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Fra­gen und Ant­wor­ten zu Ro­am-Li­ke-At-Ho­me

Zu Ihrer Information haben wir wichtige Fragen und entsprechende Antworten im Hinblick auf Roam-Like-At-Home für Sie zusammengestellt:

Allgemeines

Was ist Roaming im Sinne der Roamingverordnung?

Sie sind ein Roamingkunde im Sinne der Roamingverordnung, wenn Ihr Mobilfunkanbieter Ihnen die Nutzung Ihres mobilen Endgerätes in einem anderen Mitgliedstaat innerhalb der Europäischen Union ermöglicht. Sobald Ihnen Ihr Mobilfunkanbieter Roaming in der Europäischen Union ermöglicht, unterliegen die Konditionen für Roamingdienste den Regelungen der Verordnung (EU) 2015/2120.

Was bedeutet das Roam-Like-At-Home-Prinzip (RLAH)?

Roam-Like-At-Home bedeutet, dass Sie ab dem 15.06.2017 Ihren inländischen Tarif zu den gleichen Konditionen im EU-Ausland nutzen können wie zu Hause.

Was ist der Unterschied zwischen einem Roaminganruf und einer internationalen Mobilfunkverbindung?

Roaming im Sinne der Roamingverordnung bedeutet, dass Sie sich nicht in Ihrem Heimatnetz, sondern in einem besuchten Netz innerhalb eines anderen EU-Mitgliedstaates befinden. Die Regelungen der Roamingverordnung finden nur in diesem Fall Anwendung. Wenn Sie aus Ihrem Heimatnetz einen Teilnehmer in einem anderen Mitgliedstaat anrufen, handelt es sich um eine internationale Verbindung. Internationale Verbindungen sind i.d.R. in den Preislisten Ihres Mobilfunkanbieters geregelt und werden anders (häufig höher) bepreist. RLAH gilt daher nur für Verbindungen, die Sie als Roamingkunde herstellen.

Für welche Verträge gelten die neuen Roaming Regelungen?

Grundsätzlich gelten die Regelungen für alle Verträge. Diese umfassen sowohl Prepaid als auch Postpaid-Verträge.

Werde ich von meinem Mobilfunkanbieter vorab über RLAH informiert?

Ihr Mobilfunkanbieter wird Sie vor Inkrafttreten von RLAH hierüber informieren.

Gelten die neuen Regelungen ab dem 15.06.2017 gleichermaßen für Altverträge wie für Neuverträge?

Ja, die Regelungen gelten ab dem 15.06.2017 für alle vorher abgeschlossenen Verträge sowie für nach dem 15.06.2017 geschlossene Verträge.

Wird mein Vertrag automatisch zum 15.06.2017 auf RLAH umgestellt?

Dies ist abhängig davon, ob Sie sich für einen alternativen Tarif entschieden haben oder einen regulierten Tarif nutzen. Sofern Sie einen alternativen Tarif nutzen, informiert Sie Ihr Mobilfunkanbieter über den Start von RLAH und die damit verbundenen Vorteile. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, kostenlos in einen regulierten Roamingtarif (zurück-) zu wechseln.

Was kostet ein eingehender Anruf, wenn ich mich nach dem 15.06.2017 auf Reisen innerhalb der EU befinde?

Gemäß dem RLAH-Prinzip sind ankommende Gespräche auf Reisen für Sie ab dem 15.06.2017 kostenlos (Ausnahmen bei Schiffen oder Flugzeugen möglich).

Sind Einstellungen an meinem mobilen Endgerät erforderlich, damit ich meinen Inlandstarif auch im EU-Ausland nutzen kann?

Nein. Neben der Aktivierung von Roamingdiensten müssen Sie keine weiteren speziellen Einstellungen an Ihrem Endgerät durchführen, um RLAH nutzen zu können. Bezüglich der Roaming-Grundeinstellungen kontaktieren Sie bitte Ihren Mobilfunkbetreiber oder lesen die Anleitung Ihres mobilen Endgerätes.

Verbraucherrechte bei Roam-Like-At-Home

Kann ich meinen Tarif weiterhin im Ausland nutzen?

Ja, sofern Sie im Rahmen Ihres Tarifs Roamingdienste vereinbart haben, können Sie Ihr mobiles Endgerät weiterhin im Ausland nutzen. Befinden Sie sich im EU-Ausland, können Sie ab dem 15.06.2017 prinzipiell Roamingdienste zum Preis Ihres nationalen Tarifs nutzen.

In welchen Ländern kann ich meinen Heimattarif nutzen?

Das RLAH-Prinzip findet Anwendung in den 28 Ländern der Europäischen Union: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern sowie im Europäischen Wirtschaftsraum (Island, Liechtenstein, Norwegen).

Kann ich meine Flatrate mit ins Ausland nehmen?

Ja. Gemäß dem RLAH-Prinzip können Sie Ihre Flatrate in jedem Mitgliedstaat der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (Island, Liechtenstein, Norwegen) nutzen.

Wie wird ein Gespräch aus einem besuchten Mitgliedstaat in einem dritten Mitgliedstaat abgerechnet (z.B. ein deutscher Teilnehmer befindet sich in Spanien und ruft eine niederländische Teilnehmerin an)?

Die Roamingverordnung regelt das unionsweite Roaming. Das bedeutet, dass Gespräche aus einem besuchten Netz in einen anderen Mitgliedstaat, d.h. von Spanien in die Niederlande mit einem deutschen Mobilfunkvertrag, genauso bepreist werden, wie wenn Sie innerhalb Ihres Heimatstaates, also in Deutschland, telefonieren würden.

Der Preis meines Tarifs wurde erhöht, was kann ich tun?

Preiserhöhungen unterliegen grundsätzlich der unternehmerischen Gestaltung des Mobilfunkanbieters. Bei Fragen rund um Ihren Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen können Sie sich hier weiter informieren.

Kann ich weiterhin auch Tages-, Wochen- oder Monatspauschalen (z.B. Minutenpakete oder Datenpakete) nach dem 15.06.2017 buchen?

Ja, auch nach dem 15.06.2017 können Mobilfunkanbieter ihren Kunden als Alternative zu den regulierten Tarifen beispielsweise Tages- oder Wochenpauschalen anbieten.

Gelten die neuen Regelungen auch auf Schiffen oder Flugzeugen?

Solange Sie sich in einem terrestrischen Netz innerhalb der Europäischen Union befinden, gelten die Regelungen der Roamingverordnung. Sind Sie nicht in ein terrestrisches Netz eingeloggt und führen beispielsweise Gespräche über ein Schiffsnetz (i.d.R. über Satellit), können wesentlich höhere Preise entstehen. Bevor Sie über Ihr mobiles Endgerät kommunizieren wollen, sollten Sie prüfen, mit welchem Netz Sie verbunden sind oder das Netz manuell auf dem Endgerät auswählen. Dies gilt insbesondere in der Nähe von Häfen oder des Festlands.

Welche Auswirkungen haben die neuen Regelungen für Grenzpendler bzw. grenznahe Anwohner?

Sie können grundsätzlich Ihren inländischen Mobilfunktarif verwenden. Im Hinblick auf die angemessene Nutzung gilt jeder Tag, an dem sich Ihr mobiles Endgerät in das Netz Ihres Heimatlandes einwählt, als ein Tag der inländischen Nutzung (Objektive Indikatoren im Rahmen der angemessenen Nutzung).

Gelten die neuen Regelungen für Geschäftskunden ohne Rahmenvertrag?

Grundsätzlich gelten die regulierten Tarife für alle Teilnehmer. Die Roamingverordnung unterscheidet nicht zwischen Privat- und Geschäftskunden.

Gelten die neuen Regelungen für Geschäftskunden mit Rahmenvertrag?

Rahmenverträge mit Geschäftskunden basieren grundsätzlich darauf, dass der Kunde ein für ihn maßgeschneidertes Angebot erhält. Bei den Roamingleistungen kann dies dazu führen, dass beispielsweise die Gültigkeit eines Rahmenvertrags für andere Länder als die EU-Mitgliedstaaten vereinbart werden und insoweit von einem alternativen Tarif ausgegangen werden muss. Grundsätzlich müssen Geschäftskunden mit Rahmenverträgen jedoch auch die Möglichkeit haben, regulierte Roamingtarife wählen zu können.

Rechte des Mobilfunkanbieters

Kann mein Mobilfunkanbieter einzelne Dienste vom Roaming ausschließen?

Ja, Mobilfunkanbieter sind nicht verpflichtet, Roamingdienste generell bzw. Roamingdienste in der gesamten Europäischen Union anzubieten. Ihr Mobilfunkanbieter kann insofern einzelne Dienste (Sprache, SMS, Daten) vom Roaming ausschließen oder Roaming gänzlich in den Verträgen ausschließen. Sofern der Anbieter Roaming gänzlich in dem Vertrag ausschließt, ist es nicht zulässig, Roamingdienste gegen ein zusätzliches Entgelt zur Verfügung zu stellen. Das Angebot von Roamingleistungen gegen ein zusätzliches pauschales Entgelt zum inländischen Tarif stellt insoweit einen Verstoß gegen die Verordnung dar.

Mein Mobilfunkanbieter bietet kein Roaming mehr an. Darf er das?

Ja, dem Mobilfunkanbieter ist es überlassen, ob er Roamingleistungen anbietet oder nicht. Eine Verpflichtung zum Angebot von Roamingdiensten gibt es nicht.

Darf mein Mobilfunkanbieter meine Roamingnutzung zu den Konditionen meines Heimattarifs beschränken?

Ja, die Mobilfunkanbieter haben die Möglichkeit, Regelungen über eine angemessene Nutzung zu vereinbaren. Die Regelungen sehen vor, dass Mobilfunkanbieter:

Angemessene Nutzung und zusätzliche Roaminggebühren

Fallen wirklich keine zusätzlichen Gebühren mehr an?

Generell fallen keine zusätzlichen Gebühren mehr an. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen:

  1. Zum einen können Mobilfunkanbieter Aufschläge verlangen, sofern die Nutzung von Roamingdiensten nicht einer angemessenen Nutzung entspricht.
  2. Zum anderen können Mobilfunkanbieter bei den nationalen Regulierungsbehörden (d.h. in Deutschland bei der Bundesnetzagentur) Aufschläge beantragen, sofern ihr nationales Entgeltmodell durch die Bereitstellung von Roamingdiensten zu inländischen Preisen gefährdet ist. Die Bundesnetzagentur hat die Aufgabe, die Anträge zu prüfen und kann beantragte Aufschläge für max. 12 Monate genehmigen.

Was wird unter einer angemessenen Nutzung verstanden?

Zur Verhinderung einer missbräuchlichen Nutzung nationaler Tarife beim Roaming können die Mobilfunkanbieter festlegen, welche Maßstäbe für eine angemessene Nutzung von Roamingdiensten gelten („fair-use-policy“). Hiermit soll etwa der Erwerb einer ausländischen SIM-Karte zu sehr günstigen Preisen in einem Mitgliedstaat und die anschließend überwiegende Nutzung in einem anderen Mitgliedstaat ausgeschlossen werden. Die angemessene Nutzung kann von den Anbietern anhand folgender Faktoren ermittelt werden:

  • stabile Bindung,
  • objektive Indikatoren,
  • Begrenzung eines offenen Datenbündels,
  • Begrenzung eines Prepaid-Datenangebotes.

Was wird unter einer "stabilen Bindung" im Rahmen der angemessenen Nutzung verstanden?

Ihr Mobilfunkanbieter kann von Ihnen eine stabile Bindung bei Vertragsabschluss verlangen, oder wenn sich ein begründeter Verdacht ergibt, dass Sie Ihren inländischen Tarif überwiegend im Ausland nutzen. Können oder wollen Sie keine stabile Bindung an einen Mitgliedstaat nachweisen, kann der Mobilfunkanbieter Aufschläge für Ihre Roamingnutzung verlangen.

Was wird unter "objektiven Indikatoren" im Rahmen der angemessenen Nutzung verstanden?

Um festzustellen, ob Sie sich mit Ihrer SIM-Karte überwiegend im Ausland aufhalten und gleichzeitig überwiegend Ihr mobiles Endgerät im Ausland nutzen, kann der Mobilfunkanbieter Sie über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten beobachten. Stellt der Mobilfunkanbieter in diesem viermonatigen Beobachtungszeitraum fest, dass beide objektiven Indikatoren erfüllt sind, sendet Ihnen der Mobilfunkanbieter einen Warnhinweis. In diesem Warnhinweis werden Sie darauf hingewiesen, dass Ihnen – sofern sich Ihr Nutzungsverhalten nicht innerhalb von zwei Wochen ändert – zusätzlich zum nationalen Tarif Roamingaufschläge berechnet werden. Nutzen Sie Ihr mobiles Endgerät innerhalb des Beobachtungszeitraums überwiegend im Inland oder halten Sie sich wieder überwiegend im Inland auf, entfällt dieser Aufschlag wieder.

Was wird unter einem "offenen Datenpaket" verstanden, und wie kann die Roamingnutzung durch den Mobilfunkanbieter hierbei im Rahmen der angemessenen Nutzung beschränkt werden?

Inlandstarife mit einem unbegrenzten Datenvolumen oder Inlandstarife, bei denen das Datenvolumen preislich sehr günstig ist, können vom Mobilfunkanbieter im Hinblick auf die Roamingnutzung begrenzt werden. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Sie verfügen über einen Mobilfunktarif zum monatlichen Preis von 23,10 € netto. Der Tarif beinhaltet monatlich eine Sprach-Flatrate, eine SMS-Flatrate und 8 GB Daten. Der Mobilfunkanbieter kann Ihr Roaming-Datenvolumen im Zuge der angemessenen Nutzung begrenzen. Hierzu muss Ihr Anbieter den Preis, den Sie an den Mobilfunkanbieter zahlen, und die Kosten, die Ihr Mobilfunkanbieter an den Mobilfunkanbieter des besuchten Netzes (Roamingpartner) für die Netznutzung bezahlen muss, berücksichtigen. Hierzu wird die monatliche Grundgebühr von 23,10 € durch die Kosten dividiert, die Ihrem Mobilfunkanbieter entstehen (7,70 € pro GB). Diese Division ergibt ein Roamingvolumen von (=3 GB (23,10 €/ 7,70 €). Damit Sie ein ähnliches Datenvolumen wie im Inland zur Verfügung haben, muss Ihr Mobilfunkanbieter Ihnen das doppelte Datenvolumen der Division von Preis und Kosten (2 mal 3 GB = 6 GB) zum Roaming zur Verfügung stellen. Nutzen Sie mehr als die 6 GB in der EU, kann Ihr Mobilfunkanbieter nach einer entsprechenden Mitteilung einen Aufschlag für die weitere Datennutzung erheben.

Wenn Ihr Anbieter Ihnen nicht ausdrücklich ein Datenlimit für das Roaming mitgeteilt hat, steht Ihnen auch im Ausland die gesamte Datenmenge zur Verfügung, die Ihnen Ihr Vertrag zu Hause zusichert.

Wie kann ein Prepaid-Datenangebot durch den Mobilfunkanbieter im Rahmen der angemessenen Nutzung beschränkt werden?

Ähnlich der Berechnung des Roaming-Datenvolumens bei den offenen Datenpaketen kann das Datenvolumen bei Prepaid-Tarifen limitiert werden. Der Preis zur Ermittlung des verfügbaren Roaming-Datenvolumens richtet sich nach dem Guthaben, welches bei Reiseantritt auf der SIM-Karte verfügbar ist.

Beispiel: Bei der Reise in einen anderen Mitgliedstaat haben Sie noch ein verfügbares Guthaben von 15,40 €. Ihr Guthaben dividiert durch die Kosten, die Ihrem Mobilfunkanbieter entstehen (d.h. 7,70 €/ GB), ergibt ein Mindestdatenvolumen von 2 GB, welches Sie beim Roaming nutzen können. Bei einer über 2 GB hinausgehenden Nutzung kann der Mobilfunkanbieter zusätzlich Roamingaufschläge berechnen.

Für welche Verträge gilt die angemessene Nutzung?

Den Roaminganbietern steht es frei, Regelungen zur angemessenen Nutzung vorzusehen. Maßgebend sind hier die Vertragsunterlagen (u.a. Allgemeine Geschäftsbedingungen).

Wo kann ich mich beschweren, wenn mir ein Aufschlag berechnet wird?

Die Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, eine Beschwerdestelle für Roaminganfragen einzurichten. Bitte wenden Sie sich an Ihren Mobilfunkanbieter.

Welcher Preis gilt, wenn ich Teilnehmer aus einer bestimmten, zuvor definierten Gruppe anrufe (z.B.: ausgewählte Rufnummer von Familienmitgliedern oder Teilnehmer eines bestimmten Netzes)?

Innerhalb Deutschlands unterscheiden die Mobilfunkanbieter teilweise bei Anrufen innerhalb einer bestimmten Nutzergruppe oder innerhalb eines bestimmten Netzes (on-net) und außerhalb dieser Gruppe/ dieses Netzes (off-net). Naturgemäß verlassen Sie beim Roaming Ihr Heimatnetz und wechseln in ein anderes Netz. Sie befinden sich beim Roaming insoweit „off-net“. Ihr Mobilfunkanbieter kann Ihnen insoweit für Verbindungen, die im Heimatnetz als „on-net“ Verbindungen gelten würden (bspw. innerhalb Ihrer Familiengruppe), beim Roaming maximal den Preis berechnen, den Sie für „off-net“-Verbindungen bezahlen würden.

Wo finde ich die Regelungen über eine angemessene Nutzung?

Wendet Ihr Mobilfunkanbieter Regelungen über eine angemessene Nutzung an, müssen diese zuvor Bestandteil des Vertrages zwischen Ihnen und dem Mobilfunkanbieter geworden sein. Insoweit können Sie die Regelungen zur angemessenen Nutzung Ihren Vertragsunterlagen entnehmen.

Erfahre ich vorab, ob ich einen Aufschlag berechnet bekomme?

Ihr Mobilfunkanbieter kann Ihr Nutzungsverhalten über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten beobachten. Deuten nach Ablauf der vier Monate sowohl die Nutzung als auch Ihr Aufenthaltsort überwiegend auf eine Auslandsnutzung hin, wird Sie Ihr Mobilfunkanbieter warnen, dass Aufschläge erhoben werden können, sofern Sie Ihr Nutzungsverhalten nicht in den nächsten zwei Wochen ändern.

Sollte Ihr Mobilfunkanbieter das Datenvolumen begrenzen, wird Sie Ihr Mobilfunkanbieter darüber in Kenntnis setzen und Ihnen mitteilen, wieviel Ihr zur Verfügung stehendes Roamingdatenvolumen beträgt, und nach Ablauf des entsprechenden Volumens über ggf. zu erhebende Roamingaufschläge informieren.

Wenn ich die angemessene Nutzung überschritten habe, welche Aufschläge darf mein Mobilfunkanbieter berechnen?

Die Aufschläge, die maximal von Ihrem Mobilfunkbetreiber berechnet werden dürfen, sind ab dem 15.06.2017:

  • 0,032 € pro Minute für Sprachanrufe (+ MwSt.),
  • 0,01 € pro SMS (+ MwSt.),
  • 7,70 € je GB Daten (+MwSt.) ab dem 15.06.2017 bis 31.12.2017,
  • 6,00 € pro GB (ab 1. Januar 2018),
  • 4,50 € pro GB (ab 1. Januar 2019),
  • 3,50 € pro GB (ab 1. Januar 2020),
  • 3,00 € pro GB (ab 1. Januar 2021),
  • und schließlich 2,50 € pro GB (ab 1. Januar 2022).

Gilt eine Höchstgrenze für den nationalen Tarif plus Aufschlag?

Erhebt Ihr Mobilfunkanbieter einen Aufschlag, darf die Summe aus dem inländischen Preis plus Aufschlag folgende Höchstgrenzen nicht überschreiten:

  • 0,19 € pro Minute für abgehende Gespräche (+MwSt.),
  • 0,0108 € pro Minute für ankommende Gespräche (+MwSt.),
  • 0,06 € pro gesendeter SMS (+MwSt.),
  • 0,20 € pro MB (+MwSt.).

 

Stand: 14.06.2017