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Antrag für Stromleitung von Emden nach Osterath

Homann: "Startschuss für ein zentrales Projekt der Energiewende"

Ausgabejahr 2018
Erscheinungsdatum 29.03.2018

Die Bundesnetzagentur hat den Antrag auf Genehmigung eines Korridors für eine Stromleitung von Emden in den Raum Osterath der Amprion GmbH erhalten. Der Verlauf der als Erdkabel vorgesehenen Leitung A-Nord wird in einem mehrstufigen Verfahren geprüft. Die Behörde beteiligt die Öffentlichkeit umfassend.

"Der Antragseingang ist der Startschuss für ein zentrales Projekt der Energiewende. A-Nord gehört zu den Projekten mit Erdkabelvorrang", erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Wir werden den Vorschlag von Amprion sowie in Frage kommende Alternativen für einen Trassenkorridor sorgfältig prüfen. Mensch und Umwelt sollen so wenig wie möglich belastet werden."

A-Nord bringt Windstrom in den Süden

Das Vorhaben A-Nord bildet die nördliche Verlängerung der Stromleitung vom Raum Osterath nach Philippsburg (Ultranet) im Westen Deutschlands. Diese Leitung ist eine der neuen Nord-Süd-Verbindungen, die Strom in Gleichstromtechnik möglichst verlustfrei über lange Strecken transportieren sollen. A-Nord soll vorrangig als Erdkabel verlegt werden.

Die Übertragungskapazität der rund 300 Kilometer langen Stromleitung von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen beträgt zwei Gigawatt, was die Leistung eines Atomkraftwerks übertrifft. Die Leitung ist notwendig, um die steigenden Strommengen aus erneuerbaren Energien im Norden aus den Windenergieanlagen auf See sowie auf dem Festland in den verbrauchsstarken Süden zu transportieren.

Die Übertragungsnetzbetreiberin Amprion GmbH beantragt das Projekt in vier Abschnitten.

Antragskonferenzen ab Mai 2018

Nachdem die Bundesnetzagentur überprüft hat, dass die Antragsunterlagen vollständig sind, wird sie diese auf der Website www.netzausbau.de/vorhaben1 veröffentlichen.

Im Anschluss lädt die Behörde zu Antragskonferenzen entlang der vorgeschlagenen Trassenkorridorverläufe ein. Dort haben Behörden, Verbände sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich zu informieren und Hinweise zu den Vorschlägen des Netzbetreibers abzugeben.

Die Termine werden auf der Website www.netzausbau.de und in den regionalen Tageszeitungen bekanntgegeben.

Die Antragskonferenzen sind der erste Schritt der umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung im Genehmigungsverfahren der Bundesfachplanung. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Bundesnetzagentur einen 500 bis 1000 Meter breiten Korridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren sein, das über den genauen Verlauf der Stromleitung innerhalb des Korridors entscheiden wird.

Informationen zur Bundesfachplanung und später die Bekanntmachung der Antragskonferenzen sind zu finden unter: www.netzausbau.de/vorhaben1.

Pressemitteilung (pdf / 97 KB)