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Stan­dar­di­sie­rung

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) bildet eine wesentliche Grundlage für den Wirtschaftsstandort Deutschland; ihre Entwicklung treibt Innovationen voran und sichert die Wettbewerbsfähigkeit. Normung und Standardisierung im internationalen, europäischen und nationalen Rahmen liefern dafür wesentliche Beiträge. Deren aktive und intensive Begleitung ist deshalb von besonderer Bedeutung.

Maßgeblich sind dabei die gesetzlichen Grundlagen und Zielsetzungen insbesondere gemäß dem Telekommunikationsgesetzt (TKG), dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG) und dem Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG). Prioritäten setzen auch die IKT-Strategie der Bundesregierung „Deutschland Digital 2015“, das Normungspolitische Konzept der Bundesregierung sowie das Innovationskonzept des BMWi.

Die wirksame Vertretung der Interessen der Bundesrepublik in den Standardisierungsgremien im Bereich der Telekommunikation wird neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von der Bundesnetzagentur wahrgenommen. Die Bundesnetzagentur setzt sich im Sinne der Verbraucher und der Wirtschaft, insbesondere auch der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), für offene Standards und Interoperabilität ein. Im (in der Regel) zeitlichen Vorlauf zur marktlichen Implementierung standardisierter Lösungen sollen durch die Festlegung entsprechender offener Schnittstellen zwischen Netzen, Endgeräten und Diensten der Wettbewerb gefördert und so von vorneherein Lösungen vermieden werden, die zu Lock-In-Effekten führen. Zielsetzungen darüber hinaus sind:

  • die effiziente und effektive Nutzung knapper Ressourcen (Frequenzen, Rufnummern),
  • die Sicherstellung der Verträglichkeit von Geräten und Diensten untereinander,
  • der Schutz von Personen und Netzen,
  • die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und
  • der Kommunikationsstrukturen bei Katastrophen und Krisenfällen sowie
  • der Datenschutz.

Dabei werden in der IKT-Standardisierung in Absprache mit dem BMWi auch Belange anderer Ressorts der Bundesregierung und anderer Behörden mitvertreten. Auf Technologieneutralität wird geachtet.

Damit diese Ziele erreicht werden können, arbeitet die Bundesnetzagentur schwerpunktmäßig in folgenden Standardisierungsorganisationen und Konsortien mit:

  • Deutsche Kommission Elektrotechnik - Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DIN/DKE)
  • Europäisches Komitee für Normung (CEN)
  • Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC)
  • Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI)
  • Europäische Konferenz der Post- und Telekommunikationsverwaltungen (CEPT)
  • Europäisches Digitales Videorundfunkprojekt (DVB)
  • Internationales Normungsgremium für Elektrotechnik (IEC)
  • Internationale Organisation für Normung (ISO)
  • Internationale Fernmeldeunion (ITU)
  • Internationale Kooperation von Standardisierungsgremien zur Mobilfunk Standardisierung (3GPP)
  • Internationale Kooperation von Standardisierungsgremien zur Maschine-zu Maschine-Standardisierung (oneM2M)