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Rufnummern­missbrauch - Ak­tu­el­ler Hin­weis

Versteckte Kosten bei erotischen Kontaktanzeigen im Internet

Die Bundesnetzagentur hat wegen der missbräuchlichen Bewerbung von Premium-Dienste-Rufnummern über eine Mobilfunknummer die Abschaltung von (0)900-er Rufnummern angeordnet und Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote ausgesprochen.

Erstkontakt über eine Mobilfunknummer

Verbrauchern wurde in erotischen Kontaktanzeigen auf einem Kleinanzeigenportal Mobilfunknummern als Kontaktmöglichkeit angegeben.

Internetanzeige

Internetanzeige mit Bild


Die beworbenen Mobilfunknummern wurden lediglich für den Zweck genutzt, den Verbraucher zur Anwahl einer kostenintensiven Premium-Dienste-Rufnummer zu bewegen. Die weibliche Person in der Anzeige war unter der Mobilfunknummer nicht erreichbar.

Verbraucher verbrachte Stunden in der Warteschleife

Die Gespräche im Rahmen der (0)900-er Rufnummern zielten darauf ab, den Verbraucher möglichst lange in der Leitung zu halten um hohe Kosten zu generieren. Diese künstliche Warteschleife wurde unter anderem durch das in die Länge gezogene Mitteilen der angeblich privaten Handynummer der weiblichen Person erreicht. Verbraucher führen zudem auch aus, Sie seien zusätzlich aufgefordert worden, weitere (0)900-er Rufnummern anzuwählen. Auch wurde der Eindruck erweckt, dass entsprechende Gesprächskosten am Ende der Verbindung storniert würden.

Durch das Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung der beworbenen (0)900er-Rufnummern dürfen den betroffenen Verbrauchern die Kosten, die für Verbindungen zu den Premium-Dienste-Rufnummern entstanden sind nicht mehr in Rechnung gestellt werden. Falls Verbraucher bereits Rechnungen erhalten haben, greift zugleich das Verbot der Inkassierung; die Forderungen dürfen nicht mehr beigetrieben werden. Wenn der Verbraucher die Rechnung bereits bezahlt hat, sollten Betroffene versuchen, das Geld gegebenenfalls mit Unterstützung der Verbraucherzentralen zurückzufordern. Die Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes ermöglichen es der Bundesnetzagentur nicht, Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer zivilrechtlichen Ansprüche zu unterstützen.

Die abgeschalteten Rufnummern sind unter www.bundesnetzagentur.de/Massnahmenliste veröffentlicht.

Stand: 06.12.2017