Navigation und Service

Funk­an­la­gen

Die Richtlinie 2014/53/EU des europäischen Parlaments und des Rates über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt legt den neunen Regelungsrahmen für das Inverkehrbringen von Funkanlagen fest. Es dürfen ausschließlich Geräte in Verkehr gebracht und/oder in Betrieb genommen werden, wenn sie den grundlegenden Anforderungen dieser Richtlinie entsprechen. Diese Richtlinie wird im üblichen Sprachgebrauch als RE-Richtlinie (Radio Equipment Direktive) bezeichnet.

Schnurgebundene Telekommunikations-Endeinrichtungen (z.B. schnurgebundene Telefone) fallen nicht in den Anwendungsbereich der RE-Richtlinie. Die grundlegenden Anforderungen für diese Geräte werden von der Richtlinie 2014/30/EU (EMV-Richtlinie) und ggf. der Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungs-Richtlinie) abgedeckt.

In Deutschland wird die RE-Richtlinie in das Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz - FuAG) umgesetzt. Hierbei wird der Gesetzgeber die Bundesnetzagentur mit der Ausführung des Gesetzes beauftragen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten ist die Bundesnetzagentur befugt in Verkehr zu bringende oder in Verkehr gebrachte Geräte auf Einhaltung der grundlegenden sowie aller weiteren Anforderungen zu prüfen und bei Nichteinhaltung geeignete Maßnahmen zu veranlassen um den Mangel zu beheben.

Titel und Ausgabestände europäisch harmonisierter Normen, die unter der RE-Richtlinie gelistet sind, können Sie hier erhalten.

Wenn der Hersteller keine harmonisierten Normen verwendet hat oder wenn solche Normen nicht vorhanden sind, muss er seine technische Dokumentation bei einer notifizierten Stelle vorstellen, die diese dann prüfen wird.

Zur Beantwortung von Fragen im Zusammenhang mit dem Inverkehrbringen von Funkanlagen oder Telekommunikationsendeinrichtungen steht Ihnen das Fachreferat 411 der Bundesnetzagentur zur Verfügung.

Stand: 20.06.2017