nutzer müssen mit dieser Situation fertig werden.

Dazu steht in der Messstelle in Leeheim eine Messeinrichtung zur Ermittlung der geografischen Position von UpLink-Störern zur Verfügung. Zur Klärung von Uplink-Störungen ist die detaillierte Kenntnis des störenden Signals nicht erforderlich. Das System lokalisiert Störer durch die Verarbeitung von Messergebnissen aus dem Zeitunterschied (TDOA = Time Difference Of Arrival) und dem Frequenzunterschied (FDOA = Frequency Difference Of Arrival) der in Leeheim empfangenen Störsignale, erstens über den gestörten und zweitens über den Nachbarsatelliten. Sobald der Störer geortet ist, kann normalerweise die Störung zügig eliminiert werden.

Das System ist für die Frequenzbänder 1,5 - 1,8 GHz, 2,1 - 2,3 GHz, 3,2 - 4,2 GHz, 7,25 - 7,75 GHz, 10,7 - 12,75 GHz und 18,3 - 22,0 GHz ausgelegt.

Zur Begleitung von Verträglichkeitsuntersuchungen

Frequenzbänder für Weltraumfunkdienste werden in der Regel auch für terrestrische Funkdienste genutzt. Die Messstelle Leeheim unterstützt theoretische Verträglichkeitsuntersuchungen durch Feldversuche und ermöglicht damit die Nutzung der gleichen Frequenzen durch Weltraum- und terrestrische Funkdienste. Darüber hinaus begleitet die Messstelle Leeheim die Einführung von neuen Satellitenfunkanwendungen durch messtechnische Untersuchungen.

Antennen 1 und 4

Leeheim Antennen 1 und 4 Antennen 1 und 4

Antennenparameter der Messstelle für Weltraumfunkdienste (pdf / 8 KB)

Antenne 1, eine 12-m-Parabolspiegelantenne (links im Bild), ist im Prinzip eine Breitbandantenne für 1 - 13 GHz. Spezielle Empfangssysteme mit optimierten Eigenschaften bei 1.5 - 1.8 und 2.1 - 2.3 GHz sowie bei 10.7 - 12.75 GHz, und die hohe Genauigkeit in der Positionsregelung sind die Voraussetzungen für das sogenannte Monopulse-Auto-Tracking zur hochgenauen Antennenausrichtung. Ein beweglicher Umlenkspiegel und ein Schiebemechanismus ermöglichen die Umschaltung zwischen den verschiedenen Frequenzbereichen.

Der relativ große Bereich 4.3 - 8.5 GHz der Antenne 1 erlaubt kein Monopulse-Auto-Tracking. Aber alle Antennen verfügen über computergesteuerte Positionsnachführungen in allen Frequenzbändern.

Aufgrund der möglichen hohen mechanischen Drehgeschwindigkeiten um die Azimut- und Elevationsachse können die Antennen auch jeden nicht geostationären Satelliten verfolgen.

Antenne 4, eine 7-m-Parabolspiegelantenne (rechts im Bild), ist durch ihre spezielle XY-Achsengeometrie besonders zur Nachführung umlaufender Satelliten geeignet und das mit niedrigen Antennendrehgeschwindigkeiten. Sie deckt den gesamten Frequenzbereich von 1 - 26,5 GHz mit 8 umschaltbaren Empfangseinheiten ab.

Messparameter

Die Station kann Übertragungsparameter bestimmen, wie z.B.:

  • Funkfrequenz
  • Dopplerfrequenz,
  • Sende- und Modulationsart,
  • Bandbreite,
  • Polarisation,
  • Gesamtleistungsflussdichte,
  • Leistungsflussdichte in einem Referenzband,
  • EIRP.

Es können auch die Bahnelemente von Raumflugkörpern ermittelt werden, um z. B. bei Störungen unbekannte Satelliten zu identifizieren.
Die Bundesnetzagentur stellt die Messstelle für Weltraumfunkdienste in Leeheim im Rahmen eines Memorandum of Understanding auch anderen europäischen Ländern zur Verfügung. Auf der Homepage des "European Communication Office" (ECO) finden Sie hierzu weitere Informationen unter dem Begriff: Satellite Monitoring MoU

Weitere Informationen zur Messstelle für Weltraumfunkdienste in Leeheim erhalten Sie unter:

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Referat 511
Herr Mecher, 5110-6
Postfach 80 01
D-55003 Mainz

Tel.: +49 6131 18-5126
Fax: +49 6131 18-5621
E-Mail: Klaus.Mecher@bnetza.de