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Wie errechnen sich aus verbrauchten Kubikmetern Gas die Kilowattstunden auf der Gasrechnung?

Erdgas ist ein Naturprodukt, dessen Energieinhalt von mehreren Faktoren abhängig ist.

Erdgas unterliegt im Gegensatz zu Strom Schwankungen hinsichtlich seines Energieinhalts. Die Gastemperatur und der Gasdruck sind weitere Einflüsse, die bei Ihrer Gasabrechnung berücksichtigt werden müssen.

Ihr Gaszähler zeigt nicht die Kilowattstunden (kWh), sondern die verbrauchten Kubikmeter (m3) an.

Die verbrauchten Kilowattstunden (kWh) werden ermittelt, indem die Anzahl der Kubikmeter mit dem Brennwert des Gases und der Zustandszahl (Z-Zahl) multipliziert wird. Die Zustandszahl steht für die Eigenschaften des Gases, unter anderem Temperatur und Gasdruck. Der Brennwert steht für die Wärmemenge, die bei der Verbrennung des Gases freigesetzt wird. Beim Abrechnungsbrennwert wird aus den gemessenen Einspeisebrennwerten des Abrechnungszeitraums ein Durchschnittsbrennwert ermittelt.

Auf der Gasrechnung sind die beiden Werte üblicherweise vermerkt. Wenn Sie Fragen zum Brennwert, zur Zustandszahl oder zu Ihrer Gasrechnung im Allgemeinen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Lieferanten.

Die Zustandszahl beschreibt das Verhältnis des Gasvolumens vom Normzustand zum Betriebszustand. Das Volumen des Gases wird beeinflusst von der Temperatur, die an der Abnahmestelle herrscht, und der Höhenlage, die für einen bestimmten Luftdruck sorgt. Um diesen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen, wird die Zustandszahl bei der Volumenberechnung berücksichtigt. Mit ihr kann der Normzustand (Temperatur: 0 Grad Celsius, Luftdruck: 1.013,25 mbar) des gelieferten Gases berechnet werden.

Mit dem Brennwert wird die Energiemenge bezeichnet, die bei der Verbrennung von Gas und der anschließenden Abkühlung der Abgase (Kondensationswärme) freigesetzt wird. Angegeben wird der Gas-Brennwert in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m3).

Erdgas hat nicht immer denselben Brennwert, dieser hängt von der genauen Gas-Zusammensetzung ab. Beispielsweise ist der Brennwert von Butan und Propan wesentlich höher als der von Methan, das den größten Volumenanteil des Erdgas-Gemischs darstellt. Der Brennwert ist geringer, wenn das Gasgemisch einen hohen Anteil reaktionsschwacher Inertgase aufweist, dazu gehören Kohlendioxid und Stickstoff.

Der Brennwert ist ein Maß für die im Gas enthaltene Wärmeenergie und abhängig von der Art des Gases. So hat H-Gas einen Brennwert zwischen 10 und 12 kWh/m3, während L-Gas auf 8,2 bis 8,9 kWh/m3 kommt.