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Schutz­mög­lich­kei­ten

Auskunftsansprüche zu Rufnummern

Jeder, der ein berechtigtes Interesse daran hat, kann in Textform von der Bundesnetzagentur Auskunft über den Namen und die ladungsfähige Anschrift desjenigen verlangen, der eine Nummer von der Bundesnetzagentur zugeteilt bekommen hat.

Die Auskunftsansprüche sind in § 66i TKG geregelt.

Link zu Nummernverwaltung

Unklare Rechnungsposten

Häufig werden Verbraucher auf Ihrer Telefonrechnung mit Rechnungsposten konfrontiert, die sie nicht zuordnen können. Möglicherweise sind solche Rechnungsposten auf eine rechtswidrige Nutzung einer Rufnummer zurückzuführen. Allgemeine Informationen über den Umgang mit unklaren Rechnungsposten und weiterführende Informationen zu Rechnungen finden Sie hier.

Beweissicherung

Screenshot

Wenn Sie vermuten, dass Sie von einem Missbrauchsfall betroffen sind, benötigen Sie und ggf. auch die Bundesnetzagentur beweissichere Unterlagen, um gegen den eventuellen Missbrauch vorgehen zu können. Sie sollten beispielsweise die Web-Seite festhalten, über die der Dialer installiert wurde. Sichern Sie diese Erkenntnis möglichst mit einem sog. "Screenshot", einer Abbildung des Bildschirminhalts, einschließlich der dort aufgeführten Information über die anfallenden Gebühren. Informieren Sie Ihre Telefongesellschaft und fordern Sie, falls nicht im Vorfeld ein Einzelverbindungsnachweis beantragt wurde, eine nachträgliche Aufschlüsselung der Einzelverbindungen an.

  • Screenshot - Wie es funktioniert (z.B. beim Microsoft Windows Betriebssystem)
    Wird die betreffende Web-Seite auf dem Bildschirm Ihres PC angezeigt, dann betätigen Sie die Taste "Druck" bzw. "print" (häufig neben der Taste F12), rechts oben auf Ihrer Computertastatur. Eine Abbildung des Bildschirminhalts haben Sie damit in der Zwischenablage Ihres Rechners gespeichert. Nun öffnen Sie ein Schreib-, Bild- oder Grafikprogramm (z. B. Word, Paint, Paint Shop, Adobe PhotoShop, ACDSee) und lassen sich die Abbildung durch gleichzeitiges Drücken der Tasten "Strg" und "v" anzeigen. Schließlich speichern Sie das Bild noch unter einem Dateinamen endgültig ab. Haben Sie mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet und wollen nur von dem aktuell bearbeiteten Fenster einen Screenshot machen, so benutzen Sie die Tastenkombination "Alt" und "Druck" bzw. "print" und verfahren ansonsten ebenso.

Einzelverbindungsnachweis

Zur besseren Rechnungskontrolle empfiehlt Ihnen die Bundesnetzagentur die Beauftragung eines ungekürzten Einzelverbindungsnachweises (EVN) für ihre Telefonrechnung bei dem Anbieter, bei dem Sie Ihren Telefonanschluss haben. Der Einzelverbindungsnachweis ermöglicht es grundsätzlich nachzuvollziehen, welche einzelnen Rechnungsteilbeträge auf welche Verbindung Ihres Anschlusses zu welcher Rufnummer und zu welcher Zeit zurückzuführen sind. Die Einzelheiten darüber, welche Angaben in der Regel mindestens für einen Einzelverbindungsnachweis erforderlich und in welcher Form diese zumindest zu erbringen sind, regelt die Bundesnetzagentur. Weitere Informationen und Erklärungen zu Aufbau und Form des ungekürzten Einzelverbindungsnachweises finden Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.
weitere Informationen

Rufnummernsperre

Neben manuellen Telefonsperren am Endgerät steht Ihnen als Verbraucher außerdem der Sperrungsanspruch nach § 45 d Abs. 2 TKG zu. Danach können Sie die Anwahl einzelner Rufnummernbereiche, z. B. (0)900 9 für Dialer, durch Ihre Telefongesellschaft sperren lassen. Dann können Sie die übrigen Leistungsangebote anderer Premium-Dienste weiter in Anspruch nehmen. ISDN-Anlagen lassen das Sperren einzelner Rufnummern bzw. ganzer Rufnummernblöcke zu. Diese können kennwortgeschützt von Ihnen selbst programmiert werden. Lesen Sie dazu die Bedienungsanleitung Ihrer Telekommunikationsanlage oder ziehen Sie Ihren Fachhändler zu Rate .

Vorbeugen gegen Rufnummern-Spam

Rufnummern-Spam ist nicht nur auf das Medium E-Mail beschränkt. Auch und gerade bei Telefaxen, Telefonanrufen und SMS spielt rechtswidrige Werbung eine Rolle. Die rechtswidrige Bewerbung dient dabei regelmäßig dem Ziel, zu einem Rückruf auf die beworbene Rufnummer zu verleiten. Oftmals handelt es sich bei den offen oder versteckt beworbenen Rufnummern um hochpreisige Rufnummern für Premium-Dienste wie z.B. (0)900er-Mehrwertdiensterufnummern. Aber auch sog. Rufnummern für Massenverkehrsdienste (Rufnummern aus dem Bereich (0)137), Rufnummern für Service-Dienste (Rufnummern aus dem Bereich (0)180) oder andere Diensterufnummern tauchen darin auf.

Worauf sollten Sie zur Vermeidung des Erhalts von Rufnummern-Spam im Vorfeld achten:

  • Gehen Sie sorgfältig mit Ihren persönlichen Daten und Ihrer Telefonnummer um. 
  • Geben Sie Ihre Telefonnummer nur gezielt im Bedarfsfall an seriöse Vertragspartner und  Firmen weiter.
  • Achten Sie auf mögliche Verwertungsklauseln (Verwendung der angegebenen Rufnummer zu   Werbezwecken) etwa in Preisausschreiben und wägen Sie die Angabe der Rufnummer im Einzelfall sorgfältig ab.
  • Fragen Sie im Einzelfall nach, zu welchem Zweck Ihre Rufnummer von einem Unternehmen genutzt werden soll.

Sind Sie selbst Empfänger einer belästigenden Werbung geworden, so sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Achten und hören Sie genau auf ggf. versteckte Preishinweise und Hinweise zu Vertragsschlüssen etwa zu Abonnementdiensten. 
  • Rufen Sie die beworbene Rufnummer am besten nicht zurück. 
  • Schützen Sie sich durch eingerichtete Rufnummernsperren vor übereiltem und ungewünschtem  Rückruf. 
  • Informieren Sie Ihr Umfeld, Ihre Familie, Kinder, Großeltern und Freunde über die Risiken eines Rückrufs zu einer rechtswidrig beworbenen Rufnummer.

Die Bundesnetzagentur hat eine eigene Fax-Nummer und E-Mail-Adresse für Verbraucher eingerichtet, die mit Rufnummern-Spam über Telefon, Fax, SMS oder E-Mail belästigt werden. Verbraucher, die entsprechende, sie belästigende Werbung für Rufnummern erhalten, können ihre aussagekräftigen Unterlagen, z. B. die erhaltenen Faxe oder Werbemails, mit einer kurzen Sachverhaltsdarstellung und der Bitte um Einschreiten der Bundesnetzagentur senden (s. Abschnitt "Kontaktmöglichkeiten").

Voraussetzung eines Einschreitens der Bundesnetzagentur ist dabei die gesicherte Kenntnis der rechtswidrigen Nutzung von Rufnummern.

Sicherheitseinstellungen und Warner

Alternativ zu einer Rufnummernsperre für bestimmte Mehrwertdienste gibt es verschiedene Möglichkeiten, Vorsichtsmaßnahmen gegen "Hacker" auf dem PC vorzunehmen. Ein "Web-Browser" lässt sich auf verschiedene Sicherheitsstufen einstellen, so dass z. B. fremden Computern der Zugriff auf den eigenen Rechner verwehrt oder erschwert wird.

Wer per DSL oder TV-Kabel im Internet surft, kann sich gegen Dialer schützen, indem weder Modem noch ISDN-Karte mit dem Telefonnetz verbunden werden. Zumindest sollte der Nutzer das Kabel zwischen Telefonanschluss und Modem/ISDN-Karte ausstecken. Einen guten Schutz bietet auch ein Dialer-Blocker (Hardware), der Ihr Gerät vor unerwünschten Einwahlen über Mehrwertdienste-, Auslands-, Satelliten-, oder Festnetznummern schützt. Ferner kann ein sog. (0)900er-Warner helfen, den Sie im Internet finden und auf Ihren PC herunterladen können. Diese zum Teil entgeltfreien Programme analysieren sämtliche DFÜ-Verbindungen (DFÜ=Datenfernübertragung) und speichern relevante Daten wie Rufnummer und Einwahlzeitpunkt in eine Protokoll-Datei. Sobald eine (0)900er-Vorwahl erkannt wird, gibt der Warner eine Meldung aus, die dem Benutzer die Möglichkeit bietet, die kritische Verbindung sofort zu trennen. Absoluten Schutz können aber auch diese Warner nicht bieten, insbesondere nicht bei zeitunabhängiger Tarifierung.

Überprüfung eines Anwählprogramms

Mit der Registrierung eines Anwählprogramms wird für diesen Dialer sein eindeutiger elektronischer "Fingerabdruck" (sog. Hashwert) in der Datenbank der Bundesnetzagentur erfasst. Beim Angebot eines Dialers muss der Anbieter Ihnen als Nutzer entgeltfrei sowohl den Hashwert übermitteln als auch die Informationen, wie Sie diesen Hashwert überprüfen können. Als Nutzer eines Dialers können Sie folglich durch Vergleich des Ihnen übermittelten Hashwerts mit dem bei der Registrierung in der Datenbank der Bundesnetzagentur hinterlegten Hashwerts überprüfen, ob dieser Dialer bei der Bundesnetzagentur registriert ist und gemäß den Angaben des Anbieters die Mindestanforderungen erfüllt. Diese Überprüfung kann z. B. mittels einer "Freeware"-Software durchgeführt werden.

Hash-Wert

Unter Hashwert wird hier eine 160-Bit-lange alphanumerische Zeichenfolge verstanden, die mittels des mathematischen Algorithmus "RIPEMD-160" erzeugt wird. Diese Zeichenfolge kennzeichnet die Datei, für die sie erzeugt wurde, eindeutig. Die Erzeugung des Hashwerts kann z. B. mittels einer "Freeware"-Software durchgeführt werden.

Programm zum Ermitteln/Vergleichen des Hash-Wertes (zip / 292 KB)

Stand: 12.05.2009