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Si­cher­heits­a­spek­te in der Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on

Die Bundesnetzagentur beteiligt sich aktiv an der Standardisierung zur Förderung der Sicherheit in der Telekommunikation. Vorrangiges Ziel ist hierbei die inhaltliche Mitgestaltung von Standards, um deren Anwendung im Einklang mit der deutschen bzw. europäischen Rechtslage zu ermöglichen. Begleitend wird kleinen und mittelständischen Unternehmen eine unterstützende Interessenswahrnehmung z.B. im Rahmen der BMWi Expertengruppen für Standardisierung (BEgS) eröffnet, die eine eigenständige Beteiligung an aufwändigen internationalen Standardisierungsverfahren oft nur bedingt stemmen können.

Grundsätzlich leistet die Förderung der Sicherheit in der Telekommunikation auch einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz, insbesondere wenn die berechtigten Datenschutzinteressen der Bürger betroffen sind. Stichwort „Privacy by Design“ und datenschutzfreundliche Technologien. Die Verfügbarkeit geeigneter Standards in diesem Bereich dient überdies dem Interesse der öffentlichen Sicherheit.

In diesem Zusammenhang ist beispielsweise als aktuelles Betätigungsfeld das sog. Identitätsmanagement (IdM) zu nennen. IdM bezogen auf Personen, Gegenstände und Dienste wird immer mehr zur unabdingbaren Voraussetzung für sichere Transaktionen in aktuellen und zukünftigen Informations- und Kommunikationstechnologien. IdM bildet hierbei nicht nur die Grundlage für eine sichere technische Adressierung aller Netzelemente, sondern wirkt sich auch entscheidend auf die technische Ausgestaltung wichtiger IKT-Dienste (u.a. in den Bereichen des „Cloud Computing“, E-Health, E-Business, E-Government und IoT) aus. Die Standardisierung von IdM hat somit erheblichen Einfluss auf die künftige Entwicklung der IKT-Netze, -Dienste und -Systemkomponenten und steht daher im Fokus internationaler Standardisierungsorganisationen.

Weil sich IdM insgesamt als Querschnittsthema zwischen „klassischer Telekommunikation“ und „Informationstechnik“ darstellt, erfolgen Aktivitäten zu IdM seitens der Bundesnetzagentur stets in enger Abstimmung mit den weiteren interessierten Kreisen (Behörden, Verbände, Industrie, Vertreter aus Forschung und Lehre).

Die Bundesnetzagentur beteiligt sich analog zu IdM aktiv an weiteren Maßnahmen zur internationalen Standardisierung von Datenschutz- und Informationssicherheitsaspekten (Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität), sofern diese einen klaren Telekommunikationsbezug aufweisen. Dies gilt insbesondere für den Bereich innovativer Kommunikationsdienste – wie „Cloud Computing“ – aber auch für die Standardisierung zukünftiger Netzarchitekturen („Future Networks“ einschließlich NGN) und das „Internet der Dinge“.

Stand: 01.02.2013