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5. Mo­bil­funk­ge­ne­ra­ti­on (5G)

Noch befindet sich die 5. Mobilfunkgeneration (5G) im Stadium der Standardisierung, soll aber in Zukunft erhebliche Verbesserungen und Leistungssteigerungen gegenüber LTE/LTE A erbringen. Im Fokus der Standardisierungsarbeiten stehen dabei folgende Anwendungsbereiche:

  • "Massive Internet of Things": u.a. hohe Anzahl von Endgeräten (z.B. mit Sensoren) bei möglichst geringer Komplexität
  • "Critical Communications": u.a. geringere Latenzzeiten und/oder eine verbesserte Zuverlässigkeit
  • "Enhanced Mobile Broadband": u.a. höhere Datenraten und eine gesteigerte Mobilität

Aktuell geht die ITU-R davon aus, dass mit 5G je nach Szenario typische Datenraten bis in den Gb/s-Bereich für den Anwender möglich werden könnten. Wesentliche Fortschritte soll es auch bei den Latenzzeiten geben, für die unter bestimmten Bedingungen ein Wert von 1ms (End-to-End) erreicht werden könnte (wichtig für zeitkritische Anwendungen). Weitere Aspekte beinhalten z.B. eine verbesserte Energieeffizienz oder eine höhere Anzahl an Endgeräten/km².

5G wird wie die vorangegangenen Mobilfunkgenerationen in 3GPP spezifiziert werden. Nach aktueller Zeitplanung - Stand Juli 2016 - könnten bereits ab 2018 erste 5G Standards fertig gestellt sein. Bis zu einem breiten Einsatz in Deutschland dürften aber noch einige Jahre über das Jahr 2020 hinaus vergehen. Die Bundesnetzagentur wird die Standardisierungsaktivitäten in 3GPP weiterhin aktiv unterstützen.

Stand: 01.08.2016