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Funk­stö­run­gen

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen darüber, wie Sie Funkstörungen bei der Bundesnetzagentur melden können. Zudem informieren wir Sie über den Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur sowie Maßnahmen der Behörde zur Leckstellenbeseitigung.

Die Auswirkungen von Funkstörungen sind oftmals sofort erkennbar, wenn z. B. der Fernseh- oder der Radioempfang gestört wird. Die Ursache ist aber meist unklar. Wir helfen Ihnen hier weiter, indem wir Sie beraten und die Störquelle ggf. vor Ort ermitteln. Um die vielfältigen Ursachen für Funkstörungen zu ermitteln, sind Fachleute und eine spezielle Messtechnik notwendig. Beides findet der Verbraucher beim Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur. Mit unseren Mess- und Peilwagen können wir Funkstörquellen bundesweit vor Ort lokalisieren.

Wenn Sie Fragen zu Funkstörungen haben, eine Funkstörung feststellen und unsere Hilfe benötigen, dann rufen Sie die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur an oder schreiben eine E-Mail.

Die Rufnummer der Funkstörungsannahme ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Die Beschäftigten der Funkstörungsannahme werden Sie zunächst beraten und mit Ihnen die weitere Vorgehensweise besprechen. Sollte eine Funkstörungsbearbeitung vor Ort erforderlich sein, stellen Sie sich bitte auf einen Termin bei Ihnen ein.

Die Suche nach der Störquelle ist in vielen Fällen mit hohem Aufwand verbunden. Bevor Sie eine Funkstörung bei der Bundesnetzagentur melden, sollte sicher sein, dass Ihre Empfangsanlage (z.B. das Fernsehgerät und die Antennenanlage) in Ordnung ist.

Funkstörungen

Prasseln im Radio oder Streifen bzw. kleine Klötzchen auf dem Fernsehbildschirm sind häufige hör- und sichtbare Auswirkungen einer Funkstörung. Funkstörungen können aber auch den Funksprechverkehr von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr beeinträchtigen und somit eine erhebliche Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. Ursache von Funkstörungen können nicht zugeteilte Frequenznutzungen sein, wie z. B. die im Internet vertriebenen drahtlosen Kameras, die Frequenzen des Flugnavigationsfunkdienstes nutzen. Solche Geräte werden leider auch noch in Deutschland von einigen Händlern mit Hinweisen wie "nur für den Export bestimmt" angeboten. Diese Funkanlagen arbeiten auf Frequenzen oder mit Sendeleistungen, die gravierende Störungen hervorrufen können.

Grundsätzlich erzeugen alle elektrischen Geräte ein elektromagnetisches Feld, das wie bei einem Sender - hier allerdings ungewollt - in die Umgebung abgestrahlt wird und zu Funkstörungen führen kann. Um Funkstörungen zu vermeiden, müssen alle elektrischen Geräte, die in den Handel gebracht werden, international und national festgelegten Normen und Standards entsprechen. Mit dem CE-Kennzeichen am Gerät erklärt der Inverkehrbringer, dass die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden. Dennoch kann es beim Betrieb von defekten, veralteten oder falsch bedienten elektrischen Geräten oder von Funkanlagen, die abweichend von zugeteilten Frequenznutzungsparametern betrieben werden, zu Funkstörungen kommen.

Gerätefehler oder Funkstörung?

Zunächst sollten Sie prüfen oder abschätzen, ob nicht ein Defekt an Ihrem eigenen Empfangsgerät bzw. der Antennenanlage oder ein Bedienungsfehler vorliegt. Falls Ihre Empfangsanlage in Ordnung ist, kommen äußere Einflüsse für die Beeinträchtigung Ihres Empfangs, also Funkstörungen, in Betracht. Besitzen Sie einen Kabelanschluss, informieren Sie bitte zunächst ihren Kabelanbieter über die Störung.

Keine Funkstörung liegt in der Regel vor,

wenn Ihr Gerät fehlerhaft ist, Ihre Fernseh- bzw. Tonrundfunkempfangsanlage falsch eingestellt oder ungeeignet ist (z.B. weil Sie nur eine Zimmerantenne verwenden) oder keine ausreichende Funkversorgung gegeben ist. Aber auch ein defektes oder ein nicht ausreichend abgeschirmtes Antennenanschlusskabel (das Koaxialkabel zwischen der Antennensteckdose und dem Fernseh-/Tonrundfunkgerät) ist erfahrungsgemäß häufige Fehlerursache und sollte daher unbedingt geprüft werden. In diesen Fällen, aber auch dann, wenn die Antennenhausverteilanlage fehlerhaft ist, ist Ihr Fachhändler/Reparaturbetrieb bzw. der Hauseigentümer Ihr Ansprechpartner, um die Mängel zu beseitigen.

Bitte vergewissern Sie sich auch, dass die von Ihnen genutzten Geräte ein CE-Kennzeichen aufweisen.

Bei Funkstörungen helfen wir.

Wenn jedoch Ihr Gerät und Ihre Antennenanlage in Ordnung sind und elektromagnetische Einflüsse von außen den Empfang beeinträchtigen, liegt eine Funkstörung vor. Funkstörungen treten auf als

  • Störungen bei Funkdiensten, wie z.B. im Betriebs-, Taxi-, Flugfunk oder beim Funksprechverkehr von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr,
  • Störungen beim Radio- und Fernsehempfang.

Darüber hinaus können elektromagnetische Unverträglichkeiten auch bei elektrischen oder elektronischen Geräten auftreten. Auch hier kann es zu elektromagnetischen Beeinflussungen kommen, die die Funktion der Geräte beeinträchtigen (z.B. eine Störung des DSL-Anschlusses durch Netzteile).

Liegt die Ursache für elektromagnetische Beeinträchtigungen nicht in der Funkanlage und dem Gerät selbst, hilft Ihnen der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur die Störquelle zu ermitteln und Abhilfemaßnahmen einzuleiten.

Meistens, aber nicht immer lässt sich helfen ...

Nur begrenzt lässt sich helfen, wenn eine Störung in einem sogenannten "ISM"-Frequenzband oder bei allgemein zugeteilten Frequenznutzungen auftritt. ISM-Frequenzbereiche sind Frequenzen mit "gemischter Nutzung", in denen auch Funkanlagen mit geringer Leistung und Reichweite in hohen Stückzahlen für unterschiedlichste Anwendungen betrieben werden. Solche gemischten Frequenznutzungen sind nicht zu umgehen, da Funkfrequenzen ein aus physikalischen Gründen knappes Gut sind. Trotz der Vielzahl der hier betriebenen Geräte kommt es jedoch wegen der geringen Leistungsstärke bzw. Reichweite und der in der Regel nur kurzen aktiven Betriebsdauer dieser Geräte relativ selten zu gegenseitigen Beeinflussungen. In besonderen Fällen sind jedoch örtlich und auch zeitlich begrenzt gegenseitige Unverträglichkeiten nicht völlig auszuschließen. Hiervon können Funkanlagen wie Garagentoröffner, Wegfahrsperren, Türverriegelungen, Strichcodeleser, Babyüberwachungsanlagen und einige CB-Funkkanäle betroffen sein. Alle diese Nutzungen müssen sich das gemeinsame Frequenzband teilen, einen Vorrang bestimmter Anwender sieht die allgemeine Frequenzzuteilung nicht vor.

Was ist bei einer Funkstörung zu tun?

Wenn Sie Fragen zu Funkstörungen haben, eine Funkstörung feststellen und unsere Hilfe brauchen, dann rufen Sie die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur an oder schreiben eine E-Mail. Die Rufnummer der Funkstörungsannahme ist 24 Stunden am Tag erreichbar.

Bitte halten Sie Informationen zur gemeldeten Funkstörung bereit (was wird gestört, wie wirkt sich die Störung aus, wie häufig und zu welchen Zeiten treten die Störungen auf, ist der Zustand der Empfangsanlage einwandfrei und kann ein Gerätefehler ausgeschlossen werden?). Die Beschäftigten der Funkstörungsannahme werden Sie zunächst beraten und mit Ihnen die weitere Vorgehensweise besprechen. Sollte eine Funkstörung wahrscheinlich sein, stellen Sie sich bitte auf einen Termin bei Ihnen vor Ort ein. Mit unseren Mess- und Peilwagen können wir Funkstörquellen bundesweit vor Ort lokalisieren.

Stand: 10.05.2013

Kontakt

Funkstörungsannahme
Bundesnetzagentur, Außenstelle Hamburg, Standort Itzehoe

Postkamp 26, 25524 Breitenburg-Nordoe

Tel: +49 482 1895 - 555

E-Mail: funkstoerung@bnetza.de