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Welche Preisansagepflicht besteht für den Anbieter?

Wenn Sie eine (0)900er-Rufnummer anwählen, müssen Ihnen die Brutto-Preise pro Minute bzw. je Nutzung angesagt werden. Die Preisansage muss kostenlos sein und spätestens drei Sekunden vor Beginn der Entgeltpflicht beendet sein. Die Verpflichtung erstreckt sich auch auf etwaige Tarifänderungen während der Verbindung, wobei die Ansage der Tarifänderung auch während der Inanspruchnahme des Dienstes erfolgen kann.

Eine Preisansagepflicht besteht auch bei sprachgestützten Auskunfts- und Kurzwahlrufnummern sowie für (0)12er-Rufnummern jeweils ab einem Preis von 2 Euro pro Minute bzw. pro Anruf.

Seit dem 01.08.2012 müssen Ihnen, wenn Sie eine Betreiberkennzahl im Einzelwahlverfahren nutzen (sog. Call-by-Call), die Brutto-Preise pro Minute bzw. je Nutzung angesagt werden. Die Preisansage muss kostenlos sein und spätestens drei Sekunden vor Beginn der Entgeltpflicht beendet sein. Mit der Preisansagepflicht wird sichergestellt, dass Sie Zeit haben zu entscheiden, ob Sie den Dienst zu dem genannten Preis in Anspruch nehmen wollen. Maßgeblich für die Abrechnung des Call-by-Call-Telefonats ist der Ihnen zu Beginn angesagte Preis.

Ändert sich während des Gesprächs der Preis, so ist der Anbieter des Call-by-Call-Dienstes seit dem 01.08.2012 verpflichtet, Ihnen den neuen Preis unmittelbar vor dem neuen Tarifabschnitt anzusagen. Diese Preisansage mitten im Gespräch ist nicht kostenlos. Maßgeblich für die Abrechnung des Call-by-Call-Telefonats ist in diesem Fall zunächst der Ihnen zu Beginn angesagte Preis, dann der Ihnen angesagte geänderte Preis.

Die Preisansagepflicht besteht nicht in Fällen, in denen eine Betreiberauswahl nicht im Einzelwahlverfahren vorgenommen wird, sondern eine festgelegte Betreibervorauswahl durch Abschluss eines Vertrages mit einem Betreiber stattgefunden hat (sog. Preselection).

Bei einer Weitervermittlung durch einen Auskunftsdienst muss der Anbieter des Auskunftsdienstes den Preis für das weiter zu vermittelnde Gespräch vor der Weitervermittlung ansagen. Die Ansage kann während der Verbindung zum Auskunftsdienst erfolgen. Im Fall der Weitervermittlung durch einen Auskunftsdienst umfasst die Ansage den Festnetzpreis (brutto) pro Minute bzw. je Nutzung sowie den Hinweis auf mögliche abweichende Mobilfunkpreise.

Mit der Preisansagepflicht wird sichergestellt, dass Sie Zeit haben zu entscheiden, ob Sie den Dienst oder die Weiterleitung zu dem genannten Preis in Anspruch nehmen wollen.

Bei sprachgestützten Massenverkehrs-Diensten ((0)137) muss Ihnen der Brutto-Preis aus dem Festnetz unmittelbar im Anschluss an die Inanspruchnahme des Dienstes angesagt werden.

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