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Zahlen und Fakten zum Infrastrukturatlas

Kleine Deutschland-Karte mit ISA-Daten

Die Bundesnetzagentur erhebt kontinuierlich Daten über die Nutzung des Infrastrukturatlas. Im Fokus stehen dabei die Akzeptanz des Instruments Infrastrukturatlas und die Frage, ob die daran geknüpften Bedingungen markt- bzw. praxisgerecht umgesetzt sind.

In diesem Zusammenhang werden die Datenbasis des Infrastrukturatlas und die Entwicklung der Anträge auf Einsichtnahme betrachtet. Letztere werden nachfolgend projektbezogen dargestellt; ein Projekt besteht dabei aus einer geplante Maßnahme zum Auf- oder Ausbau digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze in einem bestimmten Gebiet und während eines bestimmten Zeitraums.

Datenbasis des Infrastrukturatlas

Die Datenerhebung und damit die Schaffung einer breiten Datenbasis für die Web-GIS-Anwendung des Infrastrukturatlas ist elementare Aufgabe der Bundesnetzagentur im Rahmen von §77a Abs. 3 TKG. Im Laufe der Zeit steigt die Anzahl der Infrastrukturinhaber, die ihre Daten übermitteln, aufgrund von regelmäßig durchgeführten Prozessen der Datenbeschaffung an.

Grafik mit den Anteilen der Datenlieferungen nach Branchenzugehörigkeit

Die Datenlieferungen erfolgen zum größten Teil auf Basis öffentlich-rechtlicher Verträge. Dies verursacht den geringsten administrativen Aufwand auf beiden Seiten.

Bislang ergingen nur wenige verpflichtende Bescheide, die Anzahl der eingelegten Rechtsmittel ist sehr gering. Insgesamt ist eine große Akzeptanz des Infrastrukturatlas zu verzeichnen.

Der vergleichsweise hohe Anteil der Energieversorger an den Datenlieferanten ist mit der Struktur der deutschen Energiewirtschaft zu erklären, die durch eine sehr hohe Anzahl von Unternehmen unterschiedlicher Größen und Organisationsformen gekennzeichnet ist. Gleichwohl stammt der Großteil der gelieferten Daten von Unternehmen der Telekommunikationsbranche.

Überblick über die Nutzung des Infrastrukturatlas

Entwicklung der Nutzung des Infrastrukturatlas im Zeitverlauf

Seit Einführung der Web-GIS-Anwendung im Januar 2013 sind überwiegend steigende Nutzerzahlen zu verzeichnen.

Zahlen zu den Anträgen auf Nutzung des Infrastrukturatlas

Der leichte Rückgang im Jahr 2018 ist auf den Relaunch des Infrastrukturatlas zurückzuführen, der im April 2018 erfolgte. Im Zuge der Einführung der Zentralen Informationsstelle des Bundes und der zugleich vorgenommenen Umstellung auf den erweiterten und verbesserten Infrastrukturatlas bestand zu diesem Zeitpunkt vorübergehend kein Zugang zum Infrastrukturatlas. Aufgrund der geänderten Datenlieferungsbedingungen mussten alle Datenlieferanten neu verpflichtet und in der Folge der gesamte Datenbestand wieder neu aufgebaut werden.

Ab 2019 sind die Zahlen zur Nutzung des Infrastrukturatlas nicht mehr mit den Vorjahren vergleichbar. Dies erklärt sich dadurch, dass bis 2019 die Einsichtnahmen zum weitaus überwiegenden Teil auf drei Monate begrenzt waren. Seitdem sind auch längere Einsichtnahmezeiträume zu verzeichnen; etwa 25% aller Einsichtnahmen (insbesondere von Gebietskörperschaften) erstrecken sich mittlerweile auf einen Zeitraum von rund einem Jahr (dies hätte in den Vorjahren vier Anträgen entsprochen). Insofern muss die oben abgebildete Anzahl der Anträge für 2019 normiert werden, damit sie mit den vorherigen Zeiträumen verglichen werden kann. Mit Hilfe der normierten Einsichtnahme-Zeiträumen zeigt sich, dass der Infrastrukturatlas weiterhin intensiv genutzt wird.

Verglichen mit dem Vorjahr ist somit bis August 2019 bereits eine ähnliche Anzahl an Einsichtnahmen erreicht wie im gesamten Jahr 2018. Der umstellungsbedingte kurzfristige Rückgang der Einsichtnahmen im Vorjahr rasch wieder aufgeholt werden konnte und das Interesse an einer Einsichtnahme in den Infrastrukturatlas, insbesondere von Netzbetreibern, Planungsbüros und Gebietskörperschaften, unverändert hoch ist.

Grafik mit den Anteilen nach Nutzergruppen

Verteilung auf die einzelnen Nutzergruppen des Infrastrukturatlas

Der Infrastrukturatlas wird 2019 von einer breiten Nutzerschicht als Informationsinstrument aktiv genutzt. Die größte Nutzergruppe bilden Unternehmen mit 45,2% aller Einsichtnahmeberechtigten. Gebietskörperschaften nehmen den Infrastrukturatlas mittlerweile ebenfalls häufig in Anspruch, um Breitbandausbauprojekte zu planen; im Jahr 2019 machen Kommunen, Landkreise und Bundesländer bislang 27,2% der Nutzer des Infrastrukturatlas aus. Planungsbüros stellen mit 25% ebenfalls einen vergleichsweise großen Anteil der Nutzer dar.

Sonstige Nutzer, wie z.B. Verbände und Wirtschaftsförderungsgesellschaften, verzeichnen demgegenüber geringere Nutzungsanteile.

Verteilung der Nutzung auf die Bundesländer

Der regionale Schwerpunkt der Nutzung liegt im Jahr 2019 unverändert in Bayern, gefolgt von Niedersachsen und Baden-Württemberg. Die Verteilung auf die einzelnen Bundesländer folgt somit zum Teil den Bevölkerungs- bzw. Flächenanteilen. Einerseits sind in großen Bundesländern, wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, eine vergleichsweise hohe Anzahl an Einsichtnahmen zu beobachten und in den kleineren Bundesländern entsprechend weniger Anträge. Auf der anderen Seite haben einige kleinere Bundesländer in Ostdeutschland eine – im Vergleich zum Durchschnitt - vergleichsweise hohe Anzahl an Anträgen. Letztlich sind die Unterschiede auf eine unterschiedlich intensive Inanspruchnahme von Fördermitteln sowie von Bundesland zu Bundesland divergierende Ausbaustrategien zurückzuführen.

Anteile der regionalen Nutzung des Infrastrukturatlas nach Bundesländern

Eine Liste der Datenlieferanten wird auf der Internetseite der Bundesnetzagentur hier veröffentlicht.

Stand: 25.10.2019