An­bie­ter­wech­sel und Um­zug

Bessere Qualität, günstigere Preise oder einfach ein neuer Wohnort - es gibt verschiedene Gründe, die für einen Wechsel des Telekommunikationsanbieters sprechen. Das geht einfach, wenn Sie einige Schritte und Hinweise beachten.

In Kürze

  • Planen Sie den Anbieterwechsel möglichst frühzeitig und beachten Sie die Kündigungsfrist, die Sie in Ihren Vertragsunterlagen und auf Ihrer Rechnung finden können.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kundendaten bei dem bisherigen und dem neuen Anbieter übereinstimmen: Name, Anschrift, Geburtsdatum, die zu portierende Rufnummer.
  • Bei einem Umzug von Telekommunikationsdiensten haben Sie gegenüber Ihrem bisherigen Anbieter ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats, wenn Ihr bisheriger Anbieter die vereinbarten Leistungen nach Ihrem Umzug am neuen Wohnsitz nicht erbringen kann.

Anbieterwechsel in drei Schritten

Damit der Wechsel von einem zum anderen Anbieter reibungslos verläuft, beachten Sie die folgenden drei Schritte:

1.    Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist prüfen

  • Planen Sie Ihren Anbieterwechsel möglichst frühzeitig: Am besten vier bis sechs Monate vor Vertragsende, falls Ihr Vertrag beispielsweise spätestens drei Monate vor Vertragsende gekündigt werden muss.
  • Prüfen Sie also immer erst die Vertragslaufzeit sowie die Kündigungsfrist für Ihren aktuellen Vertrag, um eine Vertragsverlängerung zu vermeiden. Angaben zu den Kündigungsfristen finden Sie auf Ihrer Rechnung und in Ihren Vertragsunterlagen.
  • Wenn Sie gekündigt haben, erhalten Sie von Ihrem Anbieter üblicherweise eine Kündigungsbestätigung.

2.    Neuen Anbieter aussuchen

  • Vergleichen Sie die Tarife und Angebote der Anbieter von Telekommunikationsdiensten und suchen Sie sich das für Sie beste Angebot aus.
  • Prüfen Sie auch, welche Dienste der neue Anbieter an Ihrer Adresse tatsächlich anbietet. Nicht jeder Dienst ist überall verfügbar.

3.    Vertrag mit dem neuen Anbieter

  • Denken Sie daran, dass Sie Ihren neuen Anbieter mit der Kündigung Ihres bisherigen Vertrags beauftragen können. Bei Festnetzanschlüssen ist dies der übliche Weg. Sollten Sie bereits selbst gekündigt haben, informieren Sie Ihren neuen Anbieter darüber. Dies sollten Sie spätestens bei der Auftragserteilung tun.
  • Wenn Sie Ihre bisherigen Rufnummern beibehalten möchten, vergessen Sie nicht, auch die Rufnummernmitnahme zu beauftragen (Portierungsauftrag).

Rufnummernmitnahme

Die Mitnahme von Rufnummern ist nur möglich, wenn Ihre Kundendaten beim bisherigen und beim neuen Anbieter genau übereinstimmen. Gleichen Sie deswegen die Angaben (Name, Anschrift und Geburtsdatum, zu portierende Rufnummer) bei dem neuen Anbieter mit den Daten Ihres Vertrages beim bisherigen Anbieter ab.

Bei Festnetzrufnummern muss der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter am Tag der Portierung bereits beendet sein. Der neue Anbieter sollte den Portierungsauftrag dem bisherigen Anbieter möglichst schon zehn Arbeitstage vor dem Ende des Vertrages erteilt haben. Die technische Aktivierung einer Rufnummer erfolgt in der Regel innerhalb eines Kalendertages. Somit sollte Ihre Telefonverbindung nicht länger als einen Kalendertag unterbrochen sein.
Bei Mobilfunkrufnummern kann die Auftragsabwicklung einer Rufnummernmitnahme etwas Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem können Sie eine Mobilfunkrufnummer auch vor Vertragsende zu einem anderen Anbieter mitnehmen, wenn dieser damit einverstanden ist. Auf die Vertragslaufzeit Ihres bisherigen Vertrags hat dies keine Auswirkungen, so dass Sie diesen bis zum Vertragsende bezahlen müssen. Sie können sich für diesen Vertrag aber eine neue Mobilfunkrufnummer zuteilen lassen.
Die Preise für eine Rufnummernmitnahme finden Sie in der Preisliste des Anbieters. Die Mitnahme einer Festnetzrufnummer sollte maximal 11,44 Euro einschließlich Mehrwertsteuer kosten, die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer maximal 6,82 Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Bitte beachten Sie bei Verträgen, bei denen Vorausbezahlungen vereinbart sind, dass für die Rufnummernmitnahme ein ausreichendes Guthaben verbleibt. Die Mitnahme einer Festnetzrufnummer sollte maximal 11,44 Euro einschließlich Mehrwertsteuer kosten, die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer maximal 6,82 Euro einschließlich Mehrwertsteuer.

Weiterversorgung nach einem Anbieterwechsel

Wenn Sie den Wechsel Ihres Telekommunikationsanbieters rechtzeitig eingeleitet haben, darf Ihr bisheriger Anbieter seine Leistung nicht einfach einstellen – auch nicht, wenn das Vertragsende erreicht ist. Er muss Sie grundsätzlich so lange weiterversorgen, bis der Wechsel zum neuen Anbieter abgeschlossen ist.

Am Tag der Umschaltung Ihres Anschlusses darf Ihre Versorgung unterbrochen sein. Mit Ihrem neuen Anbieter kann auch eine längere Unterbrechung der Versorgung vereinbart sein. Im Fall einer ungewollten Versorgungsunterbrechung von mehr als einem Tag wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren neuen Anbieter. In diesem Fall können Sie eine Weiterversorgung verlangen, die der neue Anbieter mit dem bisherigen Anbieter abstimmt.

Muss Ihr bisheriger Anbieter Sie weiterversorgen, hat er einen Anspruch auf Entgeltzahlung. Das gilt ab Beendigung des ursprünglichen Vertrags bis zur Umschaltung zum neuen Anbieter. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach den ursprünglich vereinbarten Vertragsbedingungen, allerdings reduziert sich der Preis um die Hälfte. Das gilt nicht, wenn das Unternehmen nachweist, dass Sie das Scheitern des Anbieterwechsels zu vertreten haben. Die Abrechnung muss taggenau erfolgen. Ihr neuer Anbieter hat erst dann einen Anspruch auf Bezahlung, wenn der Wechsel zu diesem erfolgreich abgeschlossen ist.

Diese Regelungen gelten nur, wenn sich der Ort Ihres Anschlusses nicht ändert. Wechseln Sie den Anschlussort, handelt es sich um einen Umzug, für den die Regelungen zur Weiterversorgung nicht gelten. Ein Umzug kann daher mit einer längeren Versorgungsunterbrechung verbunden sein.

Umzug

Wenn Ihr bisheriger Anbieter die vereinbarten Telekommunikationsleistungen nach Ihrem Umzug am neuen Wohnsitz nicht erbringen kann, haben Sie ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats.

Wenn Sie sich an Ihrem neuen Wohnsitz einen neuen Anbieter suchen möchten, berücksichtigen Sie bitte, dass Sie den Vertrag für den bisherigen Wohnsitz bis zum Vertragsende weiterbezahlen müssen, sofern Ihr bisheriger Anbieter seine Leistungen auch am neuen Wohnsitz anbieten könnte.

Kann Ihr bisheriger Anbieter seine Leistungen auch am neuen Wohnsitz anbieten, so ist er verpflichtet, die vertraglich geschuldete Leistung ohne Änderung der vereinbarten Vertragslaufzeit und der sonstigen Vertragsinhalte auch am neuen Wohnsitz zu erbringen. Dafür müssen Sie Ihren Anbieter über Ihren Umzug so früh wie möglich in Kenntnis setzen und einen Umzugsauftrag erteilen.

Der Anbieter kann für den Umzug ein angemessenes Entgelt verlangen. Diese darf nicht höher sein als das Entgelt für die Schaltung eines Neuanschlusses.

Wer hilft bei Problemen?

Schritt 1: Informieren Sie Ihren Anbieter

Treten Probleme bei Anbieterwechsel, beim Umzug oder bei der Mitnahme einer Rufnummer auf, sorgen Sie bitte zunächst dafür, dass Ihr Anbieter den vollständigen aktuellen Sachverhalt kennt und somit Ihrem Anliegen schnellstmöglich nachgehen kann.

Schritt 2: Bei Problemen, hilft die Bundesnetzagentur


Können Sie das Problem mit Ihrem Anbieter nicht klären? Schreiben Sie uns und nutzen Sie dafür bitte das Kontaktformular.

Bitte reichen Sie bei einem Anbieterwechsel möglichst folgende Unterlagen ein:

  • Auftragsbestätigung Ihres neuen Anbieters, einschließlich der Angabe der Rufnummern, die beibehalten werden sollen (Portierungsauftrag).
  • Kündigungsbestätigung Ihres bisherigen Anbieters, in der das Datum des Vertragsendes angegeben sein sollte.
  • Angaben darüber, seit wann die Versorgung mit Telekommunikationsdiensten unterbrochen ist.
  • Angaben Ihrer Kundennummern.
  • Angabe einer Rufnummer, unter der Sie tagsüber erreichbar sind.

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Kontakt

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