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In­for­ma­tio­nen zum Einzel­verbindungs­nachweis

Auf dieser Seite werden Ihnen Fragen zum Einzelverbindungsnachweis angezeigt und beantwortet. Insbesondere erhalten Sie Informationen welche Regelungen für die Erstellung eines Einzelverbindungsnachweises (EVN) durch Ihren Telekommunikationsanbieter bestehen.

Die Antwort auf die folgenden Fragen erhalten Sie durch das Anklicken der Frage.

In welcher Form ist der Einzelverbindungsnachweis (EVN) zu erstellen?

Der EVN ist auf Verlangen des Teilnehmers grundsätzlich unentgeltlich in Papierform zu erbringen. Schließt der Teilnehmer den Vertrag mit Hilfe des Internets oder werden im Rahmen der Vertragsbeziehungen regelmäßig Verbindungen zum Internet abgerechnet, kann der EVN in elektronischer Form unentgeltlich als Standard bereitgestellt werden. In diesem Fall ist auf Verlangen des Kunden der Einzelverbindungsnachweis in Papierform bereitzustellen, für den der Anbieter ein an den Bereitstellungskosten orientiertes Entgelt verlangen kann. Im Falle der elektronischen Bereitstellung des Einzelverbindungsnachweises ist der Teilnehmer über die Fertigstellung des Einzelverbindungsnachweises (z. B. per SMS oder E-Mail) zu benachrichtigen. Im Falle der Sperre des Anschlusses kann der Teilnehmer den Einzelverbindungsnachweis unentgeltlich in Papierform verlangen.

Kann bei gebuchten »Flatrate-Tarifen« ein Einzelverbindungsnachweis verlangt werden?

Bei vertraglichen Vereinbarungen von sog. »Flatrates« muss generell kein detaillierter Ausweis erstellt werden, da dieser zur Prüfung der Rechnung nicht notwendig ist. Auf Wunsch des Kunden können aber die Daten pauschal abgegoltener Verbindungen mitgeteilt werden. Einen Anspruch hat der Kunde hierauf jedoch nicht. Im Einzelfall bedarf es hierzu einer Vereinbarung mit dem Telekommunikationsdienstanbieter, der hierfür auch ein gesondertes Entgelt verlangen darf.

Kann auch für Datenverbindungen ein Einzelverbindungsnachweis (EVN) verlangt werden?

Bei Internetverbindungen besteht für das genutzte Datenvolumen eine Nachweispflicht. Der Ausweis hat mindestens auf Tagesbasis zu erfolgen. Bei Kontingenten (z. B. 1.000 MB Datenvolumen) ist ein vollständiger Nachweis vorgesehen, sobald das Kontingent überschritten wird und eine Einzelabrechnung erfolgt.

Kann auch für einen zurückliegenden Zeitraum ein Einzelverbindungsnachweis (EVN) verlangt werden?

Es ist zu beachten, dass es keinen EVN für die Vergangenheit gibt:
Der Anbieter darf dem Teilnehmer die gespeicherten Daten derjenigen Verbindungen, für die er entgeltpflichtig ist, nur dann mitzuteilen, wenn er vor dem maßgeblichen Abrechnungszeitraum in Textform einen EVN verlangt hat.

Welche Angaben muss der EVN beinhalten?

Zwingende Angabe ist neben dem Kalenderdatum und der dem Teilnehmer zugeteilten Nummer, von welcher der Telekommunikationsvorgang ausgeht, auch die Zielnummer des Telekommunikationsvorgangs. Soweit der Teilnehmer die ungekürzte Mitteilung der von ihm gewählten Rufnummern im EVN gewählt hat, ist die Zielnummer im Standardnachweis vollständig auszuweisen. Hat er für den EVN eine Kürzung um die letzten drei Ziffern beauftragt, ist die Zielnummer um diese Ziffern verkürzt auszuweisen. Bei der Nutzung von SMS- oder MMS-Diensten ist in der Regel die Zielnummer, die durch den Nutzer angewählt wird, auszuweisen.

Wie ist der Einzelverbindungsnachweis (EVN) zu beauftragen?

Der Endkunde muss bei seinem Teilnehmernetzbetreiber den EVN schriftlich beauftragen. Dieser darf einen Einzelverbindungsnachweis nur erstellen, wenn der Kunde einen solchen zuvor in Textform verlangt hat. Bei Anschlüssen im Haushalt muss der Kunde gegenüber dem Diensteanbieter zudem - ebenfalls in Textform – erklärt haben, dass er alle zum Haushalt gehörenden Mitbenutzer des Anschlusses darüber informiert hat und künftige Mitbenutzer unverzüglich darüber informieren wird, dass er einen Einzelverbindungsnachweis erhält.

Stand: 24.04.2015