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Bundesnetzagentur startet Öffentlichkeitsbeteiligung für südlichen Abschnitt des SuedOstLink

Ausgabejahr 2019
Erscheinungsdatum 09.05.2019

Die Bundesnetzagentur beginnt heute die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung zum Abschnitt D des SuedOstLink. Der Abschnitt beginnt im Raum Schwandorf und endet bei Landshut. Die vorgeschlagenen Korridore befinden sich in Bayern.

Veröffentlichung und Auslegung der Planung

Die Unterlagen werden ab heute auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.netzausbau.de/beteiligung5-d veröffentlicht und sind bis zum 11. Juni 2019 an folgenden öffentlichen Orten ausgelegt:

  • Bonn Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4,53113 Bonn,
  • Regensburg Bundesnetzagentur, Im Gewerbepark A15, 93059 Regensburg
  • Landshut Bundesnetzagentur, Liebigstr. 3, 84030 Landshut
  • Schwandorf Rathaus Schwandorf, Spitalgarten 1, 92421 Schwandorf

Bürgerinnen und Bürger sowie die betroffenen Behörden können bis zum 11. Juli 2019 zu den Unterlagen Stellung nehmen. Anschließend wird die Bundesnetzagentur einen Erörterungstermin durchführen und die eingegangenen Stellungnahmen mit den Einwendern erörtern.

Abschließend wird die Bundesnetzagentur alle Argumente abwägen und einen 500 bis 1000 Meter breiten Korridor festlegen, in dem die Leitung später verlaufen wird. Der genaue Verlauf der Leitung in diesem Korridor wird in einem anschließenden Planfeststellungsverfahren festgelegt.

Unterlagen der Bundesfachplanung ergänzt

Die von 50Hertz und TenneT am 29. März 2019 eingereichten Unterlagen basieren auf dem von der Bundesnetzagentur im Dezember 2017 festgelegten Untersuchungsrahmen. Neben der Raumverträglichkeitsstudie und der Strategischen Umweltprüfung beinhalten die Unterlagen Untersuchungen zum Arten- und Gebietsschutz. Ebenso ist eine immissionsschutzrechtliche Ersteinschätzung Teil der Unterlagen.

Im Ergebnis ihrer Untersuchungen haben die Netzbetreiber die verschiedenen alternativen Verläufe miteinander verglichen und einen Trassenkorridor vorgeschlagen. Dieser Vorschlagskorridor weicht bei Nabburg und bei Essenbach jeweils auf einigen Kilometern vom bisher vorgesehenen Verlauf ab.

Die Antragsteller haben außerdem untersucht, ob in der Nähe des Netzverknüpfungspunktes am Kernkraftwerk Isar an mindestens einem Standort ein Konverter zur Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom realisierbar ist.

Hintergrund

Das Vorhaben SuedOstLink führt von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt nach Isar in Bayern. Die Leitung ist erforderlich, um Netzengpässe durch den Zubau Erneuerbarer Energien zu verhindern. In Bayern werden die noch verbliebenen Atomkraftwerke bis 2022 endgültig vom Netz gehen. SuedOstLink wird in Gleichstromtechnik ausgeführt, die den verlustarmen Transport über weite Strecken ermöglicht. Zudem gilt der Erdkabelvorrang, der nur in eng begrenzten Fällen eine streckenweise Ausführung als Freileitung erlaubt.

Die Inbetriebnahme des SuedOstLink ist ab dem Jahr 2025 vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.netzausbau.de/vorhaben5-d. Erklärende Filme zum Netzausbau finden Sie unter www.youtube.com/netzausbau.

Pressemitteilung (pdf / 47 KB)