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Bundesnetzagentur: Bedenken gegen Infrastrukturrabatt der Deutschen Post ausgeräumt

Ausgabejahr 2017
Erscheinungsdatum 15.12.2017

Die Bundesnetzagentur begrüßt die Entscheidung der Deutschen Post AG, für den neuen Infrastrukturrabatt eine viermonatige Einführungsphase mit deutlich abgesenkten Einlieferungsbedingungen zu gewähren.

Marktbefragung der Bundesnetzagentur

Die Deutsche Post wollte den neuen Zusatzrabatt ab Anfang Januar 2018 für solche Teilleistungssendungen gewähren, die mit einem neuen Frankier-Layout versehen und deren Einlieferung zuvor elektronisch angekündigt sind. Eine Marktbefragung der Bundesnetzagentur hierzu hat jedoch gezeigt, dass viele Kunden und Postdienstleister die technischen Voraussetzungen zu diesem Zeitpunkt kaum umsetzen können. Die Prozesse benötigen mehr Zeit, da z. B. Maschinen nachgerüstet oder ausgetauscht, Software angepasst und Mitarbeiter auf neue Abläufe geschult werden müssen.

Mit der verlängerten Umstellungsphase entfallen die Bedenken der Bundesnetzagentur zur Einführung des Infrastrukturrabatts.

Den Zusatzrabatt erhalten Kunden der Deutschen Post bis zum 30. April 2018 nun auch, wenn sie durch Vertragsschluss dokumentieren, dass sie sich am Umstellungsprozess beteiligen werden. Die Sendungen sind ab Januar 2018 elektronisch bei der Deutschen Post anzumelden, dies jedoch bis Ende April in einer vereinfachten Form. Zudem müssen sie vorerst noch nicht mit dem neuen Data Matrix Code frankiert werden.

Chancen der Digitalisierung

Die Bundesnetzagentur befürwortet die Einführung des Infrastrukturrabatts. Diese Anpassungen bei der Briefeinlieferung sind Voraussetzung dafür, neue Dienstleistungen entwickeln und zeitgemäße Abrechnungsprozesse einführen zu können.

Auch die von der Bundesnetzagentur befragten Großkunden, Wettbewerber und Hersteller von Frankier- und Sortiermaschinen begreifen das digitale Design als eine Chance, Dienstleistungen wie
z. B. „Track & Trace“ beim Brief umzusetzen. Eine Sendungsverfolgung beim Brief ist aus Kundensicht auch deshalb gewünscht, weil immer mehr kleine und leichte Waren über Sendungsformate des Briefs verschickt werden und die Kunden wie im Paketbereich eine Information über die erfolgreiche Zustellung haben möchten.

Pressemitteilung (pdf / 32 KB)